So. Unruhige Nacht. Und warum? Warum liege ich wach und zweifle wieder? Komische Vibes von Mr.Bickle, der sich auf der Wiesn bissl Trouble eingehandelt hat. Was ich morgens um 5 dann auf fb mitbekommen habe. Und was dann bei mir wieder die Frage aufwirft, ob ich mir den Wahnsinnigen antun soll. Und BÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄM, bin ich wieder in der guten alten Black-and-White Schiene. Ja, manchmal bauen Menschen, die man mag, Scheiße. Oder handeln sie sich ein, trinken zuviel, tun etwas, was nicht in die eigene Lebenswelt gehört. Und was dann? Früher wär ich weggelaufen. Ich hab's nochmal mit einer Mail versucht, nachdem er nachts nicht ans Telefon gegangen war. Und mir dann aber gedacht, dass das auch ein kleines bisschen feige ist. Natürlich ist es nicht schön, wenn ich ihn anrufe und er geht nicht dran. Aber zumindest kann ich ihm dann auf die Mailbox sprechen und bin dabei doch wesentlich mehr ich selbst als in einer lange schriftlich formulierten Nachricht. Er kann dann gleich am Tonfall hören, wie es mir geht und besser abschätzen, was ich wirklich meine. Das geht bei Mails manchmal echt schief. Wer wüßte das besser als ich? Und auch wenn mir die Düse geht bei dem Gedanken, dass er nicht abhebt-ich hatte mir vorgenommen, immer öfter das zu tun, zu fordern, was ich will. Bis jetzt hat es funktioniert. Er hat sich noch nicht wirklich beschwert und sogar selber angerufen. Geht doch.
Und er ging ran. Und war zwar etwas unausgeschlafen und noch nicht fähig, mir wirklich was zu sagen, will erst ausschlafen, aber er hat verstanden, dass ich zumindest mal die Richtung wissen will, um was anderes zu unternehmen. Dass er nach der Action heute Nacht nicht mehr wirklich Bock hat auf Wiesn, stört mich nicht. Heute wird's eh bummvoll und ungemütlich. Aber sehen will ich ihn und das hab ich ihm auch gesagt, unabhängig von Dirndl und Bier. Er mich auch. Er will sich nachher nochmal melden. Na da bin ich gespannt.
Aber zurück zur Kernfrage. Weglaufen. Wenn ja-wie weit komme ich? Nein, auch wenn ich manches nicht so gern hab an ihm, den Mann an sich mag ich. Aber die reine Abwarterei, dieses nur nach seinen Regeln spielen, das funktioniert nicht mehr. Und die Zickerei wegen Telefon, das ist auch Show. Er wehrt sich. Darf er. Und doch habe ich irgendwie das Gefühl, der Widerstand läßt nach. Normalerweise hätte er für die Nummer heute eine bitterböse Nachricht kassiert, die für ihn keine andere Botschaft transportiert hätte als die, dass ich ihn verurteile, entwerte, nicht bereit bin, mich auf ihn und sein Leben einzulassen. Und folgerichtig Schluß zu machen. Und mit Recht, ich war nicht bereit. Ich bin mir auch jetzt noch nicht so ganz sicher, ob ich das kann, mich wirklich auf ein anderes Leben einzulassen. Ich bin doch schon sehr egoistisch, und mit meinen ganzen Zweifeln und meinem Anspruch, selber perfekt sein zu wollen so beschäftigt, dass ich erst mühsam lerne, Interesse zu zeigen und den Blick von mir tatsächlich auf den anderen und seine Wünsche zu richten. Ich übe, aber immer wieder ertappe ich mich dabei, dass ich alles auf mich beziehe, also, was macht so ein Zwischenfall, der ihm passiert, mit mir, als dass ich mich wirklich um ihn sorge. Ich versuche sofort, das alles in MEIN Weltbild einzuordnen und bewerte es nach meinen Kriterien. Und per Mail ist es immer nur ein weiterer Monolog. Dabei bin ich dringend drauf angewiesen, ein echtes Feedback zu hören, das reißt mich dann doch aus meinem Gedankenkreisel. Was ich als sehr entspannend empfinde. Und er hat mich doch tatsächlich zum Lachen gebracht! Und was hätte ich ihm früher erzählt, bei dem Spruch, er wär nur aus Höflichkeit drangegangen! Boah, hätte er dafür eins drübergekriegt. Meine scharfe Zunge hätte ihn einmal längs und einmal quer zerlegt! Jetzt denke ich mir, hey, du bist drangegangen. Also willst du es auch, erzähl mir doch nix. Und er ist wahrscheinlich auch erleichtert, dass ich ihn verstehe und nicht gleich stocksauer werde, was ich ihm angedroht hatte für den Fall, dass es wieder nicht klappt.
Selbst wenn alles nichts hilft und ich die Affäre beenden muss, dann hab ich ihn doch nicht wieder einfach nur fertiggemacht, wir haben uns nicht einfach nur angezickt und dann bockig Abstand gehalten, solange es eben ging, um dann wieder ohne was zu ändern in die nächste Scheiße zu schlittern. Und auch wenn ich mir wahnsinnig schwertue, mich festzulegen, jemand zu erlauben, auch ein Stück mein Leben zu beeinflussen, ich kann es nicht wirklich beschreiben, es ist so, als ob ich mich herablassen müßte, jemand Macht über mich zu geben. Denn das tut man in diesem Moment. Er hat sogar die Macht über meinen Schlaf. Über einen Teil meiner Zeit. Das kann ich doch nur zulassen, wenn alles perfekt ist! Ich kann das nicht einfach so! Es muss doch alles richtig sein!
Heute Nacht habe ich gemerkt, dass ich zwar immer große Töne gespuckt habe, von wegen Liebe und so, auch bei anderen Männern, aber es gab immer einen Teil von mir, der es nicht akzeptiert hat, der sich immer ein Hintertürchen offengelassen hat. Der feige Teil, der wieder nur eine Mail geschrieben hätte. Und jede Möglichkeit zur Flucht genutzt hätte. Der froh und ein Stück erleichtert war, wenn's vorbei war. Krank, irgendwie. Zuletzt habe ich noch nicht mal zugelassen, dass es weh tut. Immer nur, es ist besser so und dass ich eh eine Einzelgängerin wäre. Husch husch, zurück in meine Höhle.
Verdammt, das funktioniert nicht mehr!
Achtung, vor Betreten dieses Blogs bitte Illusionen an der Garderobe abgeben! Romantiker müssen jetzt ganz tapfer sein. MizzLizz kämpft sich durch den Dschungel der Stadt und versucht, den Männern den Kopf zu verdrehen. Aber sie ist nicht allein! Mögen ihre Exfreunde und Cottonmouth mit ihr sein
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Mittwoch, 3. Oktober 2012
Donnerstag, 23. August 2012
Das alte Lied
Sie wollen alle nur das Eine von mir. Sogar meine Lieblingsschwulette nennt mich Sexmonster und würd mich gern in den H.... Weiter gucken ist nicht, das überstrahlt alles andere. Bin kurz davor, mir wieder die Haare abzuscheren. Wenn ich nicht wüßte, dass das nichts, aber auch gar nichts bringt. Nichts hat die Kerle je abgeschreckt, mit mir ficken zu wollen. Keine Schlabberjeans, die Braids nicht und die fast-Glatze törnt halt dann nur ne andere Zielgruppe an. Und ich liebe es, eine Frau zu sein. Sexy zu sein. Ich bin stolz auf meinen Körper, bewege den gern in der Vertikalen wie in der Horizontalen. Aber es ist schon heftig, wenn in 4 Wochen 3 verschiedenen Männer um mich rumsäuseln, mir einen Abend lang Komplimente um die Ohren schmeissen und die Augen, und Hände, nicht von mir lassen können. Um dann wortlos zu verschwinden, nie wieder auftauchen und Totmann spielen.
Offensichtlich geht's nur darum, dass so ne Sexkatze wie ich ja eh gleich am ersten Abend. Und wenn nicht, dann checken es die Herren nicht? Oder kapieren sie durchaus, dass mich das Gesülze eher amüsiert als anmacht und dass da ein bisschen mehr kommen muss, damit ich begeistert mit nem Kerl in die Laken sinke und Schiffe versenken spiele? Ja, ich fürchte, ich verstecke meine Genervtheit von immer den gleichen Sprüchen (Okay, der mit dem Lächeln und dem Waffenschein war so lange unbenutzt, dass er schon fast wieder gut war) nicht gut genug. Da wären wir wieder beim Pampern des männlichen Egos. Aber nachdem mir die Männerwelt klar gemacht hat, dass ich freie Wahl bei Bettpartnern habe, dann nehme ich mir die auch. Und bevor ich einen hackedichten ungewaschenend Strizi mitnehme, der zwar vielleicht noch einen hochkriegt, dann aber nix mehr kommt-da mach ich mir's doch lieber selbst! Das kann ich ziemlich gut und ich habe dann keinen nach Alk stinkenden Fremden in meinem Bett, den ich morgens nicht mehr aus der Wohnung kriege!
Ja, ich kann's mir aussuchen. Und wenn einer damit ein Problem hat, wird er nie meine Strerne sehen!
Sie kommen mit der denkenden, ironischen, Herrenhandtasche nicht klar. Hülle und Inhalt scheinen ja für ein hormonumnebeltes Männerhirn echt schwer vereinbar zu sein. Nochmal: Ich werde es euch nicht einfacher machen! Wenn ihr diesen Körper wollt, dann macht! Überzeugt mich, warum ihr besser seid als mein Vibrator. Oder ehrlicher Hände Arbeit. Gebt mir bitte bitte nen echten Grund, euch geil zu finden. Saufen ist ein Abtörner, zum Beispiel. Meine Karte nicht zu verlieren wäre auch schon mal gut. Und die Hormone ein bisschen zu bremsen um zu sehen, mit der Frau kann Mann richtig Gas geben, wenn er's richtig macht...Aber auch da habe ich ein schönes Statement eines Exlovers. Der war mal drauf und dran, eine seiner Fantasien mit mir auszuprobieren, hat dann aber gekniffen. Und gab Jahre später zu, von seinen eigenen Vorstellungen angesichts der Möglichkeit überfordert gewesen zu sein. Auch der hat sich damals verabschiedet.
Ich bin der Traum eurer Feuchten Nächte? Can you keep up with your dreams guys?
P.S.: Auch hier. Mr.Bickle hat ziemlich am Anfang zugegeben, einen Höllenrespekt vor mir zu haben. Ja, der erste Kuß, da mußte er betrunken sein, sonst hätte er sich nicht getraut. Aber er zieht die Nummer durch, eine Fantasie nach der anderen taucht auf und wird umgesetzt. DER traut sich. Und deswegen geb ich ihn nicht her!
Offensichtlich geht's nur darum, dass so ne Sexkatze wie ich ja eh gleich am ersten Abend. Und wenn nicht, dann checken es die Herren nicht? Oder kapieren sie durchaus, dass mich das Gesülze eher amüsiert als anmacht und dass da ein bisschen mehr kommen muss, damit ich begeistert mit nem Kerl in die Laken sinke und Schiffe versenken spiele? Ja, ich fürchte, ich verstecke meine Genervtheit von immer den gleichen Sprüchen (Okay, der mit dem Lächeln und dem Waffenschein war so lange unbenutzt, dass er schon fast wieder gut war) nicht gut genug. Da wären wir wieder beim Pampern des männlichen Egos. Aber nachdem mir die Männerwelt klar gemacht hat, dass ich freie Wahl bei Bettpartnern habe, dann nehme ich mir die auch. Und bevor ich einen hackedichten ungewaschenend Strizi mitnehme, der zwar vielleicht noch einen hochkriegt, dann aber nix mehr kommt-da mach ich mir's doch lieber selbst! Das kann ich ziemlich gut und ich habe dann keinen nach Alk stinkenden Fremden in meinem Bett, den ich morgens nicht mehr aus der Wohnung kriege!
Ja, ich kann's mir aussuchen. Und wenn einer damit ein Problem hat, wird er nie meine Strerne sehen!
Sie kommen mit der denkenden, ironischen, Herrenhandtasche nicht klar. Hülle und Inhalt scheinen ja für ein hormonumnebeltes Männerhirn echt schwer vereinbar zu sein. Nochmal: Ich werde es euch nicht einfacher machen! Wenn ihr diesen Körper wollt, dann macht! Überzeugt mich, warum ihr besser seid als mein Vibrator. Oder ehrlicher Hände Arbeit. Gebt mir bitte bitte nen echten Grund, euch geil zu finden. Saufen ist ein Abtörner, zum Beispiel. Meine Karte nicht zu verlieren wäre auch schon mal gut. Und die Hormone ein bisschen zu bremsen um zu sehen, mit der Frau kann Mann richtig Gas geben, wenn er's richtig macht...Aber auch da habe ich ein schönes Statement eines Exlovers. Der war mal drauf und dran, eine seiner Fantasien mit mir auszuprobieren, hat dann aber gekniffen. Und gab Jahre später zu, von seinen eigenen Vorstellungen angesichts der Möglichkeit überfordert gewesen zu sein. Auch der hat sich damals verabschiedet.
Ich bin der Traum eurer Feuchten Nächte? Can you keep up with your dreams guys?
P.S.: Auch hier. Mr.Bickle hat ziemlich am Anfang zugegeben, einen Höllenrespekt vor mir zu haben. Ja, der erste Kuß, da mußte er betrunken sein, sonst hätte er sich nicht getraut. Aber er zieht die Nummer durch, eine Fantasie nach der anderen taucht auf und wird umgesetzt. DER traut sich. Und deswegen geb ich ihn nicht her!
Montag, 13. August 2012
Ich verlieb mich halt nicht so schnell!
Dabei dachte ich immer, dass ich mich total schnell verliebe. Aber dem ist nicht so. Und das war es auch noch nie. Ja, ich verguck mich, finde jemand spannend, interessant und lerne gern neue Leute kennen. Aber wenn die dann wieder weg sind, dann ist das halt so. Ich bin viel zu sehr Einzelgängerin und manchmal halt auch in meiner Restdepressionsblase gefangen, um mich groß um Freundschaften kümmern zu können. JA, es dauert, bis sich ein Mensch bei mir festsetzt. Obwohl ich im letzten Jahr gelernt habe, wie wichtig Freunde sein können und wie gut es tut, den Rücken gestärkt zu bekommen, hab ich doch schon sehr früh gelernt autark zu sein und aus mir selbst existieren zu können. Die ständige Mobberei vom Kindergarten weg hat mein Vertrauen in die Menschheit nachhaltig beschädigt. Ich traue niemandem, manchmal nicht mal mir selbst. die Motive und Bedürfnisse Anderer sind mir suspekt und lästig, sollen sie mich doch alle in Ruhe lassen, wenn ich mal jemand gebraucht hätte, war niemand da. Aber ich hab immer die Klagemauer gegeben. Es ist nicht einfach, die richtigen Leute zu finden. Zum Glück sind da ein paar, die sich von mir nicht abschrecken lassen. Aber ein Mann, der sich in mich verliebt, hat's nicht leicht.
Bei Mr.Bickle hat's jetzt aktuell 4 Monate gebraucht, bis er wirklich in meinem Herzen angekommen ist. Und wenn ich so zurückdenke, hat er in Momenten, in denen er sich mir geöffnet hat, selten das bekommen, was man sich als Verliebter so vorstellt. Um auf Nummer Sicher zu gehen, hab ich gerne die Coole gespielt, halt, nein, spielen mußte ich das ja nicht, ich bin ja recht kühl. Wenn ich mir sicher bin, dass jemand auf mich steht, werde ich sehr manisch unbesiegbar und lasse gern raushängen, wie toll ich mich fühle. Meine Methode, Abstand zu halten. Ich muss vorsichtig umgehen mit meinem armen kleinen Herz! Ich hab so gut wie nie das oder den bekommen, den ich wollte. Soviel Enttäuschungen. Dass ich auch Viele enttäuscht habe, möglich. Aber kann sich mal bitte jemand die Mühe machen, hinter die Fassade zu schauen? Nein, die finden mich immer so toll und sexy und aufregend, dass ich das einfachste mache, was ich da tun kann: Ich spiel mit. Zieh die Nummer durch, was soll's, ich habe jahrelang versucht, mich unattraktiver zu machen, damit wenigstens EINER mal genauer hinschaut. Kurze Haare, keine Haare, Braids, Jungsklamotten. Und was kam dabei raus? Dass es genug Männer gibt, die auf Tomboys abfahren...
Auch mein Date neulich wieder. Der hat sich gar nicht mehr eingekriegt über meine langen Haare und wie schön ich damit wäre und er würd ja so gerne mich küssen und streicheln und so weiter und so weiter. Über was ich mich beschwere? Es LANGWEILT MICH! Gut, ich bin doof. Dabei ist das alles ja nur Rumgelaber, darf frau nicht so ernst nehmen, muss man nicht üebrbewerten und sie einfach reden lassen. Nett blinzeln, danke sagen und sich freuen. Aber nein. Kann ich nicht. Es nervt mich. Da muss ich echt gelassener werden. Und da sind wir wieder bei Mr.Bickle. Der hat von Anfang an nachgehakt, die richtigen Fragen gestellt und ganz am Anfang hätte ich auch noch die Chance gehabt, ihm mein Herz zu öffnen und mehr von mir zu geben. Und er wollte das auch. Aber als es komplizierter wurde, näher, da hab ich wieder auf Cool gemacht. Und schwupps, weg war er. Es soll ja Männer geben, die nicht auf distanzierte Frauen abfahren, bei denen eifersüchtig machen nicht funktioniert und die einfach nur lieben wollen. Ganz und gar.
Und ich hatte etliche solcher Männer. Ich hab ganz selten Arschlöcher kennengelernt. Und oft gehört, ich hätte so ein großes Herz. Ich schein also eine gewissen Wärme auszustrahlen und Nähe zu versprechen, aber Halt meine Herren, so einfach ist es nicht! Denn ich möchte erst sicher sein, dass ihr MICH meint! Nicht die süße Hülle, die kleine Blondine, die so niedlich ist mit ihrer großen Klappe. Ich muss sicher sein, dass ihr es auch wert seid, in mir Sehnsucht, Kummer und Freude auszulösen. Dass wir ethisch-moralisch auf einen Nenner kommen. Dass auch nicht der Hauch von Sexismus oder Rassismus in euren Gehirnen schlummert. Gestern habe ich einen sehr guten Post gelesen auf fb. 'Männer wollen intelligente, starke unabhängige Frauen. Aber brauchen solche Frauen auch einen Mann?' Da sind wir doch beim Punkt. Ich brauch keinen Mann. Also wenn ich jemand spannend finde, heißt das nicht automatisch, dass da was draus wird. So wie es aussieht, dauert es ein paar Monate, bis man mich weichgeklopft hat. In der Zeit ist es immer wie mit Mr.Bickle. ich freue mich, hadere ein wenig mit dem möglichen Verlust meiner Freiheit, hätte gerne den Mann, aber nicht um jeden Preis.
Mach ich's den Kerlen zu schwer? Nein. Grade schwer genug. Er muss es ja hinterher auch mit mir aushalten. Und wenn ich liebe, wenn ich mir zugestehe, dass jemand mein Herz erobert hat, dann kann ich das. Sehnsucht haben, glücklich sein, zugeben, dass ich einfach schlicht verliebt bin. Aber so ein harter Knochen wie ich...Und so werd ich mich jetzt ganz der Liebe hingeben. Ihn schrecklich vermissen. Mich nicht im Joyclub ablenken. Es zulassen. Bis Ende August ist er jetzt weg. Mit Freundin.
Ich will Liebe. Will Liebe. Liebe.
Ich liebe! Halleluja
Bei Mr.Bickle hat's jetzt aktuell 4 Monate gebraucht, bis er wirklich in meinem Herzen angekommen ist. Und wenn ich so zurückdenke, hat er in Momenten, in denen er sich mir geöffnet hat, selten das bekommen, was man sich als Verliebter so vorstellt. Um auf Nummer Sicher zu gehen, hab ich gerne die Coole gespielt, halt, nein, spielen mußte ich das ja nicht, ich bin ja recht kühl. Wenn ich mir sicher bin, dass jemand auf mich steht, werde ich sehr manisch unbesiegbar und lasse gern raushängen, wie toll ich mich fühle. Meine Methode, Abstand zu halten. Ich muss vorsichtig umgehen mit meinem armen kleinen Herz! Ich hab so gut wie nie das oder den bekommen, den ich wollte. Soviel Enttäuschungen. Dass ich auch Viele enttäuscht habe, möglich. Aber kann sich mal bitte jemand die Mühe machen, hinter die Fassade zu schauen? Nein, die finden mich immer so toll und sexy und aufregend, dass ich das einfachste mache, was ich da tun kann: Ich spiel mit. Zieh die Nummer durch, was soll's, ich habe jahrelang versucht, mich unattraktiver zu machen, damit wenigstens EINER mal genauer hinschaut. Kurze Haare, keine Haare, Braids, Jungsklamotten. Und was kam dabei raus? Dass es genug Männer gibt, die auf Tomboys abfahren...
Auch mein Date neulich wieder. Der hat sich gar nicht mehr eingekriegt über meine langen Haare und wie schön ich damit wäre und er würd ja so gerne mich küssen und streicheln und so weiter und so weiter. Über was ich mich beschwere? Es LANGWEILT MICH! Gut, ich bin doof. Dabei ist das alles ja nur Rumgelaber, darf frau nicht so ernst nehmen, muss man nicht üebrbewerten und sie einfach reden lassen. Nett blinzeln, danke sagen und sich freuen. Aber nein. Kann ich nicht. Es nervt mich. Da muss ich echt gelassener werden. Und da sind wir wieder bei Mr.Bickle. Der hat von Anfang an nachgehakt, die richtigen Fragen gestellt und ganz am Anfang hätte ich auch noch die Chance gehabt, ihm mein Herz zu öffnen und mehr von mir zu geben. Und er wollte das auch. Aber als es komplizierter wurde, näher, da hab ich wieder auf Cool gemacht. Und schwupps, weg war er. Es soll ja Männer geben, die nicht auf distanzierte Frauen abfahren, bei denen eifersüchtig machen nicht funktioniert und die einfach nur lieben wollen. Ganz und gar.
Und ich hatte etliche solcher Männer. Ich hab ganz selten Arschlöcher kennengelernt. Und oft gehört, ich hätte so ein großes Herz. Ich schein also eine gewissen Wärme auszustrahlen und Nähe zu versprechen, aber Halt meine Herren, so einfach ist es nicht! Denn ich möchte erst sicher sein, dass ihr MICH meint! Nicht die süße Hülle, die kleine Blondine, die so niedlich ist mit ihrer großen Klappe. Ich muss sicher sein, dass ihr es auch wert seid, in mir Sehnsucht, Kummer und Freude auszulösen. Dass wir ethisch-moralisch auf einen Nenner kommen. Dass auch nicht der Hauch von Sexismus oder Rassismus in euren Gehirnen schlummert. Gestern habe ich einen sehr guten Post gelesen auf fb. 'Männer wollen intelligente, starke unabhängige Frauen. Aber brauchen solche Frauen auch einen Mann?' Da sind wir doch beim Punkt. Ich brauch keinen Mann. Also wenn ich jemand spannend finde, heißt das nicht automatisch, dass da was draus wird. So wie es aussieht, dauert es ein paar Monate, bis man mich weichgeklopft hat. In der Zeit ist es immer wie mit Mr.Bickle. ich freue mich, hadere ein wenig mit dem möglichen Verlust meiner Freiheit, hätte gerne den Mann, aber nicht um jeden Preis.
Mach ich's den Kerlen zu schwer? Nein. Grade schwer genug. Er muss es ja hinterher auch mit mir aushalten. Und wenn ich liebe, wenn ich mir zugestehe, dass jemand mein Herz erobert hat, dann kann ich das. Sehnsucht haben, glücklich sein, zugeben, dass ich einfach schlicht verliebt bin. Aber so ein harter Knochen wie ich...Und so werd ich mich jetzt ganz der Liebe hingeben. Ihn schrecklich vermissen. Mich nicht im Joyclub ablenken. Es zulassen. Bis Ende August ist er jetzt weg. Mit Freundin.
Ich will Liebe. Will Liebe. Liebe.
Ich liebe! Halleluja
Sonntag, 17. Juni 2012
Frauen, warum traut ihr euch nicht? Ein Aufschrei, Mädels, ihr macht mich wütend
Ich lese gerade ein Buch einer schwedischen Autorin, in Englisch, das da heißt 'Bitter Bitch'. Es geht um eine junge, verheiratete Journalistin, die mit ihrer Rolle als Frau und Mutter hadert. Die genau sieht, was alles selbst im ach so emanzipiert-gleichberechtigten Schweden noch falsch läuft und die trotzdem in jede Fauenfalle tappt, die sie sich selbst stellt.
Ja, natürlich reden Männer in Diskussionen am meisten, während die Mädels eher still dabeisitzen und zuhören, ab und zu mal ein Wort einwerfend oder den Männern zustimmend. Macht den Männern das Spaß? Über Frauen drüberzureden? Oder tun sie's nur, weil sie es so und nicht anders gewohnt sind? Und wie soll es dann helfen, solange den Mund zu halten und sauer zu werden, dass die Jungs so dreist sind-nur um dann mit schriller Stimme plötzlich die Zicke zu geben? Warum sagt Frau dann nicht einfach genauso mal was? Sind wir immer noch die zu gut erzogenen Mäuschen, die gelernt haben, dass man andere Menschen nicht unterbricht beim Reden? Hey Puppe, wach auf, dann kommst du nie zu Wort. Sind sich die Männer untereinander böse, wenn sie unterbrochen werden? Nein, sie nehmen es sportlich. NICHT persönlich. Es ist eine Diskussion, da fällt man(n) sich ins Wort. Punkt.
Meine allerlängste Freundin ist eine hochintelligente promovierte Wissenschaftlerin. Neulich war sie echt sauer auf ihre Kollegen. Was war passiert? Der Klassiker: In einer Sitzung, bei der sie zwar die einzige Frau, aber teils höher gestellt als einige der Kollegen war, wurde SIE zur Sekretärinnenrolle verdonnert. Flipchart bekritzeln. Offenbar hat aber geholfen, dass ich ihr in all den Jahren immer wieder erklärt habe, dass sie in Managerpositionen mit ihrer guten Erziehung nicht weiterkommt. Sie hat sich erlaubt, von ihrer perfekten, erhöhten Position, stehend vor den ganzen Männern, die Moderatorenrolle zu ergreifen und hat den Kerlen dabei auch noch ihre Ideen perfekt präsentiert. Sie hat die Kiste an sich gerissen-und war mächtig stolz, aber auch ein bisschen erschrocken über ihren Mut.
HALLO???? Aber so schaut's aus da draussen. Männer sind in Frauenaugen immer noch im Besitz der Wahrheit und der Macht, dabei sind sich Männer klar bewußt, dass sie gegen die Frau, oder besser ohne sie, keine Chance hätten hier auf Erden. Männer, Herrscher, haben Weltreiche riskiert um eine Frau zu beeindrucken! Männer haben Angst vor ihrer Ehefrau, oder woher kommen die ganzen Witze über Nudelhölzer? Die einzigen, denen das nicht bewußt ist, sind die Mädels! Aber es ist auch unbequem, die Komfortzone des Gewohnten zu verlassen. Denn dann funktioniert die Rollenverteilung nicht mehr und Frau muss für sich und die Dinge, die sie will auch einstehen. Sie kann sich nicht auf das süße Mädel und die Kulleraugen verlassen sondern muss liefern, da sein, Frau stehen. Wenn ich eine Idee habe, spreche ich sie aus. Wenn mich was nervt, versuche ich was zu ändern. Ich warte nicht, bis man mir die Erlaubnis gibt, ich erhebe meine Stimme. Und wenn ich dann gradestehen muss, weil was nicht funktioniert hat, dann tue ich das. Ich verlasse mich nicht drauf, dass ich mit nett und lieb und hübsch sein durchkomme. Weil es das für mich nie gegeben hat. Nur in der Grundschule, als zartes, stilles, schüchternes blondes Engelchen, als Lieblingsschülerin aller Lehreinnen, da ging das. Der Preis dafür war Mobbing. Logisch. Und so habe ICH das Gegenteil gelernt von dem, was brave Mädchen lernen. Brav sein hat zur Folge, dass mich andere Kinder hassen, mich aber dann doch vollschleimen, um von meinen Privilegien zu profitieren. Und ich habe verinnerlicht, dass ich auf diese Art von Anerkennung keinen Wert lege, dass ich solche Kinder/Menschen verachte und lieber auf ein paar falsche Freunde verzichte, allein bin, aber ein gutes Gefühl und Ehre im Leib habe.
Ich finde es auch anstrengend, allein in einer Bar am Tresen zu hocken und zu spüren, dass das für die Männer, und Frauen, rundrum eine merkwürdige Situation ist. Aber ich hocke da allein, weil es mir zu anstrengend ist, mich mit jemand zu treffen und reden zu müssen, auf den ich gerade nicht wirklich Bock habe. Ich bin lieber allein unterwegs als mit den falschen Leuten. Und wenn ich dann mit den Jungs hinter der Bar rede, in ihre Diskussionen einsteige und völlig selbstverständlich auch mal sage, dass sie Bullshit reden, dann merke ich immer, wie ungewohnt das für sie ist. Ne Frau, die sich mit Technik auskennt, ne Meinung zu Autos hat und damit angibt, gut Einparken zu können (es gibt viele Männer, die mir bestätigt haben, dass ich super Autofahre und selbst mein Vater ist stolz auf seine Tochter, die zur Not auch mal die Zündkerzen findet). Und vor allem: Diese Frau schämt sich nicht, stolz auf das zu sein, was sie kann! Und jetzt, liebe Damen, jetzt überprüft euch doch mal selbst. Wie oft stellt ihr euer Licht untern Scheffel, weil ihr als Kind eingetrichtert bekommen habt, dass Mädchen still und bescheiden zu sein haben? Dass man sich nicht so wichtig zu nehmen hat? dass man NICHT laut sein darf? Dass SICH DAS NICHT GEHÖRT! Wie oft? Na, klingelts? Haben das eure kleinen Brüder auch gesagt bekommen? Oder durften die laut sein, Dreck machen, Pokale stolz präsentieren? Wurden deren Erfolge relativiert? Nein?
Was für Horrorszenarien werden uns auch mal gerne von Hollywood präsentiert, um uns im Zaum zu halten. Wehe, wenn sie losgelassen? Thelma und Louise? Müssen am Schluß natürlich abtreten, wo kämen wir denn da hin, wenn Frauen anfangen sich zu wehren? Seht her was passiert, wenn ihr euch alleine, ohne eure Männer, auf die Straße traut! Vergewaltigt werdet ihr! Da zeigt euch dann so ein ganzer Kerl schon, wo der Hammer hängt. Wärt ihr mal schööööööön brav zuhause geblieben, hättet bei einer Flasche Rotwein mit der besten Freundin bisschen rumgeheult und wärt dann reumütig zurück zu Daddy... Merkt ihr was? Immer wenn Frauen aus der Reihe tanzen, passiert was Böses. Wenn sie brav bleiben, kriegen sie den Prinzen. Würg.
Und ich glaube, ich schreibe da vielen Männern aus dem Herzen, wenn ich sage, vergesst doch bitte mal eure scheißgute Erziehung! Macht einfach, wonach euch ist, fragt nicht immer direkt oder unterschwellig nach Erlaubnis, seid authentisch, steht zu euch und kümmert euch nicht so viel drum, ob es eurem Mann, irgendeinem Mann gefällt! Ja, es ist anstrengend, immer mal wieder zu spüren, dass die damit nicht umgehen können. Konsequenz macht auch ein bisschen einsam. Ich bin nicht umsonst Single. Meine Unfähigkeit, in den klassischen Mustern zu funktionieren, verdanke ich meinem Dad, der ohen Vater aufwuchs und immer einen Jungen wollte und meiner Ma, die eine sehr kranke Mutter hatte und mehr von ihrem Vater erzogen wurde. Zwei Elternteile, die ausserhalb gängiger Rollenmuster groß wurden und mir deswegen ein anderes Bild vermittelt haben. Ich könnte diese Mädchennummer nicht, selbst wenn ich wollte, ich hab's versucht...ehrlich. Geht nicht. Ich mach den Mund immer einmal zu viel auf. Chefs, KolleInnen, Männer, stoßen bei mir an ihre Grenzen.
Anders sein ist anstrengend. Aber es lohnt sich. Meine Freiheit und Authentizität sind mir wichtiger als eine klassische Beziehung, in der ich für meinen Geschmack immer zuviel Kompromisse machen müßte. Auch wenn ich hin und wieder rumheule, dass ich gern jemand hätte, zeigt die Erfahrung, dass Mann mich nur in kleinen Dosen erträgt. Ich fordere meine Umwelt. Aber das ist auch gut so. Und wenn mehr Frauen auf die Regeln scheißen würden, würden die Männer auch merken, wie entspannend es sein kann, nicht immer den starken Hengst geben zu müssen und auch mal anders sein zu dürfen.
Im Fall von meinem Ex darf er bei mir seine Hypersexualität schamlos ausleben, denn im Zweifel bin ich mindestens so wild wie er. Er muss nicht schmavoll im Geheimen Bildchen gucken im Internet. Er bekommt sie von mir geliefert und ich will welche von ihm! Er darf mir jede Phantasie erzählen und ich kann sie noch toppen. Damit qualifiziere ich mich vielleicht nicht zur festen Freundin, aber ich beherrsche seine Träume. Und ich habe wunderbar heissen Sex, ohne dass meine heißgeliebte Freiheit flöten geht. Denn das wittern die Männer wohl als erstes bei mir: An die Kette legen-no fucking way!
Ja, natürlich reden Männer in Diskussionen am meisten, während die Mädels eher still dabeisitzen und zuhören, ab und zu mal ein Wort einwerfend oder den Männern zustimmend. Macht den Männern das Spaß? Über Frauen drüberzureden? Oder tun sie's nur, weil sie es so und nicht anders gewohnt sind? Und wie soll es dann helfen, solange den Mund zu halten und sauer zu werden, dass die Jungs so dreist sind-nur um dann mit schriller Stimme plötzlich die Zicke zu geben? Warum sagt Frau dann nicht einfach genauso mal was? Sind wir immer noch die zu gut erzogenen Mäuschen, die gelernt haben, dass man andere Menschen nicht unterbricht beim Reden? Hey Puppe, wach auf, dann kommst du nie zu Wort. Sind sich die Männer untereinander böse, wenn sie unterbrochen werden? Nein, sie nehmen es sportlich. NICHT persönlich. Es ist eine Diskussion, da fällt man(n) sich ins Wort. Punkt.
Meine allerlängste Freundin ist eine hochintelligente promovierte Wissenschaftlerin. Neulich war sie echt sauer auf ihre Kollegen. Was war passiert? Der Klassiker: In einer Sitzung, bei der sie zwar die einzige Frau, aber teils höher gestellt als einige der Kollegen war, wurde SIE zur Sekretärinnenrolle verdonnert. Flipchart bekritzeln. Offenbar hat aber geholfen, dass ich ihr in all den Jahren immer wieder erklärt habe, dass sie in Managerpositionen mit ihrer guten Erziehung nicht weiterkommt. Sie hat sich erlaubt, von ihrer perfekten, erhöhten Position, stehend vor den ganzen Männern, die Moderatorenrolle zu ergreifen und hat den Kerlen dabei auch noch ihre Ideen perfekt präsentiert. Sie hat die Kiste an sich gerissen-und war mächtig stolz, aber auch ein bisschen erschrocken über ihren Mut.
HALLO???? Aber so schaut's aus da draussen. Männer sind in Frauenaugen immer noch im Besitz der Wahrheit und der Macht, dabei sind sich Männer klar bewußt, dass sie gegen die Frau, oder besser ohne sie, keine Chance hätten hier auf Erden. Männer, Herrscher, haben Weltreiche riskiert um eine Frau zu beeindrucken! Männer haben Angst vor ihrer Ehefrau, oder woher kommen die ganzen Witze über Nudelhölzer? Die einzigen, denen das nicht bewußt ist, sind die Mädels! Aber es ist auch unbequem, die Komfortzone des Gewohnten zu verlassen. Denn dann funktioniert die Rollenverteilung nicht mehr und Frau muss für sich und die Dinge, die sie will auch einstehen. Sie kann sich nicht auf das süße Mädel und die Kulleraugen verlassen sondern muss liefern, da sein, Frau stehen. Wenn ich eine Idee habe, spreche ich sie aus. Wenn mich was nervt, versuche ich was zu ändern. Ich warte nicht, bis man mir die Erlaubnis gibt, ich erhebe meine Stimme. Und wenn ich dann gradestehen muss, weil was nicht funktioniert hat, dann tue ich das. Ich verlasse mich nicht drauf, dass ich mit nett und lieb und hübsch sein durchkomme. Weil es das für mich nie gegeben hat. Nur in der Grundschule, als zartes, stilles, schüchternes blondes Engelchen, als Lieblingsschülerin aller Lehreinnen, da ging das. Der Preis dafür war Mobbing. Logisch. Und so habe ICH das Gegenteil gelernt von dem, was brave Mädchen lernen. Brav sein hat zur Folge, dass mich andere Kinder hassen, mich aber dann doch vollschleimen, um von meinen Privilegien zu profitieren. Und ich habe verinnerlicht, dass ich auf diese Art von Anerkennung keinen Wert lege, dass ich solche Kinder/Menschen verachte und lieber auf ein paar falsche Freunde verzichte, allein bin, aber ein gutes Gefühl und Ehre im Leib habe.
Ich finde es auch anstrengend, allein in einer Bar am Tresen zu hocken und zu spüren, dass das für die Männer, und Frauen, rundrum eine merkwürdige Situation ist. Aber ich hocke da allein, weil es mir zu anstrengend ist, mich mit jemand zu treffen und reden zu müssen, auf den ich gerade nicht wirklich Bock habe. Ich bin lieber allein unterwegs als mit den falschen Leuten. Und wenn ich dann mit den Jungs hinter der Bar rede, in ihre Diskussionen einsteige und völlig selbstverständlich auch mal sage, dass sie Bullshit reden, dann merke ich immer, wie ungewohnt das für sie ist. Ne Frau, die sich mit Technik auskennt, ne Meinung zu Autos hat und damit angibt, gut Einparken zu können (es gibt viele Männer, die mir bestätigt haben, dass ich super Autofahre und selbst mein Vater ist stolz auf seine Tochter, die zur Not auch mal die Zündkerzen findet). Und vor allem: Diese Frau schämt sich nicht, stolz auf das zu sein, was sie kann! Und jetzt, liebe Damen, jetzt überprüft euch doch mal selbst. Wie oft stellt ihr euer Licht untern Scheffel, weil ihr als Kind eingetrichtert bekommen habt, dass Mädchen still und bescheiden zu sein haben? Dass man sich nicht so wichtig zu nehmen hat? dass man NICHT laut sein darf? Dass SICH DAS NICHT GEHÖRT! Wie oft? Na, klingelts? Haben das eure kleinen Brüder auch gesagt bekommen? Oder durften die laut sein, Dreck machen, Pokale stolz präsentieren? Wurden deren Erfolge relativiert? Nein?
Was für Horrorszenarien werden uns auch mal gerne von Hollywood präsentiert, um uns im Zaum zu halten. Wehe, wenn sie losgelassen? Thelma und Louise? Müssen am Schluß natürlich abtreten, wo kämen wir denn da hin, wenn Frauen anfangen sich zu wehren? Seht her was passiert, wenn ihr euch alleine, ohne eure Männer, auf die Straße traut! Vergewaltigt werdet ihr! Da zeigt euch dann so ein ganzer Kerl schon, wo der Hammer hängt. Wärt ihr mal schööööööön brav zuhause geblieben, hättet bei einer Flasche Rotwein mit der besten Freundin bisschen rumgeheult und wärt dann reumütig zurück zu Daddy... Merkt ihr was? Immer wenn Frauen aus der Reihe tanzen, passiert was Böses. Wenn sie brav bleiben, kriegen sie den Prinzen. Würg.
Und ich glaube, ich schreibe da vielen Männern aus dem Herzen, wenn ich sage, vergesst doch bitte mal eure scheißgute Erziehung! Macht einfach, wonach euch ist, fragt nicht immer direkt oder unterschwellig nach Erlaubnis, seid authentisch, steht zu euch und kümmert euch nicht so viel drum, ob es eurem Mann, irgendeinem Mann gefällt! Ja, es ist anstrengend, immer mal wieder zu spüren, dass die damit nicht umgehen können. Konsequenz macht auch ein bisschen einsam. Ich bin nicht umsonst Single. Meine Unfähigkeit, in den klassischen Mustern zu funktionieren, verdanke ich meinem Dad, der ohen Vater aufwuchs und immer einen Jungen wollte und meiner Ma, die eine sehr kranke Mutter hatte und mehr von ihrem Vater erzogen wurde. Zwei Elternteile, die ausserhalb gängiger Rollenmuster groß wurden und mir deswegen ein anderes Bild vermittelt haben. Ich könnte diese Mädchennummer nicht, selbst wenn ich wollte, ich hab's versucht...ehrlich. Geht nicht. Ich mach den Mund immer einmal zu viel auf. Chefs, KolleInnen, Männer, stoßen bei mir an ihre Grenzen.
Anders sein ist anstrengend. Aber es lohnt sich. Meine Freiheit und Authentizität sind mir wichtiger als eine klassische Beziehung, in der ich für meinen Geschmack immer zuviel Kompromisse machen müßte. Auch wenn ich hin und wieder rumheule, dass ich gern jemand hätte, zeigt die Erfahrung, dass Mann mich nur in kleinen Dosen erträgt. Ich fordere meine Umwelt. Aber das ist auch gut so. Und wenn mehr Frauen auf die Regeln scheißen würden, würden die Männer auch merken, wie entspannend es sein kann, nicht immer den starken Hengst geben zu müssen und auch mal anders sein zu dürfen.
Im Fall von meinem Ex darf er bei mir seine Hypersexualität schamlos ausleben, denn im Zweifel bin ich mindestens so wild wie er. Er muss nicht schmavoll im Geheimen Bildchen gucken im Internet. Er bekommt sie von mir geliefert und ich will welche von ihm! Er darf mir jede Phantasie erzählen und ich kann sie noch toppen. Damit qualifiziere ich mich vielleicht nicht zur festen Freundin, aber ich beherrsche seine Träume. Und ich habe wunderbar heissen Sex, ohne dass meine heißgeliebte Freiheit flöten geht. Denn das wittern die Männer wohl als erstes bei mir: An die Kette legen-no fucking way!
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Mittwoch, 23. Mai 2012
Schwach sein?
Gestern Morgen kam mir nicht zum ersten Mal der Verdacht, dass es doch nicht ganz so leicht ist, mich zu lieben. Nicht weil ich ne große Klappe habe oder nicht nett genug wäre. Aber wenn alle Männer gehen, obwohl sie Gefühle haben für mich. Und wenn etliche davon auch immer wieder zurückkommen, dann kann ich kein so schlimmes Biest sein. Und wenn die eine Sache immer großartig funktioniert, die einzige, bei der ich mich fallen lassen kann, dann liegt's vielleicht an der Unfähigkeit, schwach zu sein ausserhalb des Bettes? Denn da hab mit Schwäche kein Problem. Aber so, im normalen Leben?
Oder anders: Jedes Mal, wenn ich mich auf eine Beziehung eingelassen habe, habe ich mich nicht nur einfach fallenlassen. Ich bin abgestürzt. Es wurde gleich eine komplette Depression, die dann den Mann überfordert hat. Ich kann nicht ein bisschen fallen, ich rutsch sofort ganz tief. Und ich habe die letzten Jahre hart daran gearbeitet, nicht auf meinem Sofa zu verkümmern. Ich kämpfe jeden Tag gegen das Bedürfnis, mich in meiner Wohnung einzumauern und vor Menschen und Anforderungen davonzulaufen. Ich kann es mir schlicht nicht leisten, schwach zu sein.
Der nächste Verdacht: Meine Männer sind sensibler als ich. Abgesehen von der Neigung zur Depression bin ich schon ein harter Knochen. In einer 'Gebrauchsanleitung' für meine Kombi aus westlichem-und chinesischem Sternzeichen steht als Tipp, wenn Mann was von mir wollen würde, müsste er aussen sanft und innen zäh wie Leder sein. Damit er kriegt, was er will. Viel Geduld wäre nötig und damit ich mal rausrücke mit meinem Inneren wird ein schönes Essen und Alkohol empfohlen. Ja, das könnte sogar funktionieren. Doch so wirklich zart und weich hat mich bis jetzt selten einer gekriegt. Ausser im Liegen.
Tja. Und nun? Ich war schon als Kind Einzelgängerin und nur phasenweise anschmiegsam. Kann ich es noch lernen, jemanden wirklich an mich ranzulassen? Aufzumachen und trotzdem nicht gleich ins Bodenlose zu fallen? Wie sag ich's dem jeweiligen Mann, dass ich tatsächlich noch nicht mal vor mir selber Schwäche zulassen kann aus Selbstschutz-oder weil ich mir so lang Härte abverlangt habe, dass da wenig Schwäche übrig ist? Ich würde so gern einen meiner Ex' fragen, wie es ist, gegen die Lizz-Wand zu rennen und sich dabei wehzutun.
Oder anders: Jedes Mal, wenn ich mich auf eine Beziehung eingelassen habe, habe ich mich nicht nur einfach fallenlassen. Ich bin abgestürzt. Es wurde gleich eine komplette Depression, die dann den Mann überfordert hat. Ich kann nicht ein bisschen fallen, ich rutsch sofort ganz tief. Und ich habe die letzten Jahre hart daran gearbeitet, nicht auf meinem Sofa zu verkümmern. Ich kämpfe jeden Tag gegen das Bedürfnis, mich in meiner Wohnung einzumauern und vor Menschen und Anforderungen davonzulaufen. Ich kann es mir schlicht nicht leisten, schwach zu sein.
Der nächste Verdacht: Meine Männer sind sensibler als ich. Abgesehen von der Neigung zur Depression bin ich schon ein harter Knochen. In einer 'Gebrauchsanleitung' für meine Kombi aus westlichem-und chinesischem Sternzeichen steht als Tipp, wenn Mann was von mir wollen würde, müsste er aussen sanft und innen zäh wie Leder sein. Damit er kriegt, was er will. Viel Geduld wäre nötig und damit ich mal rausrücke mit meinem Inneren wird ein schönes Essen und Alkohol empfohlen. Ja, das könnte sogar funktionieren. Doch so wirklich zart und weich hat mich bis jetzt selten einer gekriegt. Ausser im Liegen.
Tja. Und nun? Ich war schon als Kind Einzelgängerin und nur phasenweise anschmiegsam. Kann ich es noch lernen, jemanden wirklich an mich ranzulassen? Aufzumachen und trotzdem nicht gleich ins Bodenlose zu fallen? Wie sag ich's dem jeweiligen Mann, dass ich tatsächlich noch nicht mal vor mir selber Schwäche zulassen kann aus Selbstschutz-oder weil ich mir so lang Härte abverlangt habe, dass da wenig Schwäche übrig ist? Ich würde so gern einen meiner Ex' fragen, wie es ist, gegen die Lizz-Wand zu rennen und sich dabei wehzutun.
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