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Donnerstag, 18. Juli 2013

Will ICH oder will ich nicht?

Eigentlich ist es doch einfach. Lerne ich einen Mann kennen, sollte ich doch schlicht in der Lage sein zu sehen, ob der mir gefällt, zu mir passen könnte oder ob da größere Hindernisse und Differenzen im Weg stehen. Und dann entscheiden, ob ich mich darauf einlasse, ihn näher kennenzulernen oder ob ich lieber meine Zeit mit etwas Sinnvollerem verbringe. Leider kommt mir dabei immer was dazwischen. Denn natürlich will ich gerne, dass ich dem Kerl gefalle. Und während ich noch versuche, herauszufinden ob er mich toll findet, sitze ich schon in der Denkfalle. Ich denke dann, wenn ich nur ein bisschen toller, toleranter, cooler oder erwachsener wäre, dann würde ich den Mann schon richtig gut finden können. Immerhin redet er mit mir.

Keine Ahnung, ob es an mir, der Stadt oder den Männern liegt, aber ich werde nicht angesprochen. Zumindest nicht in Bars und Kneipen. Auch nicht auf der Straße oder beim Einkaufen. Maximal in Clubs und Absturzkneipen, wenn die Jungs so blau sind, dass sie sich alles trauen. Deswegen bin ich schon mal grundsätzlich dankbar, wenn es dann doch mal eine Gelegenheit gibt, bei der mir so ein Mann nicht entkommen kann und man miteinander reden muss. Zum Beispiel wenn man sich mit Freunden trifft, die neue Leute mitbringen. Und ich habe kein generelles Kommunikationsproblem. Ich rede täglich mit sehr vielen Menschen und auch wenn in mir drin noch ein schüchternes kleines Mädchen steckt, haben mich der Job am Set und im Verkauf trainiert, immer und zu jeder Zeit kommunizieren zu können.

Aber wenn dann einer nach meiner Telefonnummer fragt, hoppla, tun sie eh nicht, ich geb sie ihnen, dann werde ich irrational. Schalte meine Sicht der Dinge ab und fange an, die Sache aus seiner Sicht sehen zu wollen. Finde Erklärungen, Entschuldigungen, fange an, an mir rumzubasteln und verliere mein Bauchgefühl. Und die Fähigkeit, klar auszudrücken, wenn mir etwas nicht gefällt. Damit meine ich nicht, dass ich mich nicht über vergessene Anrufe nicht beschweren würde. Aber ich wage es nicht mehr, Sachen zu bemerken, die mich an ihm stören. Eine unaufgeräumte Wohnung etwa, die auf ein sehr unaufgeräumtes Leben hinweist. Übermäßigen Alkoholkonsum. Denn er trinkt ja nicht jeden Tag, er hat ja kein Problem damit. Also wieso sollte ich damit eines haben? All das habe ich Mr.Bickle immer per Mail HINTERHER um die Ohren gehauen, anstatt den Konflikt zu riskieren und ihn dann zu konfrontieren, wenn es Sinn gemacht hätte. Nachtreten ist albern. Auch jetzt könnte ich ihm wieder ganz viel sagen, was ich nicht fähig war, ihm während unserer gemeinsamen Monate zu sagen. Aber wozu? Ich war ihm gegenüber unehrlich. Das muss ich einfach so stehenlassen.

Und nicht nur bei ihm. Mein Wiener war zwar der perfekte Gentleman, aber emotional kam ich zu kurz. Abgesehen davon, dass ich es gar nicht hätte benennen können, auch ihn fand ich so viel toller als mich selbst- da kann ich doch nicht mit so was ankommen. Oder etwa doch? Wann ich angefangen habe zu glauben, dass ich außer Sex nicht viel zu bieten hätte, kann ich nicht sagen. Aber spätestens seit ich mich einmal verknallt hatte und erlaubt habe, dass das Ganze doch nur eine Affäre wurde, und ich das Spielzeug eines Mannes, war das Muster drin. Der Sex war toll, der Mann besonders. Und ich fand es aufregend, war ich doch vorher immer der Meinung gewesen, dass Sex und Liebe untrennbar zusammengehören. Schäfchen das ich war. Spät angefangen und keinen Plan von Männern. Dazu ewig gemobbt und immer irgendwie anders. Das nicht als Vorteil gesehen, sondern mich geschämt, wenn andere mich als anstrengend empfunden haben. Und das war und ist teilweise bis heute so. Bisschen Klugscheißerin, bisschen zu intelligent vielleicht, zu schnell, zu direkt, zu ungeduldig. Kann mich schlecht entspannen, das Hirn nur beim Sex ausschalten, mag sein, dass manche Leute ein Problem damit haben.

Also interpretiere ich das so, dass ich nicht so einfach bin, dass es nicht selbstverständlich ist, gemocht zu werden und dass die anderen alle was besser machen als ich, ergo besser sind, ergo muss ich DIE mögen lernen, weil ich ja falsch bin. Und der Sex. Das kann ich. Das kann ich offensichtlich sogar besser (…) als die meisten anderen Frauen. Sagen zumindest die Kerle und kommen auch nach Jahren immer wieder an, um nochmal... Dabei bin ich noch nicht mal die, die man sofort in den Hintern und so. Ich gebe aber offensichtlich den Männern das Gefühl, gute Liebhaber zu sein, weil ich ziemlich leicht erregbar bin und auch beim größten Stümper komme. Dafür kann der allerdings nix, muss er aber nicht unbedingt wissen. Und ich hatte meist großartige Liebhaber! Soviel Gerechtigkeit muss sein! Ich genieße einfach generell, angefasst zu werden und gebe mich schamlos hin. Und ich blase ganz gut. Sagen die Jungs. Das reicht, um sie im Bett an mich zu binden. Und darauf habe ich mich immer verlassen. Der Rest blieb hinten. Also, eine richtige Auseinandersetzung mit dem Thema Beziehung, was brauche ich außer meinen regelmäßigen Ficks und wie kommuniziere ich es, wenn ich mehr will? Denn da war immer die Angst, dass ich zu viel fordere und der Mann dann weg ist. Dass der Wiener genau daran verzweifelt ist, dass da nichts von mir kam, und sich dann eine Partnerin gesucht hat, die ihm auch mal die Meinung sagt, war klar. Denn in der Situation damals war ich Mr.Bickle. Depressiv, im Chaos meines Lebens gefangen und nicht fähig, mehr zu geben als den Sex. Dass das zu wenig ist auf Dauer, weiß ich jetzt.

Ein richtiger Mann schätzt es, wenn er eine Frau an seiner Seite hat, die ihr Ding durchzieht und auch ihm gegenüber ehrlich und konkret ist. Dabei dachte ich schon, dass mein ureigenes Autonomiebedürfnis mich davor retten würde, mich für einen Mann total aufzugeben. Hat aber nur dazu geführt, dass ich weggelaufen bin und nachgetreten habe. In den Monaten mit IHM jetzt allerdings, habe ich schon versucht, Konflikte auszutragen. War zäh, aber allein die Tatsache, dass er dann doch zumindest telefonisch auf meine Beschwerden eingegangen ist, auch wenn er nur seinen Standpunkt wieder und wieder runtergebetet hat, zeigt mir, dass ich schon auf einem ganz guten Weg war. Er hat sich schon bemüßigt gefühlt, sich zu verteidigen. Hab wohl den Punkt getroffen. Das waren allerdings auch nur die Punkte, wo es um sein Verhalten mir gegenüber ging. Sein Leben, sein Chaos, das alles habe ich ja versucht zu akzeptieren. Versucht, ihn mit all seinen Fehlern zu lieben. Habe gesehen, dass er wahnsinnig empfindlich ist und dann sofort in die Verteidigung geht, mich angreift, den Spieß umdreht. Und anstatt zu sagen, dass das eine Eigenschaft ist, die mich tierisch nervt und mit der ich nicht umgehen müssen möchte, habe ich wieder versucht, sein Problem zu lösen, in dem ich es zu meinem mache. Dabei hieße die Konsequenz, ihn zu konfrontieren und letztendlich auch zu dem Schluss zu kommen, dass es eine Grenze gibt, dass man den anderen zwar akzeptieren muss, bis zu einem gewissen Punkt. Dass aber zu viele dieser Punkte einfach auch bedeuten, dass es halt nicht geht. Nicht für mich. Mag sein, dass eine andere damit klar kommt. Ich nicht, das ist zu sehr mein Vater, als dass ich das haben möchte.

Auch wenn ich jemand noch so sehr liebe, auch wenn der Sex fast unersetzlich geil war und es mir brutal fehlt, mit ihm einfach mein Hirn auszuklinken und mal ein paar Stunden nicht zu denken, auch wenn das bis jetzt keiner geschafft hat, mich so runterzubringen und zu entspannen, er kann mir außerhalb des Bettes nicht das geben, was ich brauche. Und da sind wir wieder beim Anfang. ICH muss den Kerl toll finden. Und offensichtlich habe ich ja doch etwas mehr zu bieten als den Sex. Könnte sogar sein, dass ich inzwischen echt beziehungsfähig bin, auch wenn ich noch an meiner Konfliktfähigkeit arbeiten muss. Dabei helfen mir Diskussionen in sozialen Netzwerken enorm. Ich vertrete meine Meinung, auch wenn ich jedes Mal fast eine Panikattacke bekomme, wenn jemand mich angreift oder so deutlich widerspricht, dass ich schon fast wieder meine Ansicht umzuwerfen bereit bin - ich halte es aus und ernte Anerkennung dafür. Eine ganz neue Erfahrung. Zuhause die Meinung sagen heißt meistens, dass ich zwar Recht habe, dass das aber nicht positiv als Zeichen meiner Intelligenz gewertet, sondern als Angriff auf das Familienoberhaupt gesehen wird. Und Papa dann beleidigt ist und schlechte Stimmung herrscht.

Hausaufgabe heißt also, bevor ich mich klein mache, weil ER so toll ist, schaue ich erst, ob der Mann tatsächlich meine Aufmerksamkeit verdient. Und für den Sex bin ich wieder in den Joyclub. Mal sehen, ob da ein aufregendes Exemplar Mann versteckt ist.......

Samstag, 1. Juni 2013

Lizzie kommt aus dem Sortieren nicht mehr raus

Momentan verlangt mir mein Gefühlsleben ganz schön was ab. Ich könnte jetzt mit sehr verqueren Gedankenschüben durch den Liebesdschungel mäandern, aber ich will ja gerade einen Weg finden, der auch gangbar ist. Und versuchen, Männerverhalten zu entschlüsseln.

Also, wie vorauszusehen, ist Mr.Bickle immer noch da. Damit habe ich gerechnet. Allerdings hat sich was geändert. Offensichtlich hat er dann doch verstanden, dass er mir wirklich weh getan hat und das nicht so einfach mit einem 'Vermiss dich' wieder hinzubiegen ist. Scheint, ich habe endlich gelernt, meine wahren Gefühle präzise genug zu vermitteln. Ich habe keine Ahnung, ob er wirklich einen Weg zurück sucht oder einfach sein schlechtes Gewissen beruhigen will, in dem er immer mal wieder kurz nachsieht, ob es mir gut geht. Dagegen spricht die Aktion, bei mir auf der Arbeit aufzutauchen. Etwas, was mir vor 4 Wochen noch die Welt bedeutet hätte und mir jetzt nur einen leichten Schock versetzt hat. Es hat mich unendlich wütend gemacht! Er weiß genau, wie wichtig mir das immer gewesen wäre und es JETZT zu tun, ist eine Art mir zu zeigen, dass ich von ihm nur dann etwas bekomme, wenn ich es nicht fordere.

Und da sind wir am Punkt. Forderungen.

Wenn ich glaube, so etwas einfordern zu müssen und nicht drauf vertraue, dass ich es auch so bekomme, einfach, indem ich entspannt bleibe und ihn machen lasse- liegt das dann an ihm oder mir? Ganz grundsetzlich denke ich, haben Männer und Frauen verschiedene Tempi, ganz unterschiedliche Bedürfnisse am Anfang einer Beziehung. Die Frau will relativ schnell wissen, wo das hinführt und ob sie geliebt wird. Mag genetische oder kulturhistorisch begründet sein, aber beim dritten Date schon die Hochzeitsglocken zu hören, ist doch eher eine Frauensache. Ich kenne zwar durchaus auch Männer, die Gewissheit und eine feste Beziehung brauchen, die sich sofort verlieben und die Geliebte dann gleich binden wollen, aber das ist immer noch etwas anderes als der Traum vom Ritter und der Kutsche. Männer wollen nicht gerettet werden. Die Richtige ist für sie nicht so lebensbestimmend wie für die Frau. (Auch wenn das in der Realität heute natürlich nicht mehr so ist. Heute kann Frau auch ohne Mann ihren Lebensunterhalt bestreiten)

Männer sondieren die Lage länger. Und sind gerne bereit, mehr zu geben. Aber sie wollen nicht gedrängt werden, sich die Sache gründlich anschauen und auch testen, was geht und was nicht. Ab einem bestimmten Alter, und ich rede jetzt von 40 aufwärts, ist es sowieso schwieriger. Wieviele Männer eine Frau hatte, also, Vergleichsmöglichkeiten, hat sie Anhang, lästige Freundinnen usw. Die meisten Männer haben schon mit einer oder mehreren Frauen zusammengelebt und keine Lust, ihre räumliche Freiheit aufzugeben, wenn es nicht passt. Und auch die emotionale Freiheit spielt eine Rolle. Auch Männer werden verletzt und sind danach vorsichtiger.

Emotionale Bindungen sind für Männer komplizierter. Frauen haben mehr überschüßige Gefühle. Ob das jetzt besser ist? Ich fahre ganz gut damit, meine Gefühle zu deckeln. Vielleicht ist es ja besser, Mr.Bickle so am Rand rumlungern zu lassen, ab und zu eine Nachricht zu bekommen und ansonsten einfach mein Ding zu machen, als wieder kompletten Kontaktabbruch. Und aus der Ferne wieder Illusionen zu nähren. So sehr sein Nachrichten mein Herz hüpfen lassen könnten, sie tun es nicht mehr. Denn sie bedeuten nichts. Möglich, dass er austestet, wie es ihm selbst dabei geht. Möglich, dass er sein schlechtes Gewissen beruhigt. Sicherlich hängt er an mir und wir sind ja über die Jahre auch Freunde geworden und teilen vieles. Es bedeutet jedenfalls nicht, dass er mich unsterblich liebt und sich für mich so ändern wird, dass eine Beziehung möglich ist, in der ich nicht via Facebook erfahre, dass er mit der Familie seines Cousins in den Urlaub fahren wird.

Für so eine Art Beziehung bräuchte eine Frau mit ihm einen sehr langen Atem. Einen noch längeren, als ich ohnehin schon hatte. Mr.Bickle hat nochmal ein ganz anderes Zeitgefühl und bis er erkennt, dass er vielleicht doch ganz gern was Festes hätte, hab ich schon die nächsten zwei Männer durch schätze ich.

Mittwoch, 4. Juli 2012

Ganz entspannt ohne Schmetterlinge

Ich hatte mich über meine neue Gelassenheit sehr gefreut und auch ein bisschen gewundert und jetzt ist mir bewußt geworden, woran das liegt: Honeymoon is over! Ja, auch bei einer Affäre zieht Routine ein. Und nachdem ich sehr offensichtlich keine Angst haben muss, mein Ex könnte irgendwann nicht mehr scharf auf mich sein, sind die aufegeregt-nervösen Schmetterlinge aus meinem Bauch ausgezogen.

Ja, so lang habe ich es in den letzten Jahren mit keinem Mann mehr geschafft. 4 Monate. Klingt nicht nach viel, ist aber Rekord. Liegt zum einen daran, dass ich gerne vorher dank des Kribbelns überreagiere, allerdings gibt es noch einen guten Grund, auf den mich gestern ein guter Freund gebracht hat. Und dieser Grund ist auch 'Schuld' dran ist, dass ich Single bin. Dieser mir sehr liebe Mensch fällt doch wirklich seinen Geschlechtsgenossen in den Rücken. Gibt unumwunden zu, dass Männer halt so sind. Sie melden sich nicht. Einfach so, muss kein Zeichen von Desinteresse sein, sie sind so.

Hm. Meine nicht. Also die, mit denen ich zusammen war. Die haben sich regelmäßig gemeldet, waren auch sonst zuverlässig und bei keinem gab es Theater deswegen. Mein Vater ist eh der Inbegriff von zuverlässig. Im Schichtdienst auch nachts weg, hat er jeden Abend angerufen. Wenn man etwas braucht, hat man es kaum ausgesprochen und er macht es. Das war für mich selbstverständlich und drunter gab's für mich keine Beziehung. Die Männer, die anders waren, hab ich wohl schlicht ignoriert. Auch mein Date von letzter Woche wär so einer. Der wartet nur auf einen SMS von mir, um ganz schnell zurückzuschreiben.

Und dann der Perser. Langsam sickert die Erkenntnis in mein Hirn, dass er eines der ganz anderen Männerexemplare ist. Von denen ich zwar gehört habe, die aber in einer Welt jenseits meines Universums existiert haben. Die, über die sich die Frauen immer beklagen. Ich mit ihm nie auch nur annähernd so weit gekommen, weil ich vorher jedesmal stinksauer geworden bin und auf meine Beziehungstandards bestanden habe. Wozu nen Kerl, wenn ich nichts von ihm habe? Ich möchte mich zumindest einmal am Tag austauschen mit meinem Mann, und wenn es nur eine kurze Nachricht ist. Ich muss doch wissen, zu wem ich gehöre! Deswegen, wegen meiner eigentlich nicht zu hohen Ansprüche an eine stetig fließende Kommunikation, an nichts anderem, scheitern wir immer.

Jetzt sind aber grad eben die Schmetterlinge zur Ruhe gekommen und ich warte nicht mehr angespannt auf ein Zeichen, dass er an mich denkt. Fast hätte ich das wieder als mangelndes Interesse meinerseits gedeutet. Keine Aufregung gleich keine Liebe? Nein, nur etwas, was ich schon lange nicht mehr kenne. Normalität. Unsere Affäre ist angekommen in meinem Leben. Und aufgrund meiner Vorstellung, wie ich in einer echten Beziehung behandelt werden möchte, wird es auch nicht mehr werden. Selbst wenn der unwahrscheinliche Fall eintreten und seine Beziehung enden sollte. Ich möchte nicht ständig darüber diskutieren müssen, ob ein Anruf zuviel verlangt ist. Das würde ich nicht akzeptieren.

Beruhigend zu wissen, dass auch er nur lange genug in meinem Leben sein musste, um nicht wegen der ganzen Verliebtheit immer hinter ihm herlaufen zu müssen. Wenn man jemand einfach lange genug nah bei sich hat, dann fällt etwas vom Glanz ab. Ich finde ihn immer noch sehr süß und seeeeeeeeeeeehr sexy und liebe seinen Humor. Aber er ist runter vom Podest und halt auch nur ein ganz normaler Kerl. Zum Glück. Schwer ersetzbar, nach wie vor, und das beste, selbst seine Fehler sind nicht mehr so groß und bedrohlich. Auch da ist er nur einer von vielen.

Samstag, 30. Juni 2012

Freiheit die ich meine

Ich bin frei!

Seit gestern ist die Chefin aus der Hölle Geschichte! Nie wieder hat die Alte mir was zu sagen! Die letzten beiden Tage habe ich meinen Spind und mein Fach in der Teeküche geräumt, gestern fühlte es sich fast schon wie Flucht an. Bloß alles raus hier, weg damit, packen und gehen. Und ich hab mich nicht einmal umgedreht, kein Wort des Abschieds. Gut, morgen gibt es nochmal ein vom Vorstand gesponsertes Teamfrühstück im Hotel, das hat mich gerettet, etwas dazu sagen zu  müssen. Und ganz aus der Welt bin ich ja nicht, die Firma bleibt ja dieselbe, manchmal werde ich da auch noch aushelfen. Nur Verantwortung muss ich keine mehr übernehmen. Für eine lügende, manipulierende dumme Person, die alle Fehler im Buch macht, die man zwischenmenschlich und fachlich so machen kann.

Sentimental bin ich nach dem Piccolöchen, den ich mir zur Feier des Tages gemütlich allein zuhaus gegönnt habe dann doch geworden. Einfach, weil ein Lebensabschnitt zu Ende geht. 7 Jahre. Weil ich mich so verändert habe, mich verändern mußte durch den ganzen Scheiß. Manchmal kenn ich mich kaum wieder, so stark bin ich geworden! Eine ungewohnte Rolle, nicht mehr verzweifelt schimpfend und sich ohnmächtig fühlend die Macht anderer Menschen über mich ertragen zu müssen sondern die Verhältnisse umkehren zu können, das ist schon ein bisschen unheimlich.

Die Entscheidung, wie ich mich fühlen möchte, liegt ganz bei mir. Ich kann mich auch endlos über meinen Lover ärgern, wenn der mal wieder nicht antwortet. Ihm Beschwerdemails schreiben und dann wieder genervt auf Antwort warten. Oder drauf vertrauen, dass er es durchaus registriert, dass ich nächste Woche zwei Tage frei habe und sich dann melden wird, wenn er Sex haben will. Ich könnte jetzt auch, was ich früher natürlich getan habe, nachhaken und ihm drohen, dass ich halt dann die Tage anders verplane, sollte er sich nicht melden. Auch damit begebe ich mich wieder in eine Abhängigkeit, aber möchte ich mich von der wenigen Zeit die er hat in meiner eigenen beschränken lassen? Nein. Und das habe ich auch immer versucht, versucht, 'mein' Ding durchzuziehen auch ohne ihn. Allerdings immer mit der Hoffnung im Hinterkopf, dass er dann schon ankommen würde. So bissl Trotzköpfchen. Ich mach das jetzt extra wegen dir!!!!!!!

Ja wer bin ich denn, wegen oder trotz eines Lovers irgendwas zu tun oder nicht zu tun? Wieso können andere Menschen bestimmen, wie ich meine Freizeit verbringe? Chefin ist bescheuert und nervt? Lover ist kompliziert? Sollen sie doch. Ich lass es mir gutgehen. Ich sehe durchaus, dass beide mit ihrem Leben nicht glücklich sind. Ich könnte beiden ein paar Tipps geben. Gut, der Ex hat ja sogar im Lauf der Zeit was gelernt aus meinen Predigten, aber das war anstrengend für mich, mir soviel Kopf zu machen. Und mit Reden kann man so jemand eh nicht erziehen. Ich glaube aber fest daran, dass sich alle Menschen ändern können, wenn es ihnen wichtig genug ist. Nur hab ich aufgehört zu reden und zeige meine Grenzen jetzt anders auf, und dadurch verändert sich auch der Umgang dieser Menschen mit mir. Meine Chefin hat sich nicht mehr oft gewagt, mich direkt zu nerven. Ihre Art ist anstrengend, aber so, wie sie mit den anderen redet, das traute sie sich bei mir nicht mehr.

Und statt dem Ex jetzt Brücken zu bauen und ihn damit in Zugzwang zu setzen, bleibe ich lieb, aber konsequent. Er hat diese Woche keinen Sex mit mir, weil er einfach zu spät dran war. Wenn es ihm wichtig genug ist, wird er sich kümmern, dass er vielleicht früher Bescheid gibt. Er macht das ja nicht absichtlich. Er ist halt so. Er kriegt's nicht hin und ärgert sich selber am meisten drüber. Punk halt.

Und so selten ist das ja nicht, ein klassischer Mann. Kommunikation nur wenn's um was geht. Die erste wichtige Lektion: Nicht persönlich nehmen.

Die Zweite: Wenn's für mich paßt, nicht mit Gewalt absagen. Ich habe ihm zwei Tage genannt, wenn er sich da meldet, dann darf er gern kommen. Und da gibt es dann auch kein Nachtreten, meckern, hätte würde sollte. Nur ein 'schön dass du da bist'. Ich versau mir doch den Fick nicht mit schlechter Stimmung!

Die dritte:Männer sind nicht dumm! Die  Jungs WISSEN GANZ GENAU dass wir es nicht lustig finden, wenn sie sich zu selten melden. Sie wissen, wie es geht. Theoretisch. Sie kennen unsere Erwartungen. Muss frau nicht wieder und wieder durchkauen. Und in dem Fall hab ich es wirklich oft genug....

Es ist ein bisschen wie Dressur. Richtiges Verhalten belohnen, schlechtes ignorieren. oder besser, SIE ignorieren, wenn sie sich nicht so verhalten, wie wir es möchten. In ihrem ureigenen Interesse werden sie dann schon dafür sorgen, dass sie zu ihrem Spaß kommen. Und mit Ignorieren meine ich auch genau das. Zur Kenntnis nehmen, weitermachen, vergessen. Nicht ärgern, beleidigt sein, schwach fühlen, all das gibt ihnen schon wieder zuviel Macht.

Regel Nummer 4: Warum sollte ich mir mein hübsches Köpfchen darüber zerbrechen, was er denken könnte??? Warum sollte ich mich nicht trauen, klar zu sagen, was ich will, nur weil er damit ein Problem haben könnte? Kann sein, er arbeitet nächste Woche durch. Dann kann es sein, dass er keine Zeit hat. Kann aber auch sein, dass er es trotzdem schafft, Zeit zu schaffen. Passend zur EM-der Ball ist in seiner Hälfte. Ich muss nicht auch noch nen Pfeil dazumalen und mit Trillerpfeife den Weg weisen. Einmal vorgeschlagen, jetzt soll er was damit machen. Die Ansage ist ergebnisoffen. Auch kein 'wenn nicht dann'.

Allein daran kann frau sehen, wie wichtig sie ihm wirklich ist. Und es auch ertragen, wenn es sich herausstellt, dass es nur ging, weil sie sich immer Mühe gegeben und gemacht und getan und Gelegenheiten geschaffen hat. Auch dass muss man dann ertragen. Denn jetzt für 'richtiges' Verhalten die Belohnung zu erwarten. zu erwarten, dass er sich dann schon ändern wird, wenn Frau nur alles richtig macht, auch das ist ja schon wieder Ohnmacht. Nichts darf frau für IHN oder wegen ihm tun. Nur für sich selbst. Ich möchte anders behadelt werden? Dann muss ich anders handeln. Und wenn er damit nicht klarkommt, geht es halt nicht. Ich darf keine Angst haben, dass er nicht wiederkommt.

Konfuzius sagt, Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer.

Und mit freilassen ist nicht gemeint: Wegschicken. Schleppleine. Peilsender. 

Man muss drauf vertrauen, dass der andere einem nicht bewußt wehtun will. Dass er weiß, was er tut. Jemand, der mich absichtlich verletzt, den sollte ich nicht wollen. Mein Lover macht keine Versprechungen, er sagt nie, er würde seine Freundin verlassen, er redet nie über sie und das finde ich gut. Denn wen er jetzt die üblichen Sprüche bringen würde, von wegen, mit ihr ist es nie so schön, sie versteht mich nicht so wie du, dann wäre er illoyal und ich würde ihn nicht mehr mögen. Er ist sehr sensibel und hat ein feines Gespür, bis wohin er gehen kann. Er hat allerdings auch schon mehrfach klargemacht, dass er uns nicht in einer Beziehung sieht. Also werde ich nur so weit kommen, dass unsere Affäre reibungslos funktioniert. Und mir für alles andere einen anderen suchen. 

Oder besser: Mein neues, freies Leben auch erstmal in Freiheit geniessen und mir niemand ans Bein binden, der mich wieder einbremst 



Donnerstag, 21. Juni 2012

Lernen von den Kerlen Teil 2

Oder: Warum Gefühle allein uns nicht weiterbringen.
Meine Lieblingsautorinnen Cheryl Benard und Edith Schlaffer stellen in ihrem Buch 'Die Emotionsfalle' die berechtigte Frage, warum Frauen, obwohl sie sich zu Expertinnen der Gefühle erklärt haben, dennoch so gerne und mit viel Leiden daran scheitern. Einer meiner vielen Lieblingssätze aus dem Buch ist: Haben sie Gefühle oder haben die Gefühle sie?

Booooom. Was soll das heißen?? Gefühle sind toll, Gefühle sind echt, und Männer haben keine Ahnung von all unseren Gefühlen. Stimmt nicht. Also, stimmt doch. Das mit den Männern. Denn diese vielen tollen Gefühle sind meistens einfach nur situationsbedingt, anstrengend, lenken uns vom Wesentlichen ab und wenn der Kerl Pech hat, gerät er in einen PMS-Strudel der absoluten Irrationalität.

Das kennen wir doch alle oder? An ein paar Tagen im Monat ist alles Düster, Scheiße und Frau will ganz schnell ein anderes Leben. JETZT! In dem Moment, in dem die Östrogene dann ihren Höhepunkt überschritten haben, sieht die Welt (und der Mann/das Leben) plötzlich doch nicht mehr so furchtbar aus. Hoffentlich hat Frau in der Zwischenzeit keine irreparablen Schäden angerichtet.

Ich war die Königin der Irrationalität. Viel Stunden, Tage, Wochen, Monate gingen damit drauf, mich in schmerzhaften Gefühlen zu suhlen. Je weh desto wahr. Oder so. Nach dem Überstehen einer echten Depression bin ich darauf nicht mehr ganz so wild. Man kann es auch übertreiben. Und Verdrängen. Klar kommen solche komischen Gedanken hormonell bedingt immer wieder. Inzwischen weiß ich aber, wo der Hase im Pfeffer liegt und versuche es zu ignorieren. Männer sind da sehr gut drin. Dinge, die sich nicht sofort lösen lassen, kommen in die Schublade. Manchmal erledigen sie sich da von selbst, ansonsten kann man sich damit auseinandersetzen, wenn Zeit und Ruhe ist. Hektisch, emotional und verzweifelt irgendwelche Entscheidungen zu suchen oder einzufordern bringt gar nichts. So habe ich letztes Jahr einen absoluten Block meines Ex verursacht. Mir lag quer, dass er sich von der Frau, mit der er während einer unserer Trennungen zusammen war, manipulieren liess. Statt sich Zeit für uns zu nehmen, hat sie ihn gezwungen Sachen, die sie aus seiner Wohnung mitgehen hat lassen, bei ihr abzuholen. Stunde Fahrt inbegriffen. Ich war stocksauer. Und habe versucht, ihm das schriftlich und am Telefon zu sagen. Er hat gedreht an dem Tag. Kam spät heim und war einfach nur platt. Ich hab nicht lockergelassen. Bis ich irgendwann meinen Fehler bemerkt habe. Dann wollte ich mich entschuldigen. Und hab es wieder nicht auf sich beruhen lassen, habe mich derart reingesteigert, dass es in einem sehr halbherzigen Waffenstillstand nachts um halb eins geendet hat.

Niemand sollte nach einem harten Arbeitstag, müde und kaputt, spätabends noch über emotionale Kinderkacke diskutieren. Denn das war es. Ich war sauer, habe wieder mal die komplette Geschichte infrage gestellt, mich selber klein gemacht, weil ich sofort wieder dachte, ich wäre nicht liebenswert genug und hab den Mann unter Druck gesetzt mit meinen Unsicherheiten. Für die er nichts kann und für die er auch nicht wirklich zuständig ist. Sowas gehört zur besten Freundin oder zum Profi. Wenn ich mich selbst nicht gut genug finde, muss ich ihm das nicht auch noch unter die Nase reiben. Wenn ich Pech habe, glaubt er mir. Es gipfelte darin, dass ich dann vor seiner Tür ein kleines bisschen Streß gemacht habe, weil er jegliche Kommunikation verweigerte. Er hat mich, während ich vor seiner Tür stand, sogar auf Facebook geblockt. Musste er doch damit rechnen, dass ich irgendwelche Bösartigkeiten an seine Wall poste. Wow. Wenn ich das so lese-der Mann muss mich sehr gern haben. Dass der mich noch anschaut...Und genau das ist das Problem! Ich habe nicht drauf vertraut, dass er es gut meint mit mir. Ich wollte ALLES und zwar sofort. Er wollte es einfach nur schön haben mit mir. Und es war ja auch immer schön. Das Commitment hat mir halt gefehlt. Aber klassisch Mann, der hat sich nach all den Erfahrungen vorher die Sache in Ruhe anschauen wollen. Ob das mit uns überhaupt geht. Oder ob ich doch ne totale Spinnerin bin. Er hat dann ja uch die entsprechende Schlußfolgerung gezogen.

Und jetzt? Jetzt bin ich seine Affäre. Ich kümmere mich null um das, was mit ihm und seiner offiziellen Beziehhung läuft. Klar, wenn er Fotos postet zwickts ein bisschen. Aber das schieb ich weg. Wenn ich hier krank rumliege und mich langweile, er aber nen superharten Job hat, darf ich nicht wieder ausflippen, wenn er Nachrichten nicht sofort beantwortet. Ich kämpfe da immer noch sehr mit mir, schwanke hin und her zwischen 'er liebt mich nicht' und 'na klar hat er mich gern'. Muss mir immer seine Worte ins Gedächtnis rufen, wie sehr er immer an mich denken würde. Ich hab ihn nach seinem Auslandsjob schon gesehen, seine Freundin glaube ich nicht oder erst nach mir. wenn ich ihm einfach vertraut und seine gelegentlichen Kommunikationslöcher nicht immer so persönlich genommen hätte, dann hätten wir uns etliche Trennungen erspart. Logisch, dass er mich jetzt unter 'für Spaß ganz wunderbar, für mehr-o.O gefährlich' einstuft. Kein Mann kommt mit soviel emotionalem Wahnsinn klar.

Der Wiener war der Tapferste bisher. 3 Jahre. Aber selbst bei ihm habe ich einen Hinweis darsuf gefunden, das meine Aussendarstellung als lustige, starke und bisschen verrückte kleine Frau mit dem emotional bedürftigen Klammeräffchen, in das ich mich bei ihm verwandelt habe, ihn völlig vor den Kopf gestossen hat. Und er hat immer versucht, logisch und rational mit mir und meinen gelegentlichen Schwächeanfällen umzugehen. Eigentlich perfekt, aber ich fand ihn nur kalt und gefühllos.

Lernen wir da doch einfach, Gefühle per se nicht so wichtig zu nehmen. Wir haben sie. Punkt. Gut oder nicht gut zeigt die Zeit. Und sich von der Intuition leiten zu lassen kann helfen, sich von den Gefühlen steuern zu lassen führt in den Beziehungskrieg, zu Nörgeln, Kleinkindverhalten und verständnislosen Männern. Oder zu solch verzweifelten Weibern wie meiner Chefin. Auch deswegen bin ich einfach keine Prinzessin. Kein Mann muss mir die erbsen unterm Hintern wegzaubern. Kann ich selber. und wenn ich ein Problem habe, überlege ich mir lange, ob er davon erfährt. Ich bin erwachsen, ich kann das alleine! Meine Männer standen alle auf die starke Frau mit Humor und Hirn. Ich muss sie nicht davon überzeugen, dass ich total bekloppt bin. reicht, wenn ihr das wisst!

Mittwoch, 20. Juni 2012

Lernen von den Kerlen

Ist es nicht sensationell, wie scheinbar ganz einfach und selbstverständlich Männer jeden Gedanken ans Privatleben zurückstellen können und sich in Arbeit oder Hobby stürzen, ohne auch nur einen Funken Energie auf uns zu verwenden??? Gemein gell? Wir hocken da und denken an sie, über sie nach, interpretieren ihr Verhalten (böser Fehler übrigens), hecheln mit der Freundin jeden Spruch, jeden nicht gemachten Anruf von ihm durch und werde im schlimmsten Fall stocksauer auf den miesen Macho-dabei denkt der sich einfach- nichts, gar nichts dabei.

Männer sind da ähnlich effizient wie im Umgang mit Anrufen/Nachrichten. Wenn er was will, dann schreibt er, ruft er an, macht, tut, bis er das hat, was er wollte. Danach-vielleicht noch ein kleines smschen, wie schön der Abend gewesen wäre. Oder einfach nix. Ziel erreicht, Focus verlagert. Nächstes Ziel schon vor Augen, zieht er weiter, geht seiner Wege. Das meinen Männer, wenn sie sagen, sie wären nicht Multitasking. Eins nach dem anderen. Liebe, Beziehung, das ist EIN Teil vom Leben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Sie leiden auch, wenn das nicht stimmt, aber viel mehr wundern sie sich, wenn frau wegen solcher Kleinigkeiten wie nicht anrufen so derart ausflippt. Ja, lieber Mann, wenn Frau dich nicht anruft, dann heißt das was. Dann ist sie sauer. Und erwartet eine Aktion von dir, mit der du ihr beweist, dass du an sie denkst. Tust du ja auch. Nur eben nicht dauernd. Du hast andere Sachen zu tun. Nicht unbedingt Bessere. Aber ein Mann muss tun was ein Mann tun muss.

Es würde uns gut tun, mal locker zu lassen. Es ist KEINE Katastrophe, wenn er sich nicht meldet. Solange er dann, wenn er bei uns ist glaubhaft versichert, an uns gedacht zu haben. Natürlich gibt es auch die Exemplare, die etwas kommunikativer sind. Die sich melden, um unsere Stimme zu hören, zu hören wie der Tag so war. Und ja, es ist auch ein Mittel von manchen Männern, um die Erwartungen nicht so hoch kochen zu lassen. Bei Affären zum Beispiel...

Und wenn frau weiß, dass er zu tun hat, weil er deutlich gesagt hat, er hätte keine Zeit, dann ist das doof, wenn sie grade vielleicht auch zuviel Zeit hat, aber dann war das in seinen Augen schon eine klare Ansage, dass er sich nicht melden wird.

Also ziehen wir doch auch unsere Energie von diesen ewigen Gedankenspiralen ab, konzentrieren wir uns auf den Job, unsere Freunde, Hobbies und das, was uns sonst so Spaß macht und lassen ihn. Denn ich weiß von etlichen männlichen Freunden, dass dieses Thema ein echt lästiges ist und ja, sie verstehens sogar ein bisschen, aber trotzdem ticken sie da ganz anders. Das sieht man ganz deutlich in der Anfangsphase, nach dem Kennenlernen. Da kommen sms, da wird telefoniert, da wollen sie. Und wie! Aber irgendwann haben sie uns im Sack, dann ist es auch gut. Sie haben hinreichend bewiesen, dass sie auf uns stehen, also leben sie jetzt ihr Leben weiter. Von dem wir dann im Idealfall ein großer Teil sind und wenn wir Glück haben, findet er dann Reden irgendwann gar nicht mehr so ineffizient