Er ist wieder da. Und auch wenn ich wenig Zeit hatte ihn zu vermissen, merke ich wie gut es tut, dass er da ist. Keine 3 Stunden, nachdem er aus dem Urlaub mit seiner Freundin zurück war, war er bei mir. Und nicht nur, weil er in den 2 Wochen mit ihr in einem Bulli auf 4qm keinen Sex hatte. Im Gegensatz zu sonst spielte der gestern nur eine kurze Nebenrolle. Dafür haben wir geredet. Über das, was ich in der Zeit gemacht habe zum Beispiel. Was ihn sehr eifersüchtig gemacht hat. Und über Tom. Der mich an die Kette legen wollte. Dass ich meine Freiheit über alles liebe. Und dass ich ihn vermisst habe. Nicht nur wegen Sex. Das letzte allerdings ganz leise und nebenbei.
Ich mag den Mann. Er hat all die Monate nicht gesagt, warum er zu mir kommt. Was immer klar war, wenn jemand in einer Beziehung glücklich ist, dann betrügt er/sie den Partner nicht. Also war logisch, dass er von ihr nicht den Sex bekommt, den er mit mir hat. Aber so gar keinen....Er war so loyal, nie über sie zu reden. Auch gestern nicht. Ich hab nur gefragt, ob das jetzt in diesen 2 Wochen oder immer so wäre. Dazu würde er mal nichts sagen. Was ALLES sagt. Er hat sich mal wieder ne Komplizierte ausgesucht. Waren ja schon einige. Die Borderlinerin, die Stalkerin. Was auch immer sie jetzt für Probleme hat, er scheint das zu brauchen.
Aber weil es in diesem Blog um mich geht und darum, wie ich mit dem umgehe, was das Leben mir so hinstellt: Ja, auch ich dachte immer, ich wäre kaputt genug, um nur mit jemand sein zu können, der auch kaputt ist. Bullshit. Natürlich hilft es, wenn der Mann, der mich lieben möchte, etwas von Abgründen und dunklen Seiten versteht. Depression zu erklären geht nun mal nicht, das versteht nur jemand, der selber mal in diesem Loch festsaß. Aber ich bin wesenlich gesünder als vor 10 Jahren und kann inzwischen ganz gut ohne die Dramen und Katastrophen leben. Und ich brauche auch nicht mehr Schmerz um ein Gefühl für wahrhaftig zu halten. Ich möchte, dass es sich anfühlt wie grade.
Ich fange an, ihm zu vertrauen. Ihm Dinge so zu erzählen, wie ich sie meinen Freunden erzähle. Und ich hätte gestern um ein Haar das 'L' Wort benutzt. Aber nur um ein Haar. Es hätte ihn nur überfordert. Das hab ich gespürt und meine Zunge gestoppt. Denn er hat 2 Wochen lang intensiv über seinen Beziehung nachgedacht. Er ist ein sehr kluger Kerl, der manchmal furchtbar dumme Dinge tut. Aber er braucht Zeit für alles. Ihm das zu sagen, hätte ihn nur belastet. Und ich möchte ihn nicht belasten, ich will ihn glücklich machen. Der Streß, den er vor dem Urlaub hatte, der Bus, war das, um was zu retten? Und da komm ich. Erwachsen geworden. Verständnisvoll. Sexy. Und für ihn da. Da hat er genug zum Nachdenken, auch ohne meine Liebeserklärung. Da kommt schon noch der richtige Moment.
Es war schön, wie er mir in die Augen gesehen und mich 'mein Schatz' genannt hat. Mehr davon bitte.
Achtung, vor Betreten dieses Blogs bitte Illusionen an der Garderobe abgeben! Romantiker müssen jetzt ganz tapfer sein. MizzLizz kämpft sich durch den Dschungel der Stadt und versucht, den Männern den Kopf zu verdrehen. Aber sie ist nicht allein! Mögen ihre Exfreunde und Cottonmouth mit ihr sein
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Montag, 27. August 2012
Montag, 9. Juli 2012
Frauen, wollt ihr die Wahrheit wirklich hören?
Ladies, da war es wieder! Verheiratete Männer...
Und ich höre wieder das 'wie konnte ich nur so blöd sein und das Gelaber glauben'. Ja wieso denn nicht? Das Dumme ist doch, in dem Moment meinen die Kerle das ja auch so. Wollen ihre Frau verlassen, wollen mit uns alt werden. Blöd, wenn sein Gehirn in dem Moment im Schwanz sitzt. Saublöd, wenn er dann tatsächlich mal anfängt, das Szenario durchzudenken. Geht es nur um eine Beziehung wird es leicht. Gemeinsame Wohnung-schon schwieriger. Ehe, da hängen dann schon 2 Familien plus versammelter Freundeskreis dran. KINDER? Vergiss es. Ein gemeinsames Leben gegen ein einzelnes Herz, die Rechnung ist eigentlich einfach.
Aber warum hören die Männer dann nicht auf, uns solchen Bullshit zu erzählen? Warum nicht einfach ein 'du bist so süß und sexy, ich kann dir nicht widerstehen, aber mehr kann es nicht werden'. Warum nicht ehrlich? Ich sag's euch: WEIL FRAUEN ES NICHT HÖREN WOLLEN. Punkt. Selbst wenn er ehrlich wäre, würden sie doch jede einzelne Nachricht solange umdeuten, bis er doch mehr versprochen hat. Und natürlich würden sie mit ihm schlafen, in der Hoffnung, ihn umzustimmen. Und hinterher stocksauer sein oder gar Terror machen, obwohl er es gesagt hat. Es haben mir soviele Männer, inklusive Exverlobtem, inzwischen erzählt, wie unberechenbar Frauen sind. Sagen ja zu einem ONS und flippen dann aus, wenn er nicht sofort auf Nachrichten reagiert oder zweimal täglich anruft. Oder fragen gar beim ersten Date, über ein EROTIKPORTAL organisiert, ob er denn Kinder möchte.
Wouw. Und ihr fragt euch, warum uns die Kerle so einen Schwachsinn erzählen? Ich habe wirklich versucht, Tom Tipps zu geben, was er in so einem Fall zu einer Frau sagen könnte, damit sie es wirklich versteht. ich habe aufgegeben! Mir war bei jedem Satzversuch klar, wie eine Frau den umdrehen würde, solange, bis sie endlich böse sein darf auf ein weiteres männliches Arschloch.
Ich hab's echt satt! Kommt doch mal alle runter von dem Trip, dass Männer die Bösen sind! Wie ehrlich ist es denn, mit ihm ins Bett zu gehen und so zu tun, als wärt ihr einverstanden mit ner unkomplizierten Geschichte? Nur um dann hinterher auszuticken, weil ER gemeint hat, was er sagt? Ihr macht ihm vor, kein Problem damit zu haben, dass er ne Frau zuhause hat? BULLSHIT! Natürlich habt ihr ein Problem damit. Ihr wollt die Frau sein, mit der er lebt. Also wenn das mal keine große fette Lüge ist. Und natürlich wissen Männer, dass Frauen es nicht so meinen. regen sich aber trotzdem drüber auf, dass sie uns nicht verstehen. Aber wissen wir Frauen auch, dass Männer es manchmal nicht so meinen? Eigentlich schon. Also, was regen wir uns dann auf?
Jetzt mal unter uns Betschwestern: Sich einen vergebenen Mann angeln zu wollen ist nichts für Weicheier! Frau muss sich jeden Moment sicher sein, was sie will. Sie darf null komma null Erwartungen haben. Denn es wird zu einem sehr hohen Prozentsatz schiefgehen. Sie muss sich darüber klar sein, dass sie mit ihren Gefühlen nicht zu ihm rennen kann sondern allein oder mit Hilfe sehr tougher Freundinnen damit klar kommen muss. Er darf NICHTS davon merken. Alles eitel Freude uns Sonnenschein, er ist, und das ist wichtig, er ist NUR DER STECHER! Er darf mich glücklich machen in der Zeit, die er in meinem Bett ist. Ausserhalb davon hat er in meinem Leben nichts zu suchen. Kein Übernachten, kein Zugriff auf mich für so eine Art Zweitbeziehung. Wenn es anfängt, dass ihn das stört, dann genau so weitermachen und nicht nachgeben. Hart bleiben. Andere Männer daten, sich um Himmels Willen nicht auf ihn konzentrieren. Leben leben. Es so meinen.
Das ist der wichtigste Punkt: Es so meinen. Klar, im Hinterkopf darf der Gedanke an mehr durchaus sein, muss er. Aber nur da. Das Ziel ist das nächste Date. Kommt er wieder? Will ich das? Wird es zu eng für nur Spaß? Wenn die eigenen Gefühle stärker werden, einen Schritt zurücktreten. Einen Tag oder länger nichts von sich hören lassen. Und immer darauf achten, was er TUT. Und was er nicht mehr sagt. Ich stelle gerade fest, das mein Ex immer weniger redet. Schon lange kein 'ich hab dich so vermißt' mehr. Dafür in den Mails 'verzehre mich nach dir'. Dafür mehr Mails, sehr viele Mails. Oder dass er noch nach tagelang ganz hin und weg wäre vom letzten Mal.
Und dann macht er. Schaut mich an, sieht mir in die Augen und nimmt mein Gesicht in seine Hände. Unendliche Zärtlichkeit. Und ich setze nicht nach. Ich bin einfach da, in diesem Augenblick, und halte Stand. Sage nichts, aber gebe zu verstehen, dass ich verstehe. Und lass ihn gehen. Das hört sich schwierig an, ist aber ganz leicht. Mein Herz sagt, er ist bei mir. War er immer. Aber er gehört mir nicht. ICH gehöre mir. Und er hat mich gern, das ist schön. Vielleicht bin ich so entspannt, weil ich ahne, dass es schon werden wird mit uns. Vor allem aber möchte ich es geniessen. Das was kommt ist so gut, so schön, dass ich mir im Moment nicht mal vorstellen kann, wie es noch schöner werden soll. Und ich möchte mir nicht wieder mit Verlustängsten das kaputtmachen, was wir haben. Der Mann macht sich genug Gedanken, ich kenne ihn lange genug um zu wissen, dass er es sich nicht leicht macht. Er will niemandem wehtun. Mir nicht und seiner Freundin nicht. Er weiß, dass er sich irgendwann wird entscheiden müssen.
Aber ich kann mich nicht drauf verlassen, dass er sich für mich entscheiden wird. Wenn er jetzt anfangen würde, mir Versprechungen in diese Richtung zu machen, würde ich es nicht hören wollen. Vielleicht, liebe Männer, ist es am ehrlichsten, nichts zu sagen und die Geliebte einfach so gut zu behandeln, dass sie trotz allem glücklich ist. Wir sollten ihnen den Mund zuhalten, wenn sie mit dem Quatsch anfangen. Erwachsen genug sein, mit der Wahrheit leben zu können. Und bitte keine Besitzansprüche! Er nicht, wir nicht.
Und meine oberste Regel: Männer mit kleinen Kindern sind tabu. Es ist zu einfach, sie zu kriegen, es hängt zuviel dran. Und sie werden NIE ihre Frau verlassen. Und das ist auch gut so.
Und ich höre wieder das 'wie konnte ich nur so blöd sein und das Gelaber glauben'. Ja wieso denn nicht? Das Dumme ist doch, in dem Moment meinen die Kerle das ja auch so. Wollen ihre Frau verlassen, wollen mit uns alt werden. Blöd, wenn sein Gehirn in dem Moment im Schwanz sitzt. Saublöd, wenn er dann tatsächlich mal anfängt, das Szenario durchzudenken. Geht es nur um eine Beziehung wird es leicht. Gemeinsame Wohnung-schon schwieriger. Ehe, da hängen dann schon 2 Familien plus versammelter Freundeskreis dran. KINDER? Vergiss es. Ein gemeinsames Leben gegen ein einzelnes Herz, die Rechnung ist eigentlich einfach.
Aber warum hören die Männer dann nicht auf, uns solchen Bullshit zu erzählen? Warum nicht einfach ein 'du bist so süß und sexy, ich kann dir nicht widerstehen, aber mehr kann es nicht werden'. Warum nicht ehrlich? Ich sag's euch: WEIL FRAUEN ES NICHT HÖREN WOLLEN. Punkt. Selbst wenn er ehrlich wäre, würden sie doch jede einzelne Nachricht solange umdeuten, bis er doch mehr versprochen hat. Und natürlich würden sie mit ihm schlafen, in der Hoffnung, ihn umzustimmen. Und hinterher stocksauer sein oder gar Terror machen, obwohl er es gesagt hat. Es haben mir soviele Männer, inklusive Exverlobtem, inzwischen erzählt, wie unberechenbar Frauen sind. Sagen ja zu einem ONS und flippen dann aus, wenn er nicht sofort auf Nachrichten reagiert oder zweimal täglich anruft. Oder fragen gar beim ersten Date, über ein EROTIKPORTAL organisiert, ob er denn Kinder möchte.
Wouw. Und ihr fragt euch, warum uns die Kerle so einen Schwachsinn erzählen? Ich habe wirklich versucht, Tom Tipps zu geben, was er in so einem Fall zu einer Frau sagen könnte, damit sie es wirklich versteht. ich habe aufgegeben! Mir war bei jedem Satzversuch klar, wie eine Frau den umdrehen würde, solange, bis sie endlich böse sein darf auf ein weiteres männliches Arschloch.
Ich hab's echt satt! Kommt doch mal alle runter von dem Trip, dass Männer die Bösen sind! Wie ehrlich ist es denn, mit ihm ins Bett zu gehen und so zu tun, als wärt ihr einverstanden mit ner unkomplizierten Geschichte? Nur um dann hinterher auszuticken, weil ER gemeint hat, was er sagt? Ihr macht ihm vor, kein Problem damit zu haben, dass er ne Frau zuhause hat? BULLSHIT! Natürlich habt ihr ein Problem damit. Ihr wollt die Frau sein, mit der er lebt. Also wenn das mal keine große fette Lüge ist. Und natürlich wissen Männer, dass Frauen es nicht so meinen. regen sich aber trotzdem drüber auf, dass sie uns nicht verstehen. Aber wissen wir Frauen auch, dass Männer es manchmal nicht so meinen? Eigentlich schon. Also, was regen wir uns dann auf?
Jetzt mal unter uns Betschwestern: Sich einen vergebenen Mann angeln zu wollen ist nichts für Weicheier! Frau muss sich jeden Moment sicher sein, was sie will. Sie darf null komma null Erwartungen haben. Denn es wird zu einem sehr hohen Prozentsatz schiefgehen. Sie muss sich darüber klar sein, dass sie mit ihren Gefühlen nicht zu ihm rennen kann sondern allein oder mit Hilfe sehr tougher Freundinnen damit klar kommen muss. Er darf NICHTS davon merken. Alles eitel Freude uns Sonnenschein, er ist, und das ist wichtig, er ist NUR DER STECHER! Er darf mich glücklich machen in der Zeit, die er in meinem Bett ist. Ausserhalb davon hat er in meinem Leben nichts zu suchen. Kein Übernachten, kein Zugriff auf mich für so eine Art Zweitbeziehung. Wenn es anfängt, dass ihn das stört, dann genau so weitermachen und nicht nachgeben. Hart bleiben. Andere Männer daten, sich um Himmels Willen nicht auf ihn konzentrieren. Leben leben. Es so meinen.
Das ist der wichtigste Punkt: Es so meinen. Klar, im Hinterkopf darf der Gedanke an mehr durchaus sein, muss er. Aber nur da. Das Ziel ist das nächste Date. Kommt er wieder? Will ich das? Wird es zu eng für nur Spaß? Wenn die eigenen Gefühle stärker werden, einen Schritt zurücktreten. Einen Tag oder länger nichts von sich hören lassen. Und immer darauf achten, was er TUT. Und was er nicht mehr sagt. Ich stelle gerade fest, das mein Ex immer weniger redet. Schon lange kein 'ich hab dich so vermißt' mehr. Dafür in den Mails 'verzehre mich nach dir'. Dafür mehr Mails, sehr viele Mails. Oder dass er noch nach tagelang ganz hin und weg wäre vom letzten Mal.
Und dann macht er. Schaut mich an, sieht mir in die Augen und nimmt mein Gesicht in seine Hände. Unendliche Zärtlichkeit. Und ich setze nicht nach. Ich bin einfach da, in diesem Augenblick, und halte Stand. Sage nichts, aber gebe zu verstehen, dass ich verstehe. Und lass ihn gehen. Das hört sich schwierig an, ist aber ganz leicht. Mein Herz sagt, er ist bei mir. War er immer. Aber er gehört mir nicht. ICH gehöre mir. Und er hat mich gern, das ist schön. Vielleicht bin ich so entspannt, weil ich ahne, dass es schon werden wird mit uns. Vor allem aber möchte ich es geniessen. Das was kommt ist so gut, so schön, dass ich mir im Moment nicht mal vorstellen kann, wie es noch schöner werden soll. Und ich möchte mir nicht wieder mit Verlustängsten das kaputtmachen, was wir haben. Der Mann macht sich genug Gedanken, ich kenne ihn lange genug um zu wissen, dass er es sich nicht leicht macht. Er will niemandem wehtun. Mir nicht und seiner Freundin nicht. Er weiß, dass er sich irgendwann wird entscheiden müssen.
Aber ich kann mich nicht drauf verlassen, dass er sich für mich entscheiden wird. Wenn er jetzt anfangen würde, mir Versprechungen in diese Richtung zu machen, würde ich es nicht hören wollen. Vielleicht, liebe Männer, ist es am ehrlichsten, nichts zu sagen und die Geliebte einfach so gut zu behandeln, dass sie trotz allem glücklich ist. Wir sollten ihnen den Mund zuhalten, wenn sie mit dem Quatsch anfangen. Erwachsen genug sein, mit der Wahrheit leben zu können. Und bitte keine Besitzansprüche! Er nicht, wir nicht.
Und meine oberste Regel: Männer mit kleinen Kindern sind tabu. Es ist zu einfach, sie zu kriegen, es hängt zuviel dran. Und sie werden NIE ihre Frau verlassen. Und das ist auch gut so.
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Samstag, 30. Juni 2012
Freiheit die ich meine
Ich bin frei!
Seit gestern ist die Chefin aus der Hölle Geschichte! Nie wieder hat die Alte mir was zu sagen! Die letzten beiden Tage habe ich meinen Spind und mein Fach in der Teeküche geräumt, gestern fühlte es sich fast schon wie Flucht an. Bloß alles raus hier, weg damit, packen und gehen. Und ich hab mich nicht einmal umgedreht, kein Wort des Abschieds. Gut, morgen gibt es nochmal ein vom Vorstand gesponsertes Teamfrühstück im Hotel, das hat mich gerettet, etwas dazu sagen zu müssen. Und ganz aus der Welt bin ich ja nicht, die Firma bleibt ja dieselbe, manchmal werde ich da auch noch aushelfen. Nur Verantwortung muss ich keine mehr übernehmen. Für eine lügende, manipulierende dumme Person, die alle Fehler im Buch macht, die man zwischenmenschlich und fachlich so machen kann.
Sentimental bin ich nach dem Piccolöchen, den ich mir zur Feier des Tages gemütlich allein zuhaus gegönnt habe dann doch geworden. Einfach, weil ein Lebensabschnitt zu Ende geht. 7 Jahre. Weil ich mich so verändert habe, mich verändern mußte durch den ganzen Scheiß. Manchmal kenn ich mich kaum wieder, so stark bin ich geworden! Eine ungewohnte Rolle, nicht mehr verzweifelt schimpfend und sich ohnmächtig fühlend die Macht anderer Menschen über mich ertragen zu müssen sondern die Verhältnisse umkehren zu können, das ist schon ein bisschen unheimlich.
Die Entscheidung, wie ich mich fühlen möchte, liegt ganz bei mir. Ich kann mich auch endlos über meinen Lover ärgern, wenn der mal wieder nicht antwortet. Ihm Beschwerdemails schreiben und dann wieder genervt auf Antwort warten. Oder drauf vertrauen, dass er es durchaus registriert, dass ich nächste Woche zwei Tage frei habe und sich dann melden wird, wenn er Sex haben will. Ich könnte jetzt auch, was ich früher natürlich getan habe, nachhaken und ihm drohen, dass ich halt dann die Tage anders verplane, sollte er sich nicht melden. Auch damit begebe ich mich wieder in eine Abhängigkeit, aber möchte ich mich von der wenigen Zeit die er hat in meiner eigenen beschränken lassen? Nein. Und das habe ich auch immer versucht, versucht, 'mein' Ding durchzuziehen auch ohne ihn. Allerdings immer mit der Hoffnung im Hinterkopf, dass er dann schon ankommen würde. So bissl Trotzköpfchen. Ich mach das jetzt extra wegen dir!!!!!!!
Ja wer bin ich denn, wegen oder trotz eines Lovers irgendwas zu tun oder nicht zu tun? Wieso können andere Menschen bestimmen, wie ich meine Freizeit verbringe? Chefin ist bescheuert und nervt? Lover ist kompliziert? Sollen sie doch. Ich lass es mir gutgehen. Ich sehe durchaus, dass beide mit ihrem Leben nicht glücklich sind. Ich könnte beiden ein paar Tipps geben. Gut, der Ex hat ja sogar im Lauf der Zeit was gelernt aus meinen Predigten, aber das war anstrengend für mich, mir soviel Kopf zu machen. Und mit Reden kann man so jemand eh nicht erziehen. Ich glaube aber fest daran, dass sich alle Menschen ändern können, wenn es ihnen wichtig genug ist. Nur hab ich aufgehört zu reden und zeige meine Grenzen jetzt anders auf, und dadurch verändert sich auch der Umgang dieser Menschen mit mir. Meine Chefin hat sich nicht mehr oft gewagt, mich direkt zu nerven. Ihre Art ist anstrengend, aber so, wie sie mit den anderen redet, das traute sie sich bei mir nicht mehr.
Und statt dem Ex jetzt Brücken zu bauen und ihn damit in Zugzwang zu setzen, bleibe ich lieb, aber konsequent. Er hat diese Woche keinen Sex mit mir, weil er einfach zu spät dran war. Wenn es ihm wichtig genug ist, wird er sich kümmern, dass er vielleicht früher Bescheid gibt. Er macht das ja nicht absichtlich. Er ist halt so. Er kriegt's nicht hin und ärgert sich selber am meisten drüber. Punk halt.
Und so selten ist das ja nicht, ein klassischer Mann. Kommunikation nur wenn's um was geht. Die erste wichtige Lektion: Nicht persönlich nehmen.
Die Zweite: Wenn's für mich paßt, nicht mit Gewalt absagen. Ich habe ihm zwei Tage genannt, wenn er sich da meldet, dann darf er gern kommen. Und da gibt es dann auch kein Nachtreten, meckern, hätte würde sollte. Nur ein 'schön dass du da bist'. Ich versau mir doch den Fick nicht mit schlechter Stimmung!
Die dritte:Männer sind nicht dumm! Die Jungs WISSEN GANZ GENAU dass wir es nicht lustig finden, wenn sie sich zu selten melden. Sie wissen, wie es geht. Theoretisch. Sie kennen unsere Erwartungen. Muss frau nicht wieder und wieder durchkauen. Und in dem Fall hab ich es wirklich oft genug....
Es ist ein bisschen wie Dressur. Richtiges Verhalten belohnen, schlechtes ignorieren. oder besser, SIE ignorieren, wenn sie sich nicht so verhalten, wie wir es möchten. In ihrem ureigenen Interesse werden sie dann schon dafür sorgen, dass sie zu ihrem Spaß kommen. Und mit Ignorieren meine ich auch genau das. Zur Kenntnis nehmen, weitermachen, vergessen. Nicht ärgern, beleidigt sein, schwach fühlen, all das gibt ihnen schon wieder zuviel Macht.
Regel Nummer 4: Warum sollte ich mir mein hübsches Köpfchen darüber zerbrechen, was er denken könnte??? Warum sollte ich mich nicht trauen, klar zu sagen, was ich will, nur weil er damit ein Problem haben könnte? Kann sein, er arbeitet nächste Woche durch. Dann kann es sein, dass er keine Zeit hat. Kann aber auch sein, dass er es trotzdem schafft, Zeit zu schaffen. Passend zur EM-der Ball ist in seiner Hälfte. Ich muss nicht auch noch nen Pfeil dazumalen und mit Trillerpfeife den Weg weisen. Einmal vorgeschlagen, jetzt soll er was damit machen. Die Ansage ist ergebnisoffen. Auch kein 'wenn nicht dann'.
Allein daran kann frau sehen, wie wichtig sie ihm wirklich ist. Und es auch ertragen, wenn es sich herausstellt, dass es nur ging, weil sie sich immer Mühe gegeben und gemacht und getan und Gelegenheiten geschaffen hat. Auch dass muss man dann ertragen. Denn jetzt für 'richtiges' Verhalten die Belohnung zu erwarten. zu erwarten, dass er sich dann schon ändern wird, wenn Frau nur alles richtig macht, auch das ist ja schon wieder Ohnmacht. Nichts darf frau für IHN oder wegen ihm tun. Nur für sich selbst. Ich möchte anders behadelt werden? Dann muss ich anders handeln. Und wenn er damit nicht klarkommt, geht es halt nicht. Ich darf keine Angst haben, dass er nicht wiederkommt.
Konfuzius sagt, Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer.“
Und mit freilassen ist nicht gemeint: Wegschicken. Schleppleine. Peilsender.
Man muss drauf vertrauen, dass der andere einem nicht bewußt wehtun will. Dass er weiß, was er tut. Jemand, der mich absichtlich verletzt, den sollte ich nicht wollen. Mein Lover macht keine Versprechungen, er sagt nie, er würde seine Freundin verlassen, er redet nie über sie und das finde ich gut. Denn wen er jetzt die üblichen Sprüche bringen würde, von wegen, mit ihr ist es nie so schön, sie versteht mich nicht so wie du, dann wäre er illoyal und ich würde ihn nicht mehr mögen. Er ist sehr sensibel und hat ein feines Gespür, bis wohin er gehen kann. Er hat allerdings auch schon mehrfach klargemacht, dass er uns nicht in einer Beziehung sieht. Also werde ich nur so weit kommen, dass unsere Affäre reibungslos funktioniert. Und mir für alles andere einen anderen suchen.
Oder besser: Mein neues, freies Leben auch erstmal in Freiheit geniessen und mir niemand ans Bein binden, der mich wieder einbremst
Seit gestern ist die Chefin aus der Hölle Geschichte! Nie wieder hat die Alte mir was zu sagen! Die letzten beiden Tage habe ich meinen Spind und mein Fach in der Teeküche geräumt, gestern fühlte es sich fast schon wie Flucht an. Bloß alles raus hier, weg damit, packen und gehen. Und ich hab mich nicht einmal umgedreht, kein Wort des Abschieds. Gut, morgen gibt es nochmal ein vom Vorstand gesponsertes Teamfrühstück im Hotel, das hat mich gerettet, etwas dazu sagen zu müssen. Und ganz aus der Welt bin ich ja nicht, die Firma bleibt ja dieselbe, manchmal werde ich da auch noch aushelfen. Nur Verantwortung muss ich keine mehr übernehmen. Für eine lügende, manipulierende dumme Person, die alle Fehler im Buch macht, die man zwischenmenschlich und fachlich so machen kann.
Sentimental bin ich nach dem Piccolöchen, den ich mir zur Feier des Tages gemütlich allein zuhaus gegönnt habe dann doch geworden. Einfach, weil ein Lebensabschnitt zu Ende geht. 7 Jahre. Weil ich mich so verändert habe, mich verändern mußte durch den ganzen Scheiß. Manchmal kenn ich mich kaum wieder, so stark bin ich geworden! Eine ungewohnte Rolle, nicht mehr verzweifelt schimpfend und sich ohnmächtig fühlend die Macht anderer Menschen über mich ertragen zu müssen sondern die Verhältnisse umkehren zu können, das ist schon ein bisschen unheimlich.
Die Entscheidung, wie ich mich fühlen möchte, liegt ganz bei mir. Ich kann mich auch endlos über meinen Lover ärgern, wenn der mal wieder nicht antwortet. Ihm Beschwerdemails schreiben und dann wieder genervt auf Antwort warten. Oder drauf vertrauen, dass er es durchaus registriert, dass ich nächste Woche zwei Tage frei habe und sich dann melden wird, wenn er Sex haben will. Ich könnte jetzt auch, was ich früher natürlich getan habe, nachhaken und ihm drohen, dass ich halt dann die Tage anders verplane, sollte er sich nicht melden. Auch damit begebe ich mich wieder in eine Abhängigkeit, aber möchte ich mich von der wenigen Zeit die er hat in meiner eigenen beschränken lassen? Nein. Und das habe ich auch immer versucht, versucht, 'mein' Ding durchzuziehen auch ohne ihn. Allerdings immer mit der Hoffnung im Hinterkopf, dass er dann schon ankommen würde. So bissl Trotzköpfchen. Ich mach das jetzt extra wegen dir!!!!!!!
Ja wer bin ich denn, wegen oder trotz eines Lovers irgendwas zu tun oder nicht zu tun? Wieso können andere Menschen bestimmen, wie ich meine Freizeit verbringe? Chefin ist bescheuert und nervt? Lover ist kompliziert? Sollen sie doch. Ich lass es mir gutgehen. Ich sehe durchaus, dass beide mit ihrem Leben nicht glücklich sind. Ich könnte beiden ein paar Tipps geben. Gut, der Ex hat ja sogar im Lauf der Zeit was gelernt aus meinen Predigten, aber das war anstrengend für mich, mir soviel Kopf zu machen. Und mit Reden kann man so jemand eh nicht erziehen. Ich glaube aber fest daran, dass sich alle Menschen ändern können, wenn es ihnen wichtig genug ist. Nur hab ich aufgehört zu reden und zeige meine Grenzen jetzt anders auf, und dadurch verändert sich auch der Umgang dieser Menschen mit mir. Meine Chefin hat sich nicht mehr oft gewagt, mich direkt zu nerven. Ihre Art ist anstrengend, aber so, wie sie mit den anderen redet, das traute sie sich bei mir nicht mehr.
Und statt dem Ex jetzt Brücken zu bauen und ihn damit in Zugzwang zu setzen, bleibe ich lieb, aber konsequent. Er hat diese Woche keinen Sex mit mir, weil er einfach zu spät dran war. Wenn es ihm wichtig genug ist, wird er sich kümmern, dass er vielleicht früher Bescheid gibt. Er macht das ja nicht absichtlich. Er ist halt so. Er kriegt's nicht hin und ärgert sich selber am meisten drüber. Punk halt.
Und so selten ist das ja nicht, ein klassischer Mann. Kommunikation nur wenn's um was geht. Die erste wichtige Lektion: Nicht persönlich nehmen.
Die Zweite: Wenn's für mich paßt, nicht mit Gewalt absagen. Ich habe ihm zwei Tage genannt, wenn er sich da meldet, dann darf er gern kommen. Und da gibt es dann auch kein Nachtreten, meckern, hätte würde sollte. Nur ein 'schön dass du da bist'. Ich versau mir doch den Fick nicht mit schlechter Stimmung!
Die dritte:Männer sind nicht dumm! Die Jungs WISSEN GANZ GENAU dass wir es nicht lustig finden, wenn sie sich zu selten melden. Sie wissen, wie es geht. Theoretisch. Sie kennen unsere Erwartungen. Muss frau nicht wieder und wieder durchkauen. Und in dem Fall hab ich es wirklich oft genug....
Es ist ein bisschen wie Dressur. Richtiges Verhalten belohnen, schlechtes ignorieren. oder besser, SIE ignorieren, wenn sie sich nicht so verhalten, wie wir es möchten. In ihrem ureigenen Interesse werden sie dann schon dafür sorgen, dass sie zu ihrem Spaß kommen. Und mit Ignorieren meine ich auch genau das. Zur Kenntnis nehmen, weitermachen, vergessen. Nicht ärgern, beleidigt sein, schwach fühlen, all das gibt ihnen schon wieder zuviel Macht.
Regel Nummer 4: Warum sollte ich mir mein hübsches Köpfchen darüber zerbrechen, was er denken könnte??? Warum sollte ich mich nicht trauen, klar zu sagen, was ich will, nur weil er damit ein Problem haben könnte? Kann sein, er arbeitet nächste Woche durch. Dann kann es sein, dass er keine Zeit hat. Kann aber auch sein, dass er es trotzdem schafft, Zeit zu schaffen. Passend zur EM-der Ball ist in seiner Hälfte. Ich muss nicht auch noch nen Pfeil dazumalen und mit Trillerpfeife den Weg weisen. Einmal vorgeschlagen, jetzt soll er was damit machen. Die Ansage ist ergebnisoffen. Auch kein 'wenn nicht dann'.
Allein daran kann frau sehen, wie wichtig sie ihm wirklich ist. Und es auch ertragen, wenn es sich herausstellt, dass es nur ging, weil sie sich immer Mühe gegeben und gemacht und getan und Gelegenheiten geschaffen hat. Auch dass muss man dann ertragen. Denn jetzt für 'richtiges' Verhalten die Belohnung zu erwarten. zu erwarten, dass er sich dann schon ändern wird, wenn Frau nur alles richtig macht, auch das ist ja schon wieder Ohnmacht. Nichts darf frau für IHN oder wegen ihm tun. Nur für sich selbst. Ich möchte anders behadelt werden? Dann muss ich anders handeln. Und wenn er damit nicht klarkommt, geht es halt nicht. Ich darf keine Angst haben, dass er nicht wiederkommt.
Konfuzius sagt, Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer.“
Und mit freilassen ist nicht gemeint: Wegschicken. Schleppleine. Peilsender.
Man muss drauf vertrauen, dass der andere einem nicht bewußt wehtun will. Dass er weiß, was er tut. Jemand, der mich absichtlich verletzt, den sollte ich nicht wollen. Mein Lover macht keine Versprechungen, er sagt nie, er würde seine Freundin verlassen, er redet nie über sie und das finde ich gut. Denn wen er jetzt die üblichen Sprüche bringen würde, von wegen, mit ihr ist es nie so schön, sie versteht mich nicht so wie du, dann wäre er illoyal und ich würde ihn nicht mehr mögen. Er ist sehr sensibel und hat ein feines Gespür, bis wohin er gehen kann. Er hat allerdings auch schon mehrfach klargemacht, dass er uns nicht in einer Beziehung sieht. Also werde ich nur so weit kommen, dass unsere Affäre reibungslos funktioniert. Und mir für alles andere einen anderen suchen.
Oder besser: Mein neues, freies Leben auch erstmal in Freiheit geniessen und mir niemand ans Bein binden, der mich wieder einbremst
Donnerstag, 21. Juni 2012
Lernen von den Kerlen Teil 2
Oder: Warum Gefühle allein uns nicht weiterbringen.
Meine Lieblingsautorinnen Cheryl Benard und Edith Schlaffer stellen in ihrem Buch 'Die Emotionsfalle' die berechtigte Frage, warum Frauen, obwohl sie sich zu Expertinnen der Gefühle erklärt haben, dennoch so gerne und mit viel Leiden daran scheitern. Einer meiner vielen Lieblingssätze aus dem Buch ist: Haben sie Gefühle oder haben die Gefühle sie?
Booooom. Was soll das heißen?? Gefühle sind toll, Gefühle sind echt, und Männer haben keine Ahnung von all unseren Gefühlen. Stimmt nicht. Also, stimmt doch. Das mit den Männern. Denn diese vielen tollen Gefühle sind meistens einfach nur situationsbedingt, anstrengend, lenken uns vom Wesentlichen ab und wenn der Kerl Pech hat, gerät er in einen PMS-Strudel der absoluten Irrationalität.
Das kennen wir doch alle oder? An ein paar Tagen im Monat ist alles Düster, Scheiße und Frau will ganz schnell ein anderes Leben. JETZT! In dem Moment, in dem die Östrogene dann ihren Höhepunkt überschritten haben, sieht die Welt (und der Mann/das Leben) plötzlich doch nicht mehr so furchtbar aus. Hoffentlich hat Frau in der Zwischenzeit keine irreparablen Schäden angerichtet.
Ich war die Königin der Irrationalität. Viel Stunden, Tage, Wochen, Monate gingen damit drauf, mich in schmerzhaften Gefühlen zu suhlen. Je weh desto wahr. Oder so. Nach dem Überstehen einer echten Depression bin ich darauf nicht mehr ganz so wild. Man kann es auch übertreiben. Und Verdrängen. Klar kommen solche komischen Gedanken hormonell bedingt immer wieder. Inzwischen weiß ich aber, wo der Hase im Pfeffer liegt und versuche es zu ignorieren. Männer sind da sehr gut drin. Dinge, die sich nicht sofort lösen lassen, kommen in die Schublade. Manchmal erledigen sie sich da von selbst, ansonsten kann man sich damit auseinandersetzen, wenn Zeit und Ruhe ist. Hektisch, emotional und verzweifelt irgendwelche Entscheidungen zu suchen oder einzufordern bringt gar nichts. So habe ich letztes Jahr einen absoluten Block meines Ex verursacht. Mir lag quer, dass er sich von der Frau, mit der er während einer unserer Trennungen zusammen war, manipulieren liess. Statt sich Zeit für uns zu nehmen, hat sie ihn gezwungen Sachen, die sie aus seiner Wohnung mitgehen hat lassen, bei ihr abzuholen. Stunde Fahrt inbegriffen. Ich war stocksauer. Und habe versucht, ihm das schriftlich und am Telefon zu sagen. Er hat gedreht an dem Tag. Kam spät heim und war einfach nur platt. Ich hab nicht lockergelassen. Bis ich irgendwann meinen Fehler bemerkt habe. Dann wollte ich mich entschuldigen. Und hab es wieder nicht auf sich beruhen lassen, habe mich derart reingesteigert, dass es in einem sehr halbherzigen Waffenstillstand nachts um halb eins geendet hat.
Niemand sollte nach einem harten Arbeitstag, müde und kaputt, spätabends noch über emotionale Kinderkacke diskutieren. Denn das war es. Ich war sauer, habe wieder mal die komplette Geschichte infrage gestellt, mich selber klein gemacht, weil ich sofort wieder dachte, ich wäre nicht liebenswert genug und hab den Mann unter Druck gesetzt mit meinen Unsicherheiten. Für die er nichts kann und für die er auch nicht wirklich zuständig ist. Sowas gehört zur besten Freundin oder zum Profi. Wenn ich mich selbst nicht gut genug finde, muss ich ihm das nicht auch noch unter die Nase reiben. Wenn ich Pech habe, glaubt er mir. Es gipfelte darin, dass ich dann vor seiner Tür ein kleines bisschen Streß gemacht habe, weil er jegliche Kommunikation verweigerte. Er hat mich, während ich vor seiner Tür stand, sogar auf Facebook geblockt. Musste er doch damit rechnen, dass ich irgendwelche Bösartigkeiten an seine Wall poste. Wow. Wenn ich das so lese-der Mann muss mich sehr gern haben. Dass der mich noch anschaut...Und genau das ist das Problem! Ich habe nicht drauf vertraut, dass er es gut meint mit mir. Ich wollte ALLES und zwar sofort. Er wollte es einfach nur schön haben mit mir. Und es war ja auch immer schön. Das Commitment hat mir halt gefehlt. Aber klassisch Mann, der hat sich nach all den Erfahrungen vorher die Sache in Ruhe anschauen wollen. Ob das mit uns überhaupt geht. Oder ob ich doch ne totale Spinnerin bin. Er hat dann ja uch die entsprechende Schlußfolgerung gezogen.
Und jetzt? Jetzt bin ich seine Affäre. Ich kümmere mich null um das, was mit ihm und seiner offiziellen Beziehhung läuft. Klar, wenn er Fotos postet zwickts ein bisschen. Aber das schieb ich weg. Wenn ich hier krank rumliege und mich langweile, er aber nen superharten Job hat, darf ich nicht wieder ausflippen, wenn er Nachrichten nicht sofort beantwortet. Ich kämpfe da immer noch sehr mit mir, schwanke hin und her zwischen 'er liebt mich nicht' und 'na klar hat er mich gern'. Muss mir immer seine Worte ins Gedächtnis rufen, wie sehr er immer an mich denken würde. Ich hab ihn nach seinem Auslandsjob schon gesehen, seine Freundin glaube ich nicht oder erst nach mir. wenn ich ihm einfach vertraut und seine gelegentlichen Kommunikationslöcher nicht immer so persönlich genommen hätte, dann hätten wir uns etliche Trennungen erspart. Logisch, dass er mich jetzt unter 'für Spaß ganz wunderbar, für mehr-o.O gefährlich' einstuft. Kein Mann kommt mit soviel emotionalem Wahnsinn klar.
Der Wiener war der Tapferste bisher. 3 Jahre. Aber selbst bei ihm habe ich einen Hinweis darsuf gefunden, das meine Aussendarstellung als lustige, starke und bisschen verrückte kleine Frau mit dem emotional bedürftigen Klammeräffchen, in das ich mich bei ihm verwandelt habe, ihn völlig vor den Kopf gestossen hat. Und er hat immer versucht, logisch und rational mit mir und meinen gelegentlichen Schwächeanfällen umzugehen. Eigentlich perfekt, aber ich fand ihn nur kalt und gefühllos.
Lernen wir da doch einfach, Gefühle per se nicht so wichtig zu nehmen. Wir haben sie. Punkt. Gut oder nicht gut zeigt die Zeit. Und sich von der Intuition leiten zu lassen kann helfen, sich von den Gefühlen steuern zu lassen führt in den Beziehungskrieg, zu Nörgeln, Kleinkindverhalten und verständnislosen Männern. Oder zu solch verzweifelten Weibern wie meiner Chefin. Auch deswegen bin ich einfach keine Prinzessin. Kein Mann muss mir die erbsen unterm Hintern wegzaubern. Kann ich selber. und wenn ich ein Problem habe, überlege ich mir lange, ob er davon erfährt. Ich bin erwachsen, ich kann das alleine! Meine Männer standen alle auf die starke Frau mit Humor und Hirn. Ich muss sie nicht davon überzeugen, dass ich total bekloppt bin. reicht, wenn ihr das wisst!
Meine Lieblingsautorinnen Cheryl Benard und Edith Schlaffer stellen in ihrem Buch 'Die Emotionsfalle' die berechtigte Frage, warum Frauen, obwohl sie sich zu Expertinnen der Gefühle erklärt haben, dennoch so gerne und mit viel Leiden daran scheitern. Einer meiner vielen Lieblingssätze aus dem Buch ist: Haben sie Gefühle oder haben die Gefühle sie?
Booooom. Was soll das heißen?? Gefühle sind toll, Gefühle sind echt, und Männer haben keine Ahnung von all unseren Gefühlen. Stimmt nicht. Also, stimmt doch. Das mit den Männern. Denn diese vielen tollen Gefühle sind meistens einfach nur situationsbedingt, anstrengend, lenken uns vom Wesentlichen ab und wenn der Kerl Pech hat, gerät er in einen PMS-Strudel der absoluten Irrationalität.
Das kennen wir doch alle oder? An ein paar Tagen im Monat ist alles Düster, Scheiße und Frau will ganz schnell ein anderes Leben. JETZT! In dem Moment, in dem die Östrogene dann ihren Höhepunkt überschritten haben, sieht die Welt (und der Mann/das Leben) plötzlich doch nicht mehr so furchtbar aus. Hoffentlich hat Frau in der Zwischenzeit keine irreparablen Schäden angerichtet.
Ich war die Königin der Irrationalität. Viel Stunden, Tage, Wochen, Monate gingen damit drauf, mich in schmerzhaften Gefühlen zu suhlen. Je weh desto wahr. Oder so. Nach dem Überstehen einer echten Depression bin ich darauf nicht mehr ganz so wild. Man kann es auch übertreiben. Und Verdrängen. Klar kommen solche komischen Gedanken hormonell bedingt immer wieder. Inzwischen weiß ich aber, wo der Hase im Pfeffer liegt und versuche es zu ignorieren. Männer sind da sehr gut drin. Dinge, die sich nicht sofort lösen lassen, kommen in die Schublade. Manchmal erledigen sie sich da von selbst, ansonsten kann man sich damit auseinandersetzen, wenn Zeit und Ruhe ist. Hektisch, emotional und verzweifelt irgendwelche Entscheidungen zu suchen oder einzufordern bringt gar nichts. So habe ich letztes Jahr einen absoluten Block meines Ex verursacht. Mir lag quer, dass er sich von der Frau, mit der er während einer unserer Trennungen zusammen war, manipulieren liess. Statt sich Zeit für uns zu nehmen, hat sie ihn gezwungen Sachen, die sie aus seiner Wohnung mitgehen hat lassen, bei ihr abzuholen. Stunde Fahrt inbegriffen. Ich war stocksauer. Und habe versucht, ihm das schriftlich und am Telefon zu sagen. Er hat gedreht an dem Tag. Kam spät heim und war einfach nur platt. Ich hab nicht lockergelassen. Bis ich irgendwann meinen Fehler bemerkt habe. Dann wollte ich mich entschuldigen. Und hab es wieder nicht auf sich beruhen lassen, habe mich derart reingesteigert, dass es in einem sehr halbherzigen Waffenstillstand nachts um halb eins geendet hat.
Niemand sollte nach einem harten Arbeitstag, müde und kaputt, spätabends noch über emotionale Kinderkacke diskutieren. Denn das war es. Ich war sauer, habe wieder mal die komplette Geschichte infrage gestellt, mich selber klein gemacht, weil ich sofort wieder dachte, ich wäre nicht liebenswert genug und hab den Mann unter Druck gesetzt mit meinen Unsicherheiten. Für die er nichts kann und für die er auch nicht wirklich zuständig ist. Sowas gehört zur besten Freundin oder zum Profi. Wenn ich mich selbst nicht gut genug finde, muss ich ihm das nicht auch noch unter die Nase reiben. Wenn ich Pech habe, glaubt er mir. Es gipfelte darin, dass ich dann vor seiner Tür ein kleines bisschen Streß gemacht habe, weil er jegliche Kommunikation verweigerte. Er hat mich, während ich vor seiner Tür stand, sogar auf Facebook geblockt. Musste er doch damit rechnen, dass ich irgendwelche Bösartigkeiten an seine Wall poste. Wow. Wenn ich das so lese-der Mann muss mich sehr gern haben. Dass der mich noch anschaut...Und genau das ist das Problem! Ich habe nicht drauf vertraut, dass er es gut meint mit mir. Ich wollte ALLES und zwar sofort. Er wollte es einfach nur schön haben mit mir. Und es war ja auch immer schön. Das Commitment hat mir halt gefehlt. Aber klassisch Mann, der hat sich nach all den Erfahrungen vorher die Sache in Ruhe anschauen wollen. Ob das mit uns überhaupt geht. Oder ob ich doch ne totale Spinnerin bin. Er hat dann ja uch die entsprechende Schlußfolgerung gezogen.
Und jetzt? Jetzt bin ich seine Affäre. Ich kümmere mich null um das, was mit ihm und seiner offiziellen Beziehhung läuft. Klar, wenn er Fotos postet zwickts ein bisschen. Aber das schieb ich weg. Wenn ich hier krank rumliege und mich langweile, er aber nen superharten Job hat, darf ich nicht wieder ausflippen, wenn er Nachrichten nicht sofort beantwortet. Ich kämpfe da immer noch sehr mit mir, schwanke hin und her zwischen 'er liebt mich nicht' und 'na klar hat er mich gern'. Muss mir immer seine Worte ins Gedächtnis rufen, wie sehr er immer an mich denken würde. Ich hab ihn nach seinem Auslandsjob schon gesehen, seine Freundin glaube ich nicht oder erst nach mir. wenn ich ihm einfach vertraut und seine gelegentlichen Kommunikationslöcher nicht immer so persönlich genommen hätte, dann hätten wir uns etliche Trennungen erspart. Logisch, dass er mich jetzt unter 'für Spaß ganz wunderbar, für mehr-o.O gefährlich' einstuft. Kein Mann kommt mit soviel emotionalem Wahnsinn klar.
Der Wiener war der Tapferste bisher. 3 Jahre. Aber selbst bei ihm habe ich einen Hinweis darsuf gefunden, das meine Aussendarstellung als lustige, starke und bisschen verrückte kleine Frau mit dem emotional bedürftigen Klammeräffchen, in das ich mich bei ihm verwandelt habe, ihn völlig vor den Kopf gestossen hat. Und er hat immer versucht, logisch und rational mit mir und meinen gelegentlichen Schwächeanfällen umzugehen. Eigentlich perfekt, aber ich fand ihn nur kalt und gefühllos.
Lernen wir da doch einfach, Gefühle per se nicht so wichtig zu nehmen. Wir haben sie. Punkt. Gut oder nicht gut zeigt die Zeit. Und sich von der Intuition leiten zu lassen kann helfen, sich von den Gefühlen steuern zu lassen führt in den Beziehungskrieg, zu Nörgeln, Kleinkindverhalten und verständnislosen Männern. Oder zu solch verzweifelten Weibern wie meiner Chefin. Auch deswegen bin ich einfach keine Prinzessin. Kein Mann muss mir die erbsen unterm Hintern wegzaubern. Kann ich selber. und wenn ich ein Problem habe, überlege ich mir lange, ob er davon erfährt. Ich bin erwachsen, ich kann das alleine! Meine Männer standen alle auf die starke Frau mit Humor und Hirn. Ich muss sie nicht davon überzeugen, dass ich total bekloppt bin. reicht, wenn ihr das wisst!
Samstag, 9. Juni 2012
Never let them see you sweat
Oder auch: Egal wie sehr es dich ankotzt, behalte es für dich.
Gilt nicht nur für Liebhaber, Exfreunde oder Affären. Trifft auch zu bei ChefInnen, Feinden, KollegInnen...
Mit der antiautoritären Erziehung hat auch die Unsitte angefangen, die eigenen Befindlichkeiten jedem unsortiert um die Ohren zu hauen und ohne Rücksicht auf den Schaden für sich selbst und andere mit Wahrheiten um sich zu schmeißen. Vorbei die Zeiten von 'sagt man nicht' 'tut man nicht'. Und das ist auch gut so. Bittere Wahrheiten in sich reinzufressen führt nur zu Magengeschwüren. Allerdings kann es sehr nützlich sein, sich ein wenig zu disziplinieren. Etwas, das zugegebenermassen ziemlich aus der Mode gekommen und irgendwie langweilig ist, weil es dann doch das Drama im Leben reduziert. Und wer wüßte das besser als ich, ewige Dramaqueen? Starke Worte, harte Beurteilungen, schnelle Konsequenzen-hab ich vom Papa gelernt. Schnelles Handeln ist mit Sicherheit eine Tugend, führt aber genausoschnell oft in die Irre. Denn man verrät sich dabei selbst. Oder noch genauer, man verrät mit übereilten Reaktionen oft Emotionen, die nur für den einen kurzen Schreckmoment gelten und 10 Minuten später, wenn der Verstand wieder einsetzt, ist die Bewertung einer Situation und damit meiner Reaktion vielleicht schon wieder eine ganz andere.
Impulskontrolle ist das Stichwort. Oder Besonnenheit. Oder einfach Nachdenken, nachfühlen. Um was geht es, was macht es mit mir. Wechselbad der Gefühle. Manchmal kann es sinnvoll sein, die Kontrolle zu verlieren und jemand anzubrüllen. Macht sich bezahlt bei Menschen, die nur die Sprache der hemmungslosen Launenhaftigkeit verstehen, so wie in 'Psychopatische Möchtegernchefinnen'. Die hat seit meinem Wutanfall auf offener Straße Angst vor mir und läßt mich überwiegend in Ruhe, ja, ich scheine damit sogar so etwas wie Respekt bei ihr erbrüllt zu haben. Hat sie gemeint, sie wär die einzige Böse im Laden? Oh nein meine Liebe, ich kann das auch. Ich hab mich nur irgendwann in den Griff bekommen. Weil ich netten Menschen nicht weh tun will. Oder sie erschrecken. Das brauchen nur so Wahnsinnige wie sie.
Alle anderen stehen dann doch mehr auf kleine Dosen Lizzie. Das ist aber nicht der einzige Grund, um mich hin und wieder extrem zurückzuhalten. Bei meiner Chefin habe ich es noch zufällig richtig angewendet, all die Jahre Beobachtung und Runterschlucken gebündelt in dem Moment rausgelassen, als sie nicht damit gerechnet hat. Nie hätte sie so etwas für möglich gehalten, diese Explosion! Das Überraschungsmoment war überhaupt das Beste dran, ihr Gesicht und ihre Verzweiflung haben mir MACHT gegeben. Und genau DARUM geht es.
Wer sich beherrscht, hat die Kontrolle und die Macht über eine Situation. Die anderen agieren, geben sich Blößen und kämpfen. Wenn man es dann schafft, ruhig und besonnen zuzuhören, lernt man eine Menge. Und wenn man sich dann noch die Zeit nimmt, geschickt eine Antwort zu formulieren statt aus der Emotion heraus zu reagieren, dann vermeidet an die Dinge, bei denen man hinterher nur aufstöhnen und sich wünschen kann, man hätte sie nie nie nie gesagt. oder geschrieben.
Ich finde es nicht lustig, wenn er mit ihr Campen geht. Fotos von 2 Stühlen vor der Zelttür und ordentlich abgestellten 2 Paar Badelatschen postet. Ich habe keine Ahnung, ob er das jetzt mehr für sich selbst macht, um sich zu beweisen, dass er eine Beziehung hat. Ob er mir damit was sagen will oder es einfach nur witzig findet. Ich fand es Scheiße. Und zugleich werde ich das Gefühl nicht los, das hier die ersten Spatenstiche für ein Beziehungsgrab gemacht werden. Ja, er war immer auch in der Natur unterwegs, in den Bergen, auf Hütten. Da wo's Bier und Party gibt. Kommentare von Freunden, dass er ja jetzt unterm Weiberregiment stehen würde und ein Foto von der Dauercamperhölle zeugen nicht grade von Spaß und Freude. Und jedes Wochendene Grillen mit Freunden aufm Land. Hat er vorher nie gemacht, genausowenig wie ich. Schlicht, weil ich nur einen Freund mit Grill hier in München habe? Es hat mich einfach nie interessiert. Sonst hätte ich Freunde, die das tun. Während ich also damit kämpfe, wieder mal, dass er nie soviel Zeit mit mir verbracht hat, dass wir uns fast immer nur in der Horizontalen getroffen haben und ich nicht mit ihm und seinen Spezln Partx gemacht habe, hockt er im Regen im Zelt. Wer von beiden wollte eigentlich an den Chiemsee? Meine Heimat?
Ich hätte früher mit Sicherheit eine böse Nachricht geschickt. Wahrscheinlich sogar aufs Handy, was er ja nicht möchte. Ich auch nicht, wenn sie so eine sms finden würde, wär die schöne Affäre ja hinüber...So habe ich nur bei Facebook kommentiert, dass ich am Wochenende eventuell auch da wäre. Und glücklicherweise nicht campen müßte.
Denn auch wenn ich gerne Zeit mit ihm verbringe-CAMPEN ist das letzte, auf was ich neidisch bin! Bei starhlendem Sonnenschein irgendwo in Italien in der Sonne. Kann man drüber reden. Aber für 2 Tage nur 100km weit im Regen???? Tagesausflug ist auch noch schön, aber im Zelt. Bitte nicht.
Aber nie nie nie wird er erfahren, in welche Zweifel und Überlegungen mich das wieder gestürzt hat! Das löst ja schon die Grundsatzfrage aus, wie weit ich mich auf das Ganze weiter einlasse, ob ich stark genug bin um das drüberzustehen und einfach die Stunden mit ihm geniesse, ohne es oder ihn mir zu nahe gehen zu lassen. Und das, obwohl der Entschluß ja feststeht. Es wird ausgereizt, ich will den Bonus von all dem Hin und Her in Form von Mindblowing Sex und sonst nix! Ich will mich auf die neue Richtung im Job konzentrieren, neue Sachen anfangen. Neuer Mann hat da keinen Platz, Joyclub ist schon zu aufwändig, also nehm ich ihn. Oder keinen. Ich habe durch den ganzen Krampf im Laden soviel über mich gelernt und mich so verändert, dass ich tatsächlich stark genug bin, dabei richtig Spaß zu haben. Und wenn ich mal einen Durchhänger habe, dann ist der hormonell bedingt, da kamen PMS und Erkältung zusammen, das zählt nicht!
Und genau das ist der Punkt. Heute finde ich seine Fotos und seine Freundin unglaublich albern und freu mich drauf, wenn er wieder hier ankommt. Wenn ich mich auf einen kurzen Zustand der Unzurechnungsfähigkeit eingelassen und aus einer temporären Verwirrung heraus gehandelt hätte, wäre es wie damals, als ich vor seiner Tür stand und sie eintreten wollte. Ich hätte hinreichend bewiesen, dass ich labil, schwach und unzuverlässig launenhaft bin. Da geht es nicht drum, mal ein bissl zickig zu sein oder einen schlechten Tag zu haben. Klar verzeihen Männer auch mal ein bisschen Drama, aber ausflippen geht gar nicht. Und zuviel von diesen Schwächen preisgeben macht einen unglaubwürdig. Ich möchte ernst genommen werden. Ich führe mir Beispiele aus meiner Arbeit vor Augen, wo sich ein paar schwule Jungs grade extrem in die Nesseln gesetzt haben und jeder nur noch den Kopf über sie schüttelt und sie meidet. Ich möchte ein anderes Bild von mir vermitteln. Ich bin erwachsen, ich muss nicht heulen wenn ich was will. Es muss reichen, wenn ich einmal deutlich was sage. Und das hat es auch immer schon, ich konnte das ja ganz gut. ich hab's nur selber nicht mitgekriegt und gedacht, ich müßte noch mehr sagen. und das war dann zuviel.
Lass sie nicht die Kämpfe sehen. Dafür sind gute Freunde, Freundinnen da. Mit denen kann man alles analysieren und da kann man heulend anrufen und audflippen. Den Männern oder den Kollegen sollte man besser keine Angst machen. Und ein Mann, der mich lange genug kennt, weiß auch so, was in mir vorgeht. Er kann sich denken, dass das nicht leicht ist für mich. Aber solang er sich noch ein klitzkleines bisschen fragen muss, ob es mir nicht vielleicht doch egal ist, kann ich seinen Jagdinstinkt kitzeln. Er soll sich nicht zu sicher sein.
Um das Geheimnisvolle geht es. Ein bisschen nicht ganz fassbar, durchschaubar zu sein. Macht sich gut. Den Rest regelt der Coach!
Gilt nicht nur für Liebhaber, Exfreunde oder Affären. Trifft auch zu bei ChefInnen, Feinden, KollegInnen...
Mit der antiautoritären Erziehung hat auch die Unsitte angefangen, die eigenen Befindlichkeiten jedem unsortiert um die Ohren zu hauen und ohne Rücksicht auf den Schaden für sich selbst und andere mit Wahrheiten um sich zu schmeißen. Vorbei die Zeiten von 'sagt man nicht' 'tut man nicht'. Und das ist auch gut so. Bittere Wahrheiten in sich reinzufressen führt nur zu Magengeschwüren. Allerdings kann es sehr nützlich sein, sich ein wenig zu disziplinieren. Etwas, das zugegebenermassen ziemlich aus der Mode gekommen und irgendwie langweilig ist, weil es dann doch das Drama im Leben reduziert. Und wer wüßte das besser als ich, ewige Dramaqueen? Starke Worte, harte Beurteilungen, schnelle Konsequenzen-hab ich vom Papa gelernt. Schnelles Handeln ist mit Sicherheit eine Tugend, führt aber genausoschnell oft in die Irre. Denn man verrät sich dabei selbst. Oder noch genauer, man verrät mit übereilten Reaktionen oft Emotionen, die nur für den einen kurzen Schreckmoment gelten und 10 Minuten später, wenn der Verstand wieder einsetzt, ist die Bewertung einer Situation und damit meiner Reaktion vielleicht schon wieder eine ganz andere.
Impulskontrolle ist das Stichwort. Oder Besonnenheit. Oder einfach Nachdenken, nachfühlen. Um was geht es, was macht es mit mir. Wechselbad der Gefühle. Manchmal kann es sinnvoll sein, die Kontrolle zu verlieren und jemand anzubrüllen. Macht sich bezahlt bei Menschen, die nur die Sprache der hemmungslosen Launenhaftigkeit verstehen, so wie in 'Psychopatische Möchtegernchefinnen'. Die hat seit meinem Wutanfall auf offener Straße Angst vor mir und läßt mich überwiegend in Ruhe, ja, ich scheine damit sogar so etwas wie Respekt bei ihr erbrüllt zu haben. Hat sie gemeint, sie wär die einzige Böse im Laden? Oh nein meine Liebe, ich kann das auch. Ich hab mich nur irgendwann in den Griff bekommen. Weil ich netten Menschen nicht weh tun will. Oder sie erschrecken. Das brauchen nur so Wahnsinnige wie sie.
Alle anderen stehen dann doch mehr auf kleine Dosen Lizzie. Das ist aber nicht der einzige Grund, um mich hin und wieder extrem zurückzuhalten. Bei meiner Chefin habe ich es noch zufällig richtig angewendet, all die Jahre Beobachtung und Runterschlucken gebündelt in dem Moment rausgelassen, als sie nicht damit gerechnet hat. Nie hätte sie so etwas für möglich gehalten, diese Explosion! Das Überraschungsmoment war überhaupt das Beste dran, ihr Gesicht und ihre Verzweiflung haben mir MACHT gegeben. Und genau DARUM geht es.
Wer sich beherrscht, hat die Kontrolle und die Macht über eine Situation. Die anderen agieren, geben sich Blößen und kämpfen. Wenn man es dann schafft, ruhig und besonnen zuzuhören, lernt man eine Menge. Und wenn man sich dann noch die Zeit nimmt, geschickt eine Antwort zu formulieren statt aus der Emotion heraus zu reagieren, dann vermeidet an die Dinge, bei denen man hinterher nur aufstöhnen und sich wünschen kann, man hätte sie nie nie nie gesagt. oder geschrieben.
Ich finde es nicht lustig, wenn er mit ihr Campen geht. Fotos von 2 Stühlen vor der Zelttür und ordentlich abgestellten 2 Paar Badelatschen postet. Ich habe keine Ahnung, ob er das jetzt mehr für sich selbst macht, um sich zu beweisen, dass er eine Beziehung hat. Ob er mir damit was sagen will oder es einfach nur witzig findet. Ich fand es Scheiße. Und zugleich werde ich das Gefühl nicht los, das hier die ersten Spatenstiche für ein Beziehungsgrab gemacht werden. Ja, er war immer auch in der Natur unterwegs, in den Bergen, auf Hütten. Da wo's Bier und Party gibt. Kommentare von Freunden, dass er ja jetzt unterm Weiberregiment stehen würde und ein Foto von der Dauercamperhölle zeugen nicht grade von Spaß und Freude. Und jedes Wochendene Grillen mit Freunden aufm Land. Hat er vorher nie gemacht, genausowenig wie ich. Schlicht, weil ich nur einen Freund mit Grill hier in München habe? Es hat mich einfach nie interessiert. Sonst hätte ich Freunde, die das tun. Während ich also damit kämpfe, wieder mal, dass er nie soviel Zeit mit mir verbracht hat, dass wir uns fast immer nur in der Horizontalen getroffen haben und ich nicht mit ihm und seinen Spezln Partx gemacht habe, hockt er im Regen im Zelt. Wer von beiden wollte eigentlich an den Chiemsee? Meine Heimat?
Ich hätte früher mit Sicherheit eine böse Nachricht geschickt. Wahrscheinlich sogar aufs Handy, was er ja nicht möchte. Ich auch nicht, wenn sie so eine sms finden würde, wär die schöne Affäre ja hinüber...So habe ich nur bei Facebook kommentiert, dass ich am Wochenende eventuell auch da wäre. Und glücklicherweise nicht campen müßte.
Denn auch wenn ich gerne Zeit mit ihm verbringe-CAMPEN ist das letzte, auf was ich neidisch bin! Bei starhlendem Sonnenschein irgendwo in Italien in der Sonne. Kann man drüber reden. Aber für 2 Tage nur 100km weit im Regen???? Tagesausflug ist auch noch schön, aber im Zelt. Bitte nicht.
Aber nie nie nie wird er erfahren, in welche Zweifel und Überlegungen mich das wieder gestürzt hat! Das löst ja schon die Grundsatzfrage aus, wie weit ich mich auf das Ganze weiter einlasse, ob ich stark genug bin um das drüberzustehen und einfach die Stunden mit ihm geniesse, ohne es oder ihn mir zu nahe gehen zu lassen. Und das, obwohl der Entschluß ja feststeht. Es wird ausgereizt, ich will den Bonus von all dem Hin und Her in Form von Mindblowing Sex und sonst nix! Ich will mich auf die neue Richtung im Job konzentrieren, neue Sachen anfangen. Neuer Mann hat da keinen Platz, Joyclub ist schon zu aufwändig, also nehm ich ihn. Oder keinen. Ich habe durch den ganzen Krampf im Laden soviel über mich gelernt und mich so verändert, dass ich tatsächlich stark genug bin, dabei richtig Spaß zu haben. Und wenn ich mal einen Durchhänger habe, dann ist der hormonell bedingt, da kamen PMS und Erkältung zusammen, das zählt nicht!
Und genau das ist der Punkt. Heute finde ich seine Fotos und seine Freundin unglaublich albern und freu mich drauf, wenn er wieder hier ankommt. Wenn ich mich auf einen kurzen Zustand der Unzurechnungsfähigkeit eingelassen und aus einer temporären Verwirrung heraus gehandelt hätte, wäre es wie damals, als ich vor seiner Tür stand und sie eintreten wollte. Ich hätte hinreichend bewiesen, dass ich labil, schwach und unzuverlässig launenhaft bin. Da geht es nicht drum, mal ein bissl zickig zu sein oder einen schlechten Tag zu haben. Klar verzeihen Männer auch mal ein bisschen Drama, aber ausflippen geht gar nicht. Und zuviel von diesen Schwächen preisgeben macht einen unglaubwürdig. Ich möchte ernst genommen werden. Ich führe mir Beispiele aus meiner Arbeit vor Augen, wo sich ein paar schwule Jungs grade extrem in die Nesseln gesetzt haben und jeder nur noch den Kopf über sie schüttelt und sie meidet. Ich möchte ein anderes Bild von mir vermitteln. Ich bin erwachsen, ich muss nicht heulen wenn ich was will. Es muss reichen, wenn ich einmal deutlich was sage. Und das hat es auch immer schon, ich konnte das ja ganz gut. ich hab's nur selber nicht mitgekriegt und gedacht, ich müßte noch mehr sagen. und das war dann zuviel.
Lass sie nicht die Kämpfe sehen. Dafür sind gute Freunde, Freundinnen da. Mit denen kann man alles analysieren und da kann man heulend anrufen und audflippen. Den Männern oder den Kollegen sollte man besser keine Angst machen. Und ein Mann, der mich lange genug kennt, weiß auch so, was in mir vorgeht. Er kann sich denken, dass das nicht leicht ist für mich. Aber solang er sich noch ein klitzkleines bisschen fragen muss, ob es mir nicht vielleicht doch egal ist, kann ich seinen Jagdinstinkt kitzeln. Er soll sich nicht zu sicher sein.
Um das Geheimnisvolle geht es. Ein bisschen nicht ganz fassbar, durchschaubar zu sein. Macht sich gut. Den Rest regelt der Coach!
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