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Montag, 13. August 2012

Ich verlieb mich halt nicht so schnell!

Dabei dachte ich immer, dass ich mich total schnell verliebe. Aber dem ist nicht so. Und das war es auch noch nie. Ja, ich verguck mich, finde jemand spannend, interessant und lerne gern neue Leute kennen. Aber wenn die dann wieder weg sind, dann ist das halt so. Ich bin viel zu sehr Einzelgängerin und manchmal halt auch in meiner Restdepressionsblase gefangen, um mich groß um Freundschaften kümmern zu können. JA, es dauert, bis sich ein Mensch bei mir festsetzt. Obwohl ich im letzten Jahr gelernt habe, wie wichtig Freunde sein können und wie gut es tut, den Rücken gestärkt zu bekommen, hab ich doch schon sehr früh gelernt autark zu sein und aus mir selbst existieren zu können. Die ständige Mobberei vom Kindergarten weg hat mein Vertrauen in die Menschheit nachhaltig beschädigt. Ich traue niemandem, manchmal nicht mal mir selbst. die Motive und Bedürfnisse Anderer sind mir suspekt und lästig, sollen sie mich doch alle in Ruhe lassen, wenn ich mal jemand gebraucht hätte, war niemand da. Aber ich hab immer die Klagemauer gegeben. Es ist nicht einfach, die richtigen Leute zu finden. Zum Glück sind da ein paar, die sich von mir nicht abschrecken lassen. Aber ein Mann, der sich in mich verliebt, hat's nicht leicht.

Bei Mr.Bickle hat's jetzt aktuell 4 Monate gebraucht, bis er wirklich in meinem Herzen angekommen ist. Und wenn ich so zurückdenke, hat er in Momenten, in denen er sich mir geöffnet hat, selten das bekommen, was man sich als Verliebter so vorstellt. Um auf Nummer Sicher zu gehen, hab ich gerne die Coole gespielt, halt, nein, spielen mußte ich das ja nicht, ich bin ja recht kühl. Wenn ich mir sicher bin, dass jemand auf mich steht, werde ich sehr manisch unbesiegbar und lasse gern raushängen, wie toll ich mich fühle. Meine Methode, Abstand zu halten. Ich muss vorsichtig umgehen mit meinem armen kleinen Herz! Ich hab so gut wie nie das oder den bekommen, den ich wollte. Soviel Enttäuschungen. Dass ich auch Viele enttäuscht habe, möglich. Aber kann sich mal bitte jemand die Mühe machen, hinter die Fassade zu schauen? Nein, die finden mich immer so toll und sexy und aufregend, dass ich das einfachste mache, was ich da tun kann: Ich spiel mit. Zieh die Nummer durch, was soll's, ich habe jahrelang versucht, mich unattraktiver zu machen, damit wenigstens EINER mal genauer hinschaut. Kurze Haare, keine Haare, Braids, Jungsklamotten. Und was kam dabei raus? Dass es genug Männer gibt, die auf Tomboys abfahren...

Auch mein Date neulich wieder. Der hat sich gar nicht mehr eingekriegt über meine langen Haare und wie schön ich damit wäre und er würd ja so gerne mich küssen und streicheln und so weiter und so weiter. Über was ich mich beschwere? Es LANGWEILT MICH! Gut, ich bin doof. Dabei ist das alles ja nur Rumgelaber, darf frau nicht so ernst nehmen, muss man nicht üebrbewerten und sie einfach reden lassen. Nett blinzeln, danke sagen und sich freuen. Aber nein. Kann ich nicht. Es nervt mich. Da muss ich echt gelassener werden. Und da sind wir wieder bei Mr.Bickle. Der hat von Anfang an nachgehakt, die richtigen Fragen gestellt und ganz am Anfang hätte ich auch noch die Chance gehabt, ihm mein Herz zu öffnen und mehr von mir zu geben. Und er wollte das auch. Aber als es komplizierter wurde, näher, da hab ich wieder auf Cool gemacht. Und schwupps, weg war er. Es soll ja Männer geben, die nicht auf distanzierte Frauen abfahren, bei denen eifersüchtig machen nicht funktioniert und die einfach nur lieben wollen. Ganz und gar.

Und ich hatte etliche solcher Männer. Ich hab ganz selten Arschlöcher kennengelernt. Und oft gehört, ich hätte so ein großes Herz. Ich schein also eine gewissen Wärme auszustrahlen und Nähe zu versprechen, aber Halt meine Herren, so einfach ist es nicht! Denn ich möchte erst sicher sein, dass ihr MICH meint! Nicht die süße Hülle, die kleine Blondine, die so niedlich ist mit ihrer großen Klappe. Ich muss sicher sein, dass ihr es auch wert seid, in mir Sehnsucht, Kummer und Freude auszulösen. Dass wir ethisch-moralisch auf einen Nenner kommen. Dass auch nicht der Hauch von Sexismus oder Rassismus in euren Gehirnen schlummert. Gestern habe ich einen sehr guten Post gelesen auf fb. 'Männer wollen intelligente, starke unabhängige Frauen. Aber brauchen solche Frauen auch einen Mann?' Da sind wir doch beim Punkt. Ich brauch keinen Mann. Also wenn ich jemand spannend finde, heißt das nicht automatisch, dass da was draus wird. So wie es aussieht, dauert es ein paar Monate, bis man mich weichgeklopft hat. In der Zeit ist es immer wie mit Mr.Bickle. ich freue mich, hadere ein wenig mit dem möglichen Verlust meiner Freiheit, hätte gerne den Mann, aber nicht um jeden Preis.

Mach ich's den Kerlen zu schwer? Nein. Grade schwer genug. Er muss es ja hinterher auch mit mir aushalten. Und wenn ich liebe, wenn ich mir zugestehe, dass jemand mein Herz erobert hat, dann kann ich das. Sehnsucht haben, glücklich sein, zugeben, dass ich einfach schlicht verliebt bin. Aber so ein harter Knochen wie ich...Und so werd ich mich jetzt ganz der Liebe hingeben. Ihn schrecklich vermissen. Mich nicht im Joyclub ablenken. Es zulassen. Bis Ende August ist er jetzt weg. Mit Freundin.

Ich will Liebe. Will Liebe. Liebe.
Ich liebe! Halleluja

Mittwoch, 20. Juni 2012

Lernen von den Kerlen

Ist es nicht sensationell, wie scheinbar ganz einfach und selbstverständlich Männer jeden Gedanken ans Privatleben zurückstellen können und sich in Arbeit oder Hobby stürzen, ohne auch nur einen Funken Energie auf uns zu verwenden??? Gemein gell? Wir hocken da und denken an sie, über sie nach, interpretieren ihr Verhalten (böser Fehler übrigens), hecheln mit der Freundin jeden Spruch, jeden nicht gemachten Anruf von ihm durch und werde im schlimmsten Fall stocksauer auf den miesen Macho-dabei denkt der sich einfach- nichts, gar nichts dabei.

Männer sind da ähnlich effizient wie im Umgang mit Anrufen/Nachrichten. Wenn er was will, dann schreibt er, ruft er an, macht, tut, bis er das hat, was er wollte. Danach-vielleicht noch ein kleines smschen, wie schön der Abend gewesen wäre. Oder einfach nix. Ziel erreicht, Focus verlagert. Nächstes Ziel schon vor Augen, zieht er weiter, geht seiner Wege. Das meinen Männer, wenn sie sagen, sie wären nicht Multitasking. Eins nach dem anderen. Liebe, Beziehung, das ist EIN Teil vom Leben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Sie leiden auch, wenn das nicht stimmt, aber viel mehr wundern sie sich, wenn frau wegen solcher Kleinigkeiten wie nicht anrufen so derart ausflippt. Ja, lieber Mann, wenn Frau dich nicht anruft, dann heißt das was. Dann ist sie sauer. Und erwartet eine Aktion von dir, mit der du ihr beweist, dass du an sie denkst. Tust du ja auch. Nur eben nicht dauernd. Du hast andere Sachen zu tun. Nicht unbedingt Bessere. Aber ein Mann muss tun was ein Mann tun muss.

Es würde uns gut tun, mal locker zu lassen. Es ist KEINE Katastrophe, wenn er sich nicht meldet. Solange er dann, wenn er bei uns ist glaubhaft versichert, an uns gedacht zu haben. Natürlich gibt es auch die Exemplare, die etwas kommunikativer sind. Die sich melden, um unsere Stimme zu hören, zu hören wie der Tag so war. Und ja, es ist auch ein Mittel von manchen Männern, um die Erwartungen nicht so hoch kochen zu lassen. Bei Affären zum Beispiel...

Und wenn frau weiß, dass er zu tun hat, weil er deutlich gesagt hat, er hätte keine Zeit, dann ist das doof, wenn sie grade vielleicht auch zuviel Zeit hat, aber dann war das in seinen Augen schon eine klare Ansage, dass er sich nicht melden wird.

Also ziehen wir doch auch unsere Energie von diesen ewigen Gedankenspiralen ab, konzentrieren wir uns auf den Job, unsere Freunde, Hobbies und das, was uns sonst so Spaß macht und lassen ihn. Denn ich weiß von etlichen männlichen Freunden, dass dieses Thema ein echt lästiges ist und ja, sie verstehens sogar ein bisschen, aber trotzdem ticken sie da ganz anders. Das sieht man ganz deutlich in der Anfangsphase, nach dem Kennenlernen. Da kommen sms, da wird telefoniert, da wollen sie. Und wie! Aber irgendwann haben sie uns im Sack, dann ist es auch gut. Sie haben hinreichend bewiesen, dass sie auf uns stehen, also leben sie jetzt ihr Leben weiter. Von dem wir dann im Idealfall ein großer Teil sind und wenn wir Glück haben, findet er dann Reden irgendwann gar nicht mehr so ineffizient

Donnerstag, 24. Mai 2012

Ich wollte doch nicht mehr...

...über ihn soviel und überhaupt denken! Aber gestern hat mir ein Bekannter sein Herz ausgeschüttet wegen seiner Ex und darüber, dass er zu dem Schluß gekommen ist, dass er sich nie auf sie würde verlassen können. Weil sie ihn aus Angst nicht haben will. DA denke ich dann sofort wieder, dass ich ja schon eher sehr irrational und instabil reagiert habe. Und dass jemand, der eine echte Partnerin sucht, mich nicht als erste Wahl sehen würde. Ein ganz früherer Freund, der das mit mir auch immer als Affäre gehandhabt hat, hat mir am Ende gesagt, dass ihm was gefehlt habe. Ich hätte nie gesagt, er würde mir fehlen. HÄH? Ich habe nur zu hören bekommen, bitte keine Gefühle. Gut. Ich war sein vergnügtes und sehr williges Spielzeug. Und dann kommt der mir mit sowas? Aber hat er denn nicht verstanden, dass ich ihn vermisse? Warum hätte ich sonst anrufen sollen oder mich auf seine Spielchen einlassen? Aber er hatte Recht. Einfach nur so zu sagen, du fehlst mir, das hab ich nie. Ich vermisse dich, ja. Aber auch immer gleich ein bisschen negativ. Hab ich einmal einem Mann gesagt, es ist so schön, dass du da bist? Ich freue mich, dich zu sehen? Geht bei mir immer gleich in die schmerzhafte Richtung, drängend. Nicht einfach so.

Ich übertreibe gern. In die eine oder andere Richtung. Kann es das sein? Es waren so viele unterschiedliche Männer, und eigentlich alle auf der Suche nach einer Beziehung. Hatten auch nach mir sofort was ganz Festes. Also kann es daran nicht liegen. Irgendwas läßt sie sich am Anfang begeistert auf mich stürzen und dann prallen sie gleichsam zurück und landen ernüchtert aufm Arsch. Schauen sich die Frau genauer an----- und sehen was, was ich nicht sehe. Was verdammt????

Letzte Nacht hab ich im Bett mal wieder einen fiktiven Dialog geführt. Manchmal hilft es ja, sich selbst zuzuhören. Und nachzuspüren, was ein Gegenüber als Antwort geben könnte, was ich mir selbst antworten würde. Und dabei fiel mir auf, dass ich zwar Fragen stelle, die aber gern selbst und für den anderen beantworte. ich stelle eigentlich nur Fragen, auf die ich die Antwort schon zu kennen glaube. Dabei kann ich nicht wirklich dazulernen. So entsteht auch kein echter Dialog. Nur mit Tom, da fließt es besser. Da kann ich auch annehmen, was er sagt. Da bin ich nicht hinter der Mauer, feuerbereit und aufm Sprung sofort was besonders Cooles, Kluges zu sagen. Heißt, ich bin nach ihm so geworden. Mit Schutzschild und allem zipp und zapp. Na toll. Herz verloren, Herz verschenkt.