So gut es tut, hier tagebuchmäßig meinen Scheiß abzuladen-mal eine Woche mit niemandem drüber reden, keine andere Meinung zu hören und ganz allein auf mich gestellt in mich reinzufühlen hat gutgetan. Und ich habe mich erinnert, mal eine Deadline gesetzt zu haben für die Dauer einer Affäre. Dieser Affäre. Wie lange möchte ich in zweiter Reihe stehen und zwar vielleicht in seinen Gedanken großen Raum einzunehmen, nicht aber in seinem Leben? Und ich hatte mir 6 Monate gegeben. So ab dem Zeitpunkt, ab dem es ernst wurde, nicht nur ein paar heiße Nächte, sondern etwas, was andauert. Das war denke ich so an Mitte Mai. Heißt, ab November darf er sich noch in meinem Leben rumtreiben, aber nicht mehr in meinem Bett. Dann hat er zwei Frauen, von denen keine mit ihm schläft. Ich werde dann auch nichts mehr erwarten. Ihn ganz auszulöschen wird mir nicht gelingen fürchte ich, aber das Projekt Beziehung und er, das wird dann Geschichte sein. Ohne Groll, ohne Hass, habe ich mich doch freiwillig hierauf eingelassen. Es fiel mir auch lang leichter so, so unbeständig, so ungebunden. Ich schätze den Gedanken, dass man jederzeit kommen und gehen kann, sich nicht abhängig macht von einem anderen Menschen, von der Zuneigung eines anderen Menschen. Die ja so schnell weg sein kann. Und ich überdenke die ganzen kritischen Situationen in den letzten Monaten, in denen ich mit Sicherheit wieder sofort alles kurz-und kleingeschrieben und ihn wieder in Grund und Boden verdammt hätte. Ja, er ist keiner, der sich jeden Tag meldet. Also, wenn er Streß hat. Wenn er Zeit hat, dann meldet er sich ständig. Das zu kapieren und zu akzeptieren hätte ich nicht geschafft, wenn ich nicht immer leicht schmollend alles auf die Formel 'wir haben keine Beziehung und er hat eine Freundin' zusammenrechnen hätte können. So albern das klingt, das hat mir die Freiheit des Nicht-Handels gegeben. Ich mußte nicht etwas einfordern, das vielleicht gar nicht so wichtig ist und damit all das Schöne und seine lieben Gedanken an mich kaputtmachen.
Irrer Gedanke. Seine Beziehung hilft mir, mich auf ihn einzulassen. Zu verstehen, dass dieses Sich Nicht Melden per se nichts Schlimmes ist. Dass er dann auch leicht genervt ist, wenn ich zu drängend werde. Mir kurz grollt, aber TROTZDEM WIEDERKOMMT. Und ja, das ist ein Konzept, das mir dank einer latenten Persönlichkeitsstörung fremd ist. Ganz oder gar nicht heißt das bei mir. Entweder ich finde einen Menschen gut. Oder mich stört was und dann ist die Person auch im Ganzen Scheiße. Und dann lauf ich weg, weil ich mit so einem Kerl nix zu tun haben will. Weil ich nicht verstanden habe, dass der mich trotzdem mag, auch wenn ich ihn nerve. Danke dafür Papa...
Ja, er kommt immer wieder. Auch wenn er sich 2 Tage nicht meldet. Und dafür dann beleidigt bei MIR nachfragt, ob ich nicht mehr mit ihm reden würde. Nur weil er im Ausland meine Mails nicht bekommen hat. Ha! Kann er mal sehen, wie das ist! Auch wegen sowas weiß ich, dass ich in seinen Gedanken bin und er mir nahe sein möchte. Trotzdem werde ich mich als Geliebte nicht einrichten. Je besser ich das hinkriege, mit dem mich-auf-jemand-einlassen, desto sicherer werde ich mir darin, dass ich das will, fest, mit ihm. Wie oft findet man denn schon den, von dem man nach einer halben Stunde ahnt, dass der der Richtige sein könnte? Der dir richtigen Fragen stellt, die richtigen Sachen sagt, klug und charmant ist, witzig und der MICH durchschaut, so weit, wie ich es ihm erlaubt habe bis jetzt und bei dem ich das Gefühl habe, je mehr ich von der echten Lizzie zeige, der kleinen, lieben, etwas unsicheren Lizzie, desto mehr mag er mich. Ja, dass ich jetzt schon einige Male geschafft habe, meine echten Gefühle preiszugeben und er ist IMMER noch da, das haut mich echt um. Und jetzt geht Weglaufen nicht mehr. Oh, das war sooooooooooo einfach. Er macht was falsch, ich bin im Recht und recht empört und er möchte aber auch so gar nicht drüber reden? NEXT! Zu kompliziert, wird eh nie was, also hau raus die Mail, auf die er wieder bockig reagieren wird und wieder Schluß machen. Und dann mit bisschen Abstand den nächsten Versuch.
Als er das erste Mal Schluß gemacht hat, lag er Tage im Bett und musste Jobs absagen. Wir beide kommen einfach mit diesen extremen Gefühlen nicht klar. Dabei ist es so einfach. Mein Bauch sagt mir, das könnte dieses richtig große gute 'für immer' sein. Nicht einfach nur ein Lebensabschnittsgefährte. Der mann für den Rest vom Leben.
Achtung, vor Betreten dieses Blogs bitte Illusionen an der Garderobe abgeben! Romantiker müssen jetzt ganz tapfer sein. MizzLizz kämpft sich durch den Dschungel der Stadt und versucht, den Männern den Kopf zu verdrehen. Aber sie ist nicht allein! Mögen ihre Exfreunde und Cottonmouth mit ihr sein
Samstag, 29. September 2012
Mittwoch, 19. September 2012
Keine Entscheidungen unter PMS!!!!
Wie komme ich von dem Traum heute morgen dazu, ihn schon wieder komplett aus meinem Leben schmeißen zu wollen? Oh Gott, diese scheiß Hormone werfen mich grade um Lichtjahre zurück! Ja, ich habe allen Grund, mich verarscht zu fühlen. Seine Freundin taucht wieder per Kommentaren und Likes auf seiner Facebookseite auf. Und er zieht wieder die Toter-Mann-Nummer ab. Nicht antworten. Abtauchen. Dabei fühle ich, wie er an mich denkt. Und er hat ja eine klare Ansage. Ich werde nicht ewig so weitermachen. Also muss ich doch jetzt nichts übers Knie brechen, weil ich grade voll bin mit Sehnsucht, Wut und eben diesen Hormonen. Beziehungsweise dem Mangel an Östrogen. Und Kreuzschmerzen habe ich, müde und zerschlagen, kein Kreislauf. Kopfweh. Nur diese Angst, ihn zu verlieren. Und genau hier hätte die alte Liz alles kaputt gemacht. Boooooooooom. Im Zweifelsfall die Bombe direkt vor seiner Tür gezündet.
Ich bin ja da anderer Meinung, aber der Mensch, der mich am besten kennt und mit dem ich mich seit 20 Jahren verbunden fühle, meine beste Freundin, die ist genau wie er. Wenn sie nicht will und keine Antwort hat, dann stellt sie sich auch tot. Und ja, ich hasse es. Ich greife reflexartig zum Telefon, wenn es klingelt und sie traut sich, nimmt sich die Freiheit, nicht dranzugehen. Das traue ich mich nicht. Nur ganz selten. Und hab dann ein schlechtes Gewissen. Sie nicht. Sie versteht ihn. Und sie ist mir genauso wichtig wie er, also akzeptiere ich ihre Macke. Ich habe keine Ahnung, was er tun würde, wenn es ein Notfall wäre. Aber das ist es nicht. Nur eine Geliebte, die ihre Freiheit zu schätzen weiß. Und ja, ich hasse es, ihn nicht zum Reden zwingen zu können. Es macht mich echt sauer. Aber wenn ich jetzt reinschlage, dann führt das nur dazu, dass er mir Wochen aus dem Weg geht und dann alles von vorne anfängt.
Ja, vielleicht hat sie ihn grade wieder. Und vielleicht geht's ja ein paar Tage gut. Aber er ist bis jetzt, Herzchen an der Pinnwand hin, Herzchen her, jedes Mal wieder zu mir gekommen. Ich vertraue darauf, dass er sich melden wird. Dann, wenn er bereit ist. Und ich muss einfach dran denken, wie er ist, wenn er bei mir ist. Nah. Sehr nah. Und er macht es nicht absichtlich. Oder doch? Er möchte es sich einfach machen. Mann halt. Eine von uns soll die Entscheidung treffen. Damit er nicht der Böse ist. Tief durchatmen Lizzie. Das stehst du jetzt auch noch durch. Du bist nicht so weit gekommen, um kurz vor dem Ziel aufzugeben. Und ja, er kann sich auch für sie entscheiden. So hat sich das aber nicht angefühlt. Noch schwankt er. Noch hab ich eine Chance. Und ja, er sieht grade extrem feige aus. Aber er hat ja auch echt Grund, Angst vor mir zu haben. Bin furchteinflößend, wenn ich vor einer Tür randaliere. Er hat was gut dafür, dass er mich immer so glücklich macht, mich so schön fickt und festhält und mir das Gefühl gibt, die Einzige zu sein.
Trotzedem werde ich weiter nach meinem Visitenkartenverlierer Ausschau halten. Oder einen neuen Mann mit Hut suchen. Und den nicht ganz so eindeutig aufreissen. Männliche Befindlichkeiten sind lästig, aber wenn ich einen will...Oder Joyclub. Hm.
Ich bin ja da anderer Meinung, aber der Mensch, der mich am besten kennt und mit dem ich mich seit 20 Jahren verbunden fühle, meine beste Freundin, die ist genau wie er. Wenn sie nicht will und keine Antwort hat, dann stellt sie sich auch tot. Und ja, ich hasse es. Ich greife reflexartig zum Telefon, wenn es klingelt und sie traut sich, nimmt sich die Freiheit, nicht dranzugehen. Das traue ich mich nicht. Nur ganz selten. Und hab dann ein schlechtes Gewissen. Sie nicht. Sie versteht ihn. Und sie ist mir genauso wichtig wie er, also akzeptiere ich ihre Macke. Ich habe keine Ahnung, was er tun würde, wenn es ein Notfall wäre. Aber das ist es nicht. Nur eine Geliebte, die ihre Freiheit zu schätzen weiß. Und ja, ich hasse es, ihn nicht zum Reden zwingen zu können. Es macht mich echt sauer. Aber wenn ich jetzt reinschlage, dann führt das nur dazu, dass er mir Wochen aus dem Weg geht und dann alles von vorne anfängt.
Ja, vielleicht hat sie ihn grade wieder. Und vielleicht geht's ja ein paar Tage gut. Aber er ist bis jetzt, Herzchen an der Pinnwand hin, Herzchen her, jedes Mal wieder zu mir gekommen. Ich vertraue darauf, dass er sich melden wird. Dann, wenn er bereit ist. Und ich muss einfach dran denken, wie er ist, wenn er bei mir ist. Nah. Sehr nah. Und er macht es nicht absichtlich. Oder doch? Er möchte es sich einfach machen. Mann halt. Eine von uns soll die Entscheidung treffen. Damit er nicht der Böse ist. Tief durchatmen Lizzie. Das stehst du jetzt auch noch durch. Du bist nicht so weit gekommen, um kurz vor dem Ziel aufzugeben. Und ja, er kann sich auch für sie entscheiden. So hat sich das aber nicht angefühlt. Noch schwankt er. Noch hab ich eine Chance. Und ja, er sieht grade extrem feige aus. Aber er hat ja auch echt Grund, Angst vor mir zu haben. Bin furchteinflößend, wenn ich vor einer Tür randaliere. Er hat was gut dafür, dass er mich immer so glücklich macht, mich so schön fickt und festhält und mir das Gefühl gibt, die Einzige zu sein.
Trotzedem werde ich weiter nach meinem Visitenkartenverlierer Ausschau halten. Oder einen neuen Mann mit Hut suchen. Und den nicht ganz so eindeutig aufreissen. Männliche Befindlichkeiten sind lästig, aber wenn ich einen will...Oder Joyclub. Hm.
Traum. Traumhaft
Mein Unterbewußtsein hat mir die Antwort auf meinen pessimistischen Anfall gestern gegeben. Im Traum heut morgen. Da stand Mr.Bickle vor meiner Tür. Wobei ich eigentlich bei meinen Eltern war. Und als er seine Jacke aufgemacht hat, war sein Oberkörper nackt. Ich habe das interpretiert als Symbol dafür, dass er bleiben wollte. Und so war es auch. Er war da, bei mir, gekommen um zu bleiben.
Wouw. Hat mich sogar im Traum ganz schön verwirrt. Wenn ich daran wirklich glauben würde, würde ich wahrscheinlich wieder Angst bekommen. Blöd, weil es ja das ist, was ich mir wünsche. Denn das wär's dann gewesen. Für mich. Forever and a day. Mr.Bickle für immer. Ich will keine Beziehung, die mal so ein paar Jahre hält und wenn's nicht mehr spannend ist sucht man sich was Neues. Ich bin da echt altmodisch. Mein Baby gehört zu mir. Für immer! Mich auf jemand einzulassen, das mache ich nur, wenn ich kein Ende sehen kann. Alt werden will ich dann mit meinem Mann. Mein Leben mit ihm planen. Kein Einzelwesen mehr, zwei Menschen, die irgenwie ein gemeinsames Ziel haben, sich verbinden und auch nicht beim ersten Problem aufgeben.
Ich habe es leise aber unmissverständlich eingefordert. Ich glaube, er kämpft. Dreht, ist im Streß, und hat gestern erstmal wieder nicht auf meine Nachrichten reagiert. Das heißt nicht, dass er mich nicht mehr mag, das habe ich inzwischen verstanden. Es heißt, er hat momentan keine Antwort für mich. Und er ist echt nicht der Typ, der drüber redet, dass er mir eigentlich nichts zu sagen hat. Und wenn er was weiß, dann teilt er mir das genau dann auch mit. Und ich bin mir nicht sicher, ob drüber reden wirklich Sinn macht. Ja, ich bequatsche das Ganze ja auch mit meinen Mädels, denen, die in einer ähnliche Situation stecken. Danach bin ich immer eher negativ und nach den Büchern hab ich ja auch keine Chance. Da bleiben die Kerle fast immer bei den Frauen, mit denen sie zwar nicht glücklich sind, die aber verstanden haben, ihnen eine Verbindlichkeit abzufordern. Da geht es noch nicht mal um die Herzensgefühle allein. Da geht es auch um die Hoffnungen und Wünsche, die man an diese Beziehung geknüpft hatte. Die Träume mit dieser Person wahrmachen zu wollen.
Vor Jahren war ich auch in dieser Situation. Ein Mann bei Stuttgart, einer in München. Eigentlich ganz praktisch. Nur war der aus Stuttgart dann kurz davor, wegen mir nach München zu ziehen statt nach Berlin, wo er auch hingehörte, so dass ich fair sein wollte. Und hab mich für den Münchner entschieden. Der meinem Idealbild Mann eher entsprach. Heute weiß ich, dass der andere meiner Seele besser getan hat, er hat mir ein ähnliches Freiheitsgefühl gegeben wie Mr.Bickle jetzt und ich fühlte mich wie eine wirklich tolle Frau. Der in München war mein Wiener, und der hat mich, wie meine beste Freundin sagte, 'dunkel' gemacht. Mein Strahlen erlosch und ich verlor mich in der Depression. Bei ihm hatte ich immer das Gefühl, unzulänglich zu sein. Ein bisschen zu naiv, nicht intellektuell genug. Das ließ mich verstummen und bis heute kann ich einem Mann nur schwer sagen, was mich bewegt, weil ich von ihm da gerne zynische Kommentare bekommen hatte. Er hat's nicht bös gemeint, aber für meine zarte Seele war der nicht gut.
Also. Im Traum war er bei mir und ich bin damit überfordert gewesen. Und wach kann ich es mir nicht vorstellen, dass eine so verkorkste Geschichte mit soviel Ballast zu einer echten Partnerschaft führen kann. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, nicht mit ihm zu sein. Mit genug Liebe kriegen wir das hin?
P.S.: Gestern habe ich dem Schicksal die Chance gegeben, mir den anderen Schwabinger nochmal über den Weg zu schicken. Hab mich in der Gegend ins Café gesetzt, wo er wohl arbeitet. Denn etwas Neues, Unbelastetes wär auch schön. Allein, er lief nicht vorbei. mein Mann mit Hut bleibt verschollen.
Wouw. Hat mich sogar im Traum ganz schön verwirrt. Wenn ich daran wirklich glauben würde, würde ich wahrscheinlich wieder Angst bekommen. Blöd, weil es ja das ist, was ich mir wünsche. Denn das wär's dann gewesen. Für mich. Forever and a day. Mr.Bickle für immer. Ich will keine Beziehung, die mal so ein paar Jahre hält und wenn's nicht mehr spannend ist sucht man sich was Neues. Ich bin da echt altmodisch. Mein Baby gehört zu mir. Für immer! Mich auf jemand einzulassen, das mache ich nur, wenn ich kein Ende sehen kann. Alt werden will ich dann mit meinem Mann. Mein Leben mit ihm planen. Kein Einzelwesen mehr, zwei Menschen, die irgenwie ein gemeinsames Ziel haben, sich verbinden und auch nicht beim ersten Problem aufgeben.
Ich habe es leise aber unmissverständlich eingefordert. Ich glaube, er kämpft. Dreht, ist im Streß, und hat gestern erstmal wieder nicht auf meine Nachrichten reagiert. Das heißt nicht, dass er mich nicht mehr mag, das habe ich inzwischen verstanden. Es heißt, er hat momentan keine Antwort für mich. Und er ist echt nicht der Typ, der drüber redet, dass er mir eigentlich nichts zu sagen hat. Und wenn er was weiß, dann teilt er mir das genau dann auch mit. Und ich bin mir nicht sicher, ob drüber reden wirklich Sinn macht. Ja, ich bequatsche das Ganze ja auch mit meinen Mädels, denen, die in einer ähnliche Situation stecken. Danach bin ich immer eher negativ und nach den Büchern hab ich ja auch keine Chance. Da bleiben die Kerle fast immer bei den Frauen, mit denen sie zwar nicht glücklich sind, die aber verstanden haben, ihnen eine Verbindlichkeit abzufordern. Da geht es noch nicht mal um die Herzensgefühle allein. Da geht es auch um die Hoffnungen und Wünsche, die man an diese Beziehung geknüpft hatte. Die Träume mit dieser Person wahrmachen zu wollen.
Vor Jahren war ich auch in dieser Situation. Ein Mann bei Stuttgart, einer in München. Eigentlich ganz praktisch. Nur war der aus Stuttgart dann kurz davor, wegen mir nach München zu ziehen statt nach Berlin, wo er auch hingehörte, so dass ich fair sein wollte. Und hab mich für den Münchner entschieden. Der meinem Idealbild Mann eher entsprach. Heute weiß ich, dass der andere meiner Seele besser getan hat, er hat mir ein ähnliches Freiheitsgefühl gegeben wie Mr.Bickle jetzt und ich fühlte mich wie eine wirklich tolle Frau. Der in München war mein Wiener, und der hat mich, wie meine beste Freundin sagte, 'dunkel' gemacht. Mein Strahlen erlosch und ich verlor mich in der Depression. Bei ihm hatte ich immer das Gefühl, unzulänglich zu sein. Ein bisschen zu naiv, nicht intellektuell genug. Das ließ mich verstummen und bis heute kann ich einem Mann nur schwer sagen, was mich bewegt, weil ich von ihm da gerne zynische Kommentare bekommen hatte. Er hat's nicht bös gemeint, aber für meine zarte Seele war der nicht gut.
Also. Im Traum war er bei mir und ich bin damit überfordert gewesen. Und wach kann ich es mir nicht vorstellen, dass eine so verkorkste Geschichte mit soviel Ballast zu einer echten Partnerschaft führen kann. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, nicht mit ihm zu sein. Mit genug Liebe kriegen wir das hin?
P.S.: Gestern habe ich dem Schicksal die Chance gegeben, mir den anderen Schwabinger nochmal über den Weg zu schicken. Hab mich in der Gegend ins Café gesetzt, wo er wohl arbeitet. Denn etwas Neues, Unbelastetes wär auch schön. Allein, er lief nicht vorbei. mein Mann mit Hut bleibt verschollen.
Sonntag, 16. September 2012
Bye bye Depression? Es geht mir gut!
Die Frage ist, wird man eine Depression wirklich ganz los? Läßt sie einen dauerhaft aus den Klauen? Oder wird sie einfach nur leichter? Schwächer, bis sie kaum mehr spürbar ist? Habe ich soviel an meinem Leben geändert, dass ich langsam raus bin? Wachse ich raus? Kann es sein, dass mir die Regelmässigkeit und die Struktur des fast-jeden-Tag-in-die-Arbeit-gehens hilft? Während ich immer dachte, die Phasen, in denen ich als Freiberufler viel Zeit zwischen Jobs hatte, würde mir guttun um mich zu erholen, Abstand zu gewinnen, neue Energie zu tanken, stimmt vielleicht genau das Gegenteil. Nach einigen freien Tagen ohne Aufgaben, die ich meistens gnadenlos vertrödle, tue ich mich schwer, aus dem Energieloch, in das ich dabei falle, wieder herauszukrabbeln. Auch jetzt im Urlaub zuhause habe ich mir vorgenommen, gnadenlos meine Wohnung umzukrempeln. Einmal, weil es nötig ist, auch die braucht neue Strukturen, und dann um mich zu beschäftigen. Und ich kümmere mich drum, jeden Tag jemand zu treffen. Menschlichen Kontakt zu haben. Also quasi wie aus dem Lehrbuch für Selbsthilfe bei Depressionen. Und ich habe auch die Kraft dazu. Das ist ja das tückische an der Depri, das, was einem gut tum würde kostet so unendlich viel Kraft! Jeder normale Alltag fühlt sich an wie eine anstrengende Expedition in fremde Welten. Die Welt der Normalen, die einfach mal so eben schnell in die Stadt fahren.
Wie anders sich das anfühlt, wenn es dazu nicht unmenschlicher Kräfte braucht und ich spontan losfahren kann! Unfassbar. Ein Tag wie gestern wäre mir noch vor einem Jahr schwergefallen. Vormittags Weißwurstfrühstück mit dem besten Freund, ein Dirndl kaufen, um Mr.Bickle glücklich zu machen, schnell zum Supermarkt, und abends dann eine Kollegin abholen und gleich an 3 Orten den Urlaub zu feiern. Und alles meine Vorschläge. Gut, um 11 war ich durch, aber ich hatte auch zu wenig geschlafen. Irgendwann merke ich dann doch, dass mich zuviele Leute um mich rum noch anstrengen, aber früher wäre maximal einer der Programmpunkte dringewesen. Und dann lag ich da in meinem Bett und dieser Unterschied fiel mir auf. Ich war selber überrascht, wie normal das inzwischen für mich ist. Es lag auch an den Umständen, an der Chefin aus der Hölle voe allem. Aber wohl auch an den fehlenden Strukturen. Ich dachte, ich wäre nicht belastbar genug, um jeden Tag zu arbeiten. Ein bisschen zu krank um das energietechnisch durchzuhalten. Wie unrecht ich doch hatte. Denn sogar die Zusatzbelastung durch das Schreiben von echten eigenen Artikeln und übersetzen von ganz vielen anderen hat mich nicht zusammenbrechen lassen.
Es mag sein, dass mir Mr.Bickle auch einen Energieschub verpasst. Die Hormone beflügeln durchaus. Ich habe einen Lauf. Es richtet sich. Alles fügt sich zusammen. Es geht mir gut. Müde bin ich immer noch ständig, aber ich komm damit klar. Liegt auch an meinem niederigen Blutdruck. 90 zu 60 ist halt echt wenig. Daran ändert aber selbst die Überdosis Koffein nichts, die ich heut intus habe. Wie ich damit jetzt schlafen soll ist mir schleierhaft. Warum hab ich nicht nach koffeinfreiem Kaffee gefragt??? Ich bin sooooo kaputt aber auch duracellhäschenmäßig hibbelig. Und mein Kerl weit weg. Verdammt. Soll ich weiterputzen? Bad blinkt schon...
Wie anders sich das anfühlt, wenn es dazu nicht unmenschlicher Kräfte braucht und ich spontan losfahren kann! Unfassbar. Ein Tag wie gestern wäre mir noch vor einem Jahr schwergefallen. Vormittags Weißwurstfrühstück mit dem besten Freund, ein Dirndl kaufen, um Mr.Bickle glücklich zu machen, schnell zum Supermarkt, und abends dann eine Kollegin abholen und gleich an 3 Orten den Urlaub zu feiern. Und alles meine Vorschläge. Gut, um 11 war ich durch, aber ich hatte auch zu wenig geschlafen. Irgendwann merke ich dann doch, dass mich zuviele Leute um mich rum noch anstrengen, aber früher wäre maximal einer der Programmpunkte dringewesen. Und dann lag ich da in meinem Bett und dieser Unterschied fiel mir auf. Ich war selber überrascht, wie normal das inzwischen für mich ist. Es lag auch an den Umständen, an der Chefin aus der Hölle voe allem. Aber wohl auch an den fehlenden Strukturen. Ich dachte, ich wäre nicht belastbar genug, um jeden Tag zu arbeiten. Ein bisschen zu krank um das energietechnisch durchzuhalten. Wie unrecht ich doch hatte. Denn sogar die Zusatzbelastung durch das Schreiben von echten eigenen Artikeln und übersetzen von ganz vielen anderen hat mich nicht zusammenbrechen lassen.
Es mag sein, dass mir Mr.Bickle auch einen Energieschub verpasst. Die Hormone beflügeln durchaus. Ich habe einen Lauf. Es richtet sich. Alles fügt sich zusammen. Es geht mir gut. Müde bin ich immer noch ständig, aber ich komm damit klar. Liegt auch an meinem niederigen Blutdruck. 90 zu 60 ist halt echt wenig. Daran ändert aber selbst die Überdosis Koffein nichts, die ich heut intus habe. Wie ich damit jetzt schlafen soll ist mir schleierhaft. Warum hab ich nicht nach koffeinfreiem Kaffee gefragt??? Ich bin sooooo kaputt aber auch duracellhäschenmäßig hibbelig. Und mein Kerl weit weg. Verdammt. Soll ich weiterputzen? Bad blinkt schon...
Samstag, 15. September 2012
No more drama
Unfassbar eigentlich, war ich doch immer eine große Dramaqueen, bei mir lief nie was normal, immer war irgendwas Besonderes und ich ein Nervenbündel. Bis hin zu der Episode, in der ich vor Mr.Bickles Tür stand und ein bisschen dagegengetreten habe, weil er mir nicht aufmachen wollte...
Das hat mich ja zu meinem Coach und zur sytemischen Aufstellung getrieben. Auch nix für schwache Nerven, meine Güte, hat die Frau mich auseinandergenommen! Selten hat mich irgendwas so an meine Grenzen und drüber raus getrieben wie diese Erfahrung, das Gesamtpacket 'kompletter Aussetzer und sofortige Krisenintervention' war hart, aber notwendig. Mein Coach hatte mich gewarnt, dass die Veränderungen, die in mir stattfinden würden, Auswirkungen auf meine Umgebung haben würden. Und dass die Menschen um mich herum reagieren würden. Das haben sie dann auch gemacht. Im Fall meiner Chefin und der einen Kollegin eskalierte das in offenes Mobbing und direkte Angriffe. Und bei einem Dreh hat der Geschäftsführer des Senders beschlossen, dass ich nach 4 Jahren wohl nicht mehr für ihn arbeiten sollte. Da hat's mir dann endgültig gereicht. Und ich habe angefangen, meine Selbständigkeit als Make-up Artist und meine Position im Laden zu überdenken. Obwohl, eigentlich war das kein bewußter Vorgang. Nur die ewigen Schwierigkeiten mit meiner Ehrlichkeit in der TV Branche und meine Nervosität vor gewissen Jobs und die ewigen persönlichen Angriffe im Laden, die haben das für mich erledigt. Und obwohl ich mich sehr über meine Freiheit und Kreativität definiert hatte, immer die KünstlerInnen am Set und die auch anders tickenden Kollegen der Branche für meine geistige Gesundheit für nötig erachtet hatte-es ist wohl genau andersrum.
Ja, ich bin wesentlich ruhiger und ausgeglichener, seit ich mir die Freiheit nehme, keine Jobs mehr zu machen, bei denen meine Arbeit nicht geschätzt wird. Denn die neue Position an der anderen Stelle im selben Unternehmen und die Anerkennung meiner Fähigkeiten auf einem neuen Gebiet, dem professionellen Schreiben, tut mir um Längen besser als die Rumsitzerei an irgendwelchen Sets für reichlich dämliche Fernsehsendungen mit Drehbüchern, Dialogen und Bedingungen, die jeder Beschreibung spotten. Eine Beleidigung meiner Intelligenz. Nur um weiter irgendwas in den Medien zu machen? Nein danke. Ich brauch's nicht mehr. Ich bin und war auch schon immer, eine schillernde Person, schwer zu fassen für die meisten, sehr einfach und simpel für alle, die anders denken. und die gibt es auch ausserhalb der Medienbranche. Unter meinen KollegInnen, meinen FreundInnen und sogar Kunden tragen zu meiner absoluten Unterhaltung bei und ich stelle erleichtert fest: Ich bin nicht allein! Ich habe einen Platz, wo ich hingehöre und kann endlich entspannt auf den Mann zugehen, den ich liebe und habe (fast) keine Angst mehr. Klar fühle ich manchmal noch einen Ansatz von Beklemmung bei der Vorstellung, jemand wirklich an mich heranzulassen. Aber die Notwendigkeit, mich zwanghaft zu etwas Besonderem zu erhöhen, die Show, die kann ich weglassen. Ich sehe jetzt, dass die anderen es schon sehen. Bisschen verrückt, die Kleine, aber echt was aufm Kasten. Ich kann Leute zum Lachen bringen und dazu, mir zuzuhören. Meine Meinung zählt. Und Lizzie steht da und staunt, wie leicht das Leben sein kann. Keine Mauern mehr, die ich einrennen muss. Ich muss nix mehr beweisen. Ich nehm jetzt die Tür.
Auch mir selbstmuss ich nichts mehr beweisen. Und alle haben mich gern. Naja, fast alle, ausser den frustrierten SpießerInnen, die mit meiner guten Laune nicht umgehen können. Aber die sind mir herzlich egal. Ich mag Menschen. Per se. Und auch die dürfen gerne um mich rum sein. Sie können nur nicht an mich ran, das hat ja schon meine Exchefin in den Wahnsinn getrieben. Und die ist nach einem massiven Vorfall mit einer unserer ruhigsten und nettesten Kolleginnen von einem Kunden bei der Geschäftsführung angezeigt worden. Und ist degradiert. Aus dem Laden verbannt. In irgeneine Abteilung Bekleidung ins hinterste Eck. Ich habe sie seitdem auch nicht mehr gesehen. Hat sie sich krankschreiben lassen oder hat sie aufgegeben? Das hätte sie verdient!
Das hat mich ja zu meinem Coach und zur sytemischen Aufstellung getrieben. Auch nix für schwache Nerven, meine Güte, hat die Frau mich auseinandergenommen! Selten hat mich irgendwas so an meine Grenzen und drüber raus getrieben wie diese Erfahrung, das Gesamtpacket 'kompletter Aussetzer und sofortige Krisenintervention' war hart, aber notwendig. Mein Coach hatte mich gewarnt, dass die Veränderungen, die in mir stattfinden würden, Auswirkungen auf meine Umgebung haben würden. Und dass die Menschen um mich herum reagieren würden. Das haben sie dann auch gemacht. Im Fall meiner Chefin und der einen Kollegin eskalierte das in offenes Mobbing und direkte Angriffe. Und bei einem Dreh hat der Geschäftsführer des Senders beschlossen, dass ich nach 4 Jahren wohl nicht mehr für ihn arbeiten sollte. Da hat's mir dann endgültig gereicht. Und ich habe angefangen, meine Selbständigkeit als Make-up Artist und meine Position im Laden zu überdenken. Obwohl, eigentlich war das kein bewußter Vorgang. Nur die ewigen Schwierigkeiten mit meiner Ehrlichkeit in der TV Branche und meine Nervosität vor gewissen Jobs und die ewigen persönlichen Angriffe im Laden, die haben das für mich erledigt. Und obwohl ich mich sehr über meine Freiheit und Kreativität definiert hatte, immer die KünstlerInnen am Set und die auch anders tickenden Kollegen der Branche für meine geistige Gesundheit für nötig erachtet hatte-es ist wohl genau andersrum.
Ja, ich bin wesentlich ruhiger und ausgeglichener, seit ich mir die Freiheit nehme, keine Jobs mehr zu machen, bei denen meine Arbeit nicht geschätzt wird. Denn die neue Position an der anderen Stelle im selben Unternehmen und die Anerkennung meiner Fähigkeiten auf einem neuen Gebiet, dem professionellen Schreiben, tut mir um Längen besser als die Rumsitzerei an irgendwelchen Sets für reichlich dämliche Fernsehsendungen mit Drehbüchern, Dialogen und Bedingungen, die jeder Beschreibung spotten. Eine Beleidigung meiner Intelligenz. Nur um weiter irgendwas in den Medien zu machen? Nein danke. Ich brauch's nicht mehr. Ich bin und war auch schon immer, eine schillernde Person, schwer zu fassen für die meisten, sehr einfach und simpel für alle, die anders denken. und die gibt es auch ausserhalb der Medienbranche. Unter meinen KollegInnen, meinen FreundInnen und sogar Kunden tragen zu meiner absoluten Unterhaltung bei und ich stelle erleichtert fest: Ich bin nicht allein! Ich habe einen Platz, wo ich hingehöre und kann endlich entspannt auf den Mann zugehen, den ich liebe und habe (fast) keine Angst mehr. Klar fühle ich manchmal noch einen Ansatz von Beklemmung bei der Vorstellung, jemand wirklich an mich heranzulassen. Aber die Notwendigkeit, mich zwanghaft zu etwas Besonderem zu erhöhen, die Show, die kann ich weglassen. Ich sehe jetzt, dass die anderen es schon sehen. Bisschen verrückt, die Kleine, aber echt was aufm Kasten. Ich kann Leute zum Lachen bringen und dazu, mir zuzuhören. Meine Meinung zählt. Und Lizzie steht da und staunt, wie leicht das Leben sein kann. Keine Mauern mehr, die ich einrennen muss. Ich muss nix mehr beweisen. Ich nehm jetzt die Tür.
Auch mir selbstmuss ich nichts mehr beweisen. Und alle haben mich gern. Naja, fast alle, ausser den frustrierten SpießerInnen, die mit meiner guten Laune nicht umgehen können. Aber die sind mir herzlich egal. Ich mag Menschen. Per se. Und auch die dürfen gerne um mich rum sein. Sie können nur nicht an mich ran, das hat ja schon meine Exchefin in den Wahnsinn getrieben. Und die ist nach einem massiven Vorfall mit einer unserer ruhigsten und nettesten Kolleginnen von einem Kunden bei der Geschäftsführung angezeigt worden. Und ist degradiert. Aus dem Laden verbannt. In irgeneine Abteilung Bekleidung ins hinterste Eck. Ich habe sie seitdem auch nicht mehr gesehen. Hat sie sich krankschreiben lassen oder hat sie aufgegeben? Das hätte sie verdient!
Freitag, 14. September 2012
Klischées über Männer
Verdammt, manche davon stimmen sogar. Nicht dass ich Expertin wäre, dafür hatte ich zuwenig Beziehungen und wenn dann mit Exemplaren, die DEUTLICH aus der Reihe fallen. Und der erste Mann in meinem Leben, na der ist eh ein Sonderfall. Der Witz, Männer würden schon machen, um was man sie gebeten hätte, es wäre nicht nötig, sie alle 6 Monate zu erinnern? Sag meinem Vater, du hättest gern eine Frühstücksterrasse und er bewegt X Tonnen an Material, um die Tochter glücklich zu machen. Ja, Mama und ich überlegen dreimal, ob wir etwas wirklich brauchen, denn Wunsch einmal geäußert, ist das Ding am Laufen.
Nur das mit dem Verdrängen, das können sie gut. Besser als Frauen fürchte ich. Und auch Mr.Bickle schiebt eine Entscheidung vor sich her. Irgendwie könnte sich ja alles von selbst lösen oder? Nicht??? Menno! Als ich gestern anfing, dass ich ihn nicht mehr so gern teile, da wollte er wieder mit Shhhhh versuchen, mich zum Stillhalten zu bringen. Vorher schon hatte ich ihm einen kleinen Seitenhieb untergejubelt, auf den er richtig reagiert hat. Ich hatte ihm unterstellt, halb scherzhaft, er würde ja nur des Sexes wegen. Darauf er, dass ich wohl wüßte, dass dem nicht so wäre. Natürlich weiß ich das.
Ich hab also geredet. Ihm einfach gesagt, dass ich nicht mit auf die Wiesn gehe, wenn ich so tun müßte, als wäre da nichts. Und genau so hat er sich das nämlich vorgestellt. Er will einem Freund unterjubeln, ich wär nur die Ex, mit der er noch gut kann. Mein leiser Spott: Als ob man uns beiden das nicht an der Nasenspitze ansehen würde. Mußte er dann auch zugeben. Aber so stellen sie sich das vor. Einfach weitermachen, so tun als ob nichts wäre und dann kommt aus dem Blauen heraus irgendwann die Lösung. Normalerweise ist es dann eine der Frauen, die beschließt dass es ihr reicht. Ich hab ihn dann noch ein bisschen aufgezogen, dass es wohl das Orientalische in ihm wäre, dass er einen Harem wollte. Und ob er denken würde, dass das so bis in alle Ewigkeit ginge. Die Idee mit dem Harem und den Genen fand er gut, aber natürlich wäre ihm klar, dass es nicht ewig gehen würde.
Also greift das Klischee, dass frau den Kerl ein bisschen unter Druck setzen muss. Damit sich was bewegt. Sie darf nicht hoffen, dass er es von selbst erledigt. WISSEN tun sie es, allein, es fehlt der Antrieb, der Leidensdruck. Und schließlich will er unbedingt, dss ich diesen und dann auch noch einen anderen Freund von ihm kennenlerne. Es werden immer mehr. Und auf die Wiesn will er auch unbedingt mit mir, dann halt alleine. Wenn er all das will, muss er sich überlegen, mit welcher seiner Frauen er glücklicher ist. Und ich werde immer klar bleiben darin, dass ich mehr von ihm will. Ich werde nicht böse werden, wenn er sich nicht sofort entscheidet, aber ihm immer wieder klarmachen, dass ich auf Dauer nicht glücklich sein werde, dass ich mich mit ihm verstecken muss. Auch ich will ihn herzeigen, mit ihm meine Freunde treffen und einfach mein Leben mit ihm teilen. Und ich möchte, dass er bewußt eine Entscheidung trifft. Nicht vielleicht wartet, bis sie die NAse voll hat und geht oder es am Ende sogar rausfindet. Nein, diese Lösung wäre nicht fair von ihm und das könnte ich schwer respektieren.
Große Worte, aber ich glaub ich krieg das hin, das mit dem Leben teilen! Wir reden. So über ganz normale Dinge. Schuhe, Arbeit, er fragt mich um Rat. Ich ihn. Das fühlt sich gut an. Macht mir auch wieder ein bisschen Angst, weil es so nah wird, aber mit ihm geht das. Noch muss ich nicht weglaufen. Vielleicht ganz gut, wenn er noch wartet mit der Entscheidung, nicht dass ich wieder Panik bekomme und ausflippe und ins alte Muster zurückfalle, dass ich ja doch keine Beziehung kann und lieber allein bleibe usw. Was für einen Scheiß man sich selber einreden kann...
Nur das mit dem Verdrängen, das können sie gut. Besser als Frauen fürchte ich. Und auch Mr.Bickle schiebt eine Entscheidung vor sich her. Irgendwie könnte sich ja alles von selbst lösen oder? Nicht??? Menno! Als ich gestern anfing, dass ich ihn nicht mehr so gern teile, da wollte er wieder mit Shhhhh versuchen, mich zum Stillhalten zu bringen. Vorher schon hatte ich ihm einen kleinen Seitenhieb untergejubelt, auf den er richtig reagiert hat. Ich hatte ihm unterstellt, halb scherzhaft, er würde ja nur des Sexes wegen. Darauf er, dass ich wohl wüßte, dass dem nicht so wäre. Natürlich weiß ich das.
Ich hab also geredet. Ihm einfach gesagt, dass ich nicht mit auf die Wiesn gehe, wenn ich so tun müßte, als wäre da nichts. Und genau so hat er sich das nämlich vorgestellt. Er will einem Freund unterjubeln, ich wär nur die Ex, mit der er noch gut kann. Mein leiser Spott: Als ob man uns beiden das nicht an der Nasenspitze ansehen würde. Mußte er dann auch zugeben. Aber so stellen sie sich das vor. Einfach weitermachen, so tun als ob nichts wäre und dann kommt aus dem Blauen heraus irgendwann die Lösung. Normalerweise ist es dann eine der Frauen, die beschließt dass es ihr reicht. Ich hab ihn dann noch ein bisschen aufgezogen, dass es wohl das Orientalische in ihm wäre, dass er einen Harem wollte. Und ob er denken würde, dass das so bis in alle Ewigkeit ginge. Die Idee mit dem Harem und den Genen fand er gut, aber natürlich wäre ihm klar, dass es nicht ewig gehen würde.
Also greift das Klischee, dass frau den Kerl ein bisschen unter Druck setzen muss. Damit sich was bewegt. Sie darf nicht hoffen, dass er es von selbst erledigt. WISSEN tun sie es, allein, es fehlt der Antrieb, der Leidensdruck. Und schließlich will er unbedingt, dss ich diesen und dann auch noch einen anderen Freund von ihm kennenlerne. Es werden immer mehr. Und auf die Wiesn will er auch unbedingt mit mir, dann halt alleine. Wenn er all das will, muss er sich überlegen, mit welcher seiner Frauen er glücklicher ist. Und ich werde immer klar bleiben darin, dass ich mehr von ihm will. Ich werde nicht böse werden, wenn er sich nicht sofort entscheidet, aber ihm immer wieder klarmachen, dass ich auf Dauer nicht glücklich sein werde, dass ich mich mit ihm verstecken muss. Auch ich will ihn herzeigen, mit ihm meine Freunde treffen und einfach mein Leben mit ihm teilen. Und ich möchte, dass er bewußt eine Entscheidung trifft. Nicht vielleicht wartet, bis sie die NAse voll hat und geht oder es am Ende sogar rausfindet. Nein, diese Lösung wäre nicht fair von ihm und das könnte ich schwer respektieren.
Große Worte, aber ich glaub ich krieg das hin, das mit dem Leben teilen! Wir reden. So über ganz normale Dinge. Schuhe, Arbeit, er fragt mich um Rat. Ich ihn. Das fühlt sich gut an. Macht mir auch wieder ein bisschen Angst, weil es so nah wird, aber mit ihm geht das. Noch muss ich nicht weglaufen. Vielleicht ganz gut, wenn er noch wartet mit der Entscheidung, nicht dass ich wieder Panik bekomme und ausflippe und ins alte Muster zurückfalle, dass ich ja doch keine Beziehung kann und lieber allein bleibe usw. Was für einen Scheiß man sich selber einreden kann...
Donnerstag, 13. September 2012
Wichtige Dinge passieren immer am 13ten
Zumindest war das mal so. Oder am 31sten. Die beiden Zahlen sind jedenfalls oft dabei, wenn sich Einschneidendes in meinem Leben ereignet. Ich nehme sie als Glückszahlen. Schließlich bin ich an einem Dritten geboren. Also was bringt mir meine Zahl heute? Wird Mr.Bickle das Richtige tun und sich entscheiden? Oder ist es wieder so, dass er meine emotionalen Anwandlungen auszusitzen versucht und erst dann wiederkommt, wenn er sich sicher vor eventuellen Ansprüchen fühlt? Er leitet ja alles um auf unseren großartigen Sex, mal sehen, wie lange er das noch durchhält. Ich würde so gern wissen, was er vorhat. Drum habe ich ihm heute ganz früh schon eine Mail geschickt und ihn gefragt, von was er träumen, was er sich wünschen würde. Denn meinen Wunsch habe ich ihm ja schon mitgeteilt. Morgens aufwachen mit ihm neben mir. Und dann in mir, aber das ist ja wieder das Thema, bei dem er reagiert. Sicheres Terrain. Da weiß er, dass er mich glücklich machen kann. Sehr glücklich. Sonst ist er sich da nicht so sicher denke ich. Und Recht hat er, mich glücklich machen zu wollen war doch schon ziemlich schwer. Was sich zum Glück sehr verändert hat. Es ist wirklich fast magisch, wie sehr sich mein Leben gedreht hat seit ich beim Coaching war. Kann zweimal systemische Aufstellung wirklich so viel bewirken? Oder war einfach die Zeit so reif, der Leidensdruck so hoch, mein Coach so brutal mit mir, dass es die alten Strukturen einfach so ausgehebelt hat?
Die Frau hat mich echt auf Links und durch den Wolf gedreht. Oder vom Kopf auf die Füße? Diese Gedankenspiralen von früher, die hab ich zwar noch vereinzelt, aber nicht zu vergleichen mit der alten Lizzie. Nur wenn ich dann so allein in meinem Bett liege, früh am Morgen, und nicht einschlafen kann, dann dreht sich's wieder und ich hänge bei Mr.Bickle fest und der Tatsache, dass er mit Sicherheit den Sex mit mir liebt-aber mich? Und dass ich mit dem Wenigen, das wir teilen, nur so gut zurechtkomme, weil ich an mehr nicht mehr gewöhnt bin. Überhaupt nie eine wirkliche Partnerschaft gelebt habe. Mein Wiener hat es versucht, aber der ist auch nicht so der emotionale Typ, der mich hätte verstehen und auffangen können. Damals eh nicht, in meiner Depression. Und wie habe ich versucht mich zu erklären! Bis zu seinem Kommentar, ich solle mich nicht immer so stilisieren. Was zeigt, das er nie fähig war, mich wirklich zu sehen.
Mr.Bickle sieht mich, kann mir aber auch nicht weiterhelfen, denn er hat ja Eine, die nicht mit ihm schlafen mag und die er versucht zu knacken? So wie mein Wiener es bei mir versucht hatte? Und wie lange ging das damals schon mit seiner Neuen, jetzigen Frau, bevor er mich dann verlassen hat? Gute Frage, könnte ich ihm mal stellen. Nach all den Jahren könnte er's mir ja ehrlich sagen. Hat etwas gedauert, aber ich bin lange drüber weg.
Also, was wird mein Perser tun? Wann sehe ich ihn, um ihm dann zu sagen, dass ich mich auf der Wiesn nicht verstecken werde und da auch wirklich mit ihm sein will? Dass es unmöglich ist, es uns NICHT anzusehen...Ich fühle mich momentan wohl und frei genug, um mir mehr zu wünschen. Nicht erzwingen, das geht nicht, aber mal mehr nachfragen, mehr wissen wollen, das kommt grade so durch. Zum ersten Mal hab ich mir vorgestellt, wie er mit ihr aufwacht und so lieb und zärtlich zu ihr ist wie zu mir. Und wie merkwürdig er sich fühlen muss. Wie schön es war, als er minutenlang nur meine Hand gehalten und gestreichelt hat.
Ach, liebe 13, bring mir doch auch heute ein bisschen Glück, lass ihn zu mir kommen. Und lass mich nicht immer denken, dass wenn er mich nur wirklich lieben würde, er mir sofort antworten, mir die Antworten geben würde, die ich hören will. Ich weiß, die Zweifel sind angebracht, aber ich möchte das nicht. Oder, liebe 113, lass ihn ehrlich sein. Einfach ehrlich, und mir sagen, was in ihm wirklich vorgeht. Komisch, welche Erwartung man an eine Zahl haben kann...
Die Frau hat mich echt auf Links und durch den Wolf gedreht. Oder vom Kopf auf die Füße? Diese Gedankenspiralen von früher, die hab ich zwar noch vereinzelt, aber nicht zu vergleichen mit der alten Lizzie. Nur wenn ich dann so allein in meinem Bett liege, früh am Morgen, und nicht einschlafen kann, dann dreht sich's wieder und ich hänge bei Mr.Bickle fest und der Tatsache, dass er mit Sicherheit den Sex mit mir liebt-aber mich? Und dass ich mit dem Wenigen, das wir teilen, nur so gut zurechtkomme, weil ich an mehr nicht mehr gewöhnt bin. Überhaupt nie eine wirkliche Partnerschaft gelebt habe. Mein Wiener hat es versucht, aber der ist auch nicht so der emotionale Typ, der mich hätte verstehen und auffangen können. Damals eh nicht, in meiner Depression. Und wie habe ich versucht mich zu erklären! Bis zu seinem Kommentar, ich solle mich nicht immer so stilisieren. Was zeigt, das er nie fähig war, mich wirklich zu sehen.
Mr.Bickle sieht mich, kann mir aber auch nicht weiterhelfen, denn er hat ja Eine, die nicht mit ihm schlafen mag und die er versucht zu knacken? So wie mein Wiener es bei mir versucht hatte? Und wie lange ging das damals schon mit seiner Neuen, jetzigen Frau, bevor er mich dann verlassen hat? Gute Frage, könnte ich ihm mal stellen. Nach all den Jahren könnte er's mir ja ehrlich sagen. Hat etwas gedauert, aber ich bin lange drüber weg.
Also, was wird mein Perser tun? Wann sehe ich ihn, um ihm dann zu sagen, dass ich mich auf der Wiesn nicht verstecken werde und da auch wirklich mit ihm sein will? Dass es unmöglich ist, es uns NICHT anzusehen...Ich fühle mich momentan wohl und frei genug, um mir mehr zu wünschen. Nicht erzwingen, das geht nicht, aber mal mehr nachfragen, mehr wissen wollen, das kommt grade so durch. Zum ersten Mal hab ich mir vorgestellt, wie er mit ihr aufwacht und so lieb und zärtlich zu ihr ist wie zu mir. Und wie merkwürdig er sich fühlen muss. Wie schön es war, als er minutenlang nur meine Hand gehalten und gestreichelt hat.
Ach, liebe 13, bring mir doch auch heute ein bisschen Glück, lass ihn zu mir kommen. Und lass mich nicht immer denken, dass wenn er mich nur wirklich lieben würde, er mir sofort antworten, mir die Antworten geben würde, die ich hören will. Ich weiß, die Zweifel sind angebracht, aber ich möchte das nicht. Oder, liebe 113, lass ihn ehrlich sein. Einfach ehrlich, und mir sagen, was in ihm wirklich vorgeht. Komisch, welche Erwartung man an eine Zahl haben kann...
Dienstag, 11. September 2012
Der 11te September
Mal ein ganz anderes Thema. Wo wart ihr? Als die Flugzeuge einschlugen?
Ich weiß es noch. Ich hatte gerade eine Wand in meinem Flur pink gestrichen und war am Aufräumen, nebenbei lief wie immer der Fernseher. Und dann war da Peter Klöppel auf RTL und erzählte etwas von einem Kleinflugzeug, dessen Pilot sich wohl verflogen hätte und ins WTC gekracht wäre. Dazu Bilder mit ein bisschen Rauch und irgendwie sah alles so harmlos aus. Ich bin dann in die City. In der Sendlinger Straße bei bartu lief das Radio und da war alles schon nicht mehr so harmlos. Ein zweites Flugzeug. Ich habe mir die teuertsen Schuhe meines Lebens gekauft, weil ich dachte, es gibt eh Krieg und dann brauche ich auch nicht mehr zu sparen...
Und dann stürzte der erste Turm ein. Im News-Café saßen und standen die Menschen vor den Bildschirmen und fassungslos schauten wir zu, wie auch der zweite Turm in sich zusammenstürzte. Ich hab dann einen Bekannten von einem Kongreß abgeholt und wir haben uns eine Bar mit Fernseher gesucht. Stundenlang versuchten wir, die Bilder zu begreifen. Tagelang danach immer diese Endlosschleife mit dem Rauch, den Sirenen, den NewYorkern in weißen Staub gehüllt. Brutal.
Aber lang nicht so brutal wie das, was danach folgte. Krieg, Zerstörung, Vertreibung, traumatisietre Soldaten, kaputte Familien-und ein Amerika, das derartig nach rechts rückt, dass mir ganz bange wird.
Ich weiß es noch. Ich hatte gerade eine Wand in meinem Flur pink gestrichen und war am Aufräumen, nebenbei lief wie immer der Fernseher. Und dann war da Peter Klöppel auf RTL und erzählte etwas von einem Kleinflugzeug, dessen Pilot sich wohl verflogen hätte und ins WTC gekracht wäre. Dazu Bilder mit ein bisschen Rauch und irgendwie sah alles so harmlos aus. Ich bin dann in die City. In der Sendlinger Straße bei bartu lief das Radio und da war alles schon nicht mehr so harmlos. Ein zweites Flugzeug. Ich habe mir die teuertsen Schuhe meines Lebens gekauft, weil ich dachte, es gibt eh Krieg und dann brauche ich auch nicht mehr zu sparen...
Und dann stürzte der erste Turm ein. Im News-Café saßen und standen die Menschen vor den Bildschirmen und fassungslos schauten wir zu, wie auch der zweite Turm in sich zusammenstürzte. Ich hab dann einen Bekannten von einem Kongreß abgeholt und wir haben uns eine Bar mit Fernseher gesucht. Stundenlang versuchten wir, die Bilder zu begreifen. Tagelang danach immer diese Endlosschleife mit dem Rauch, den Sirenen, den NewYorkern in weißen Staub gehüllt. Brutal.
Aber lang nicht so brutal wie das, was danach folgte. Krieg, Zerstörung, Vertreibung, traumatisietre Soldaten, kaputte Familien-und ein Amerika, das derartig nach rechts rückt, dass mir ganz bange wird.
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