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Dienstag, 28. Mai 2013

Wieder da

So, nach 5 Monaten hartnäckigen dran glaubens, ich könnte den Mann echt in sowas wie eine Beziehungsform bekommen, wenn ich nicht aufgebe und stark bleibe...

Der Punkt ist, es ginge. Und es ging auch in den vergangenen 5 Monaten erstaunlich gut. Zwischendrin. Wenn der Mann gut drauf war und Zeit übrig hatte. Ja, er hat sich sogar Zeit GENOMMEN. Etwas, mit dem bei ihm nicht wirklich zu rechnen war. Alles irgendwie geeignet, Illusionen zu nähren und Hoffnung aufrecht zu erhalten.

Und dann, ja dann, dann hatte er nen Kater, war eifersüchtig und statt wie einfach bissl zu bocken und zu streiten hat er das gemacht, was er immer tut, wenn er dann Druck bekommt und ein schlechtes Gewissen. Er hat, warte, es kommt gleich, Trommelwirbel:

Er hat
mal wieder
Schluß gemacht

Dadaaaaaaaaaaaaa. Ja, haben alle gesagt, gewusst, auch ich irgendwie. Und nu? Gut genug kenne ich ihn, um zu wissen, dass er es bereits bereut, irgendwie. Weil, sonst paßt ja alles. Frau toll, Frau Mega, aber so sehr auch ne Mama in mir steckt und ich dem bösen Buben immer wieder verziehen habe, im Gegensatz zur Mama fordere ich tatsächlich was ein. Und denke nicht im Traum daran, davon auch nur einen Millimeter abzuweichen. Ich möchte einen Partner, einen Mann, den ich ernst nehmen kann. Und ich hab ihm teilweise einfach seinen Arsch zu sehr hinterhergetragen. Ihm zwar Stress geamacht und auf meinen Ansprüchen beharrt, aber die Konsequenz nicht gezogen, dann halt mal ein paar Tage selbst zu schmollen und beleidigt zu sein. Nein, ich hab diskutiert und ihm brav Lösungen präsentiert.

Er schleicht wieder auf meinem fb Profil rum. Hätte mich früher in heillose Hoffnung versetzt. Inzwischen denk ich mir, mach du doch, was du willst. Wenn du je ernsthaft was wolltest von mir, muss dir das mehr wert sein als lächerliche Kommentare. Ich hab immer hochbeglückt seine Krümel genommen und mich gefreut, dass die in den Monaten unserer, ähem, Beziehung schon ziemlich groß waren, ich erkenne an, dass der Mann für mich an seine Grenzen gegeangen ist, aber das reicht nicht.

Das wird auch für keinen anderen reichen. Sorry liebe Männer, Mr.Bickle hat mir einen anständigen Ego-Pusch versetzt. Der hat mich nicht kleingekriegt, nein, er hat mich stärker gemacht. Und wer auch immer jetzt was von mir will, der wird erleben, dass meine dummen kleinen Hormone nichts mehr zu melden haben. Und wer ohne Blumen zu einem Valentinstagabendessen auftaucht, wird schlicht keinen Sex haben an dem Abend. Nicht aus erziehungstaktischen Gründen, sondern weil ich mir mehr wert bin. Ich will Respekt dafür, dass ich gekocht habe. Jaaaaaaaa, Süßholz ist schön, keine Frage, aber es wird nicht mehr reichen. Absichtserklärungen sind super, machen noch besser.

Ich bin eine tolle Frau. Ich such mir den Kerl aus. Und wenn ich nen verrückten DJ will, gut. Aber der muss mir deutlich machen, dass er mich will und dafür muss er sich anstrengen. Mama ist weg. Ich hab verstanden, dass Verständnis gut ist, aber dass ich nicht nur IHN verstehen muss, sondern auch mich selbst und dass ich nicht bekomme, was ich will, wenn ich einen Mann immer mit weniger davonkommen lasse. Szenen und Streit sind kein Mittel, etwas zu verändern. Klares Verhalten ist angesagt. Nicht 'ich mach Schluß, weil du mir das nicht bieten kannst, was ich brauche'. Sondern 'ich bin dann für dich ein paar Tage nicht erreichbar'. So wird das in Zukunft aussehen meine Herren.

Wenn ich einen Mann will, dann muss ich ihn auch wie einen behandeln. Nicht wie das kleine Kind, das er hier gern gegeben hat.














































Samstag, 15. September 2012

No more drama

Unfassbar eigentlich, war ich doch immer eine große Dramaqueen, bei mir lief nie was normal, immer war irgendwas Besonderes und ich ein Nervenbündel. Bis hin zu der Episode, in der ich vor Mr.Bickles Tür stand und ein bisschen dagegengetreten habe, weil er mir nicht aufmachen wollte...

Das hat mich ja zu meinem Coach und zur sytemischen Aufstellung getrieben. Auch nix für schwache Nerven, meine Güte, hat die Frau mich auseinandergenommen! Selten hat mich irgendwas so an meine Grenzen und drüber raus getrieben wie diese Erfahrung, das Gesamtpacket 'kompletter Aussetzer und sofortige Krisenintervention' war hart, aber notwendig. Mein Coach hatte mich gewarnt, dass die Veränderungen, die in mir stattfinden würden, Auswirkungen auf meine Umgebung haben würden. Und dass die Menschen um mich herum reagieren würden. Das haben sie dann auch gemacht. Im Fall meiner Chefin und der einen Kollegin eskalierte das in offenes Mobbing und direkte Angriffe. Und bei einem Dreh hat der Geschäftsführer des Senders beschlossen, dass ich nach 4 Jahren wohl nicht mehr für ihn arbeiten sollte. Da hat's mir dann endgültig gereicht. Und ich habe angefangen, meine Selbständigkeit als Make-up Artist und meine Position im Laden zu überdenken. Obwohl, eigentlich war das kein bewußter Vorgang. Nur die ewigen Schwierigkeiten mit meiner Ehrlichkeit in der TV Branche und meine Nervosität vor gewissen Jobs und die ewigen persönlichen Angriffe im Laden, die haben das für mich erledigt. Und obwohl ich mich sehr über meine Freiheit und Kreativität definiert hatte, immer die KünstlerInnen am Set und die auch anders tickenden Kollegen der Branche für meine geistige Gesundheit für nötig erachtet hatte-es ist wohl genau andersrum.

Ja, ich bin wesentlich ruhiger und ausgeglichener, seit ich mir die Freiheit nehme, keine Jobs mehr zu machen, bei denen meine Arbeit nicht geschätzt wird. Denn die neue Position an der anderen Stelle im selben Unternehmen und die Anerkennung meiner Fähigkeiten auf einem neuen Gebiet, dem professionellen Schreiben, tut mir um Längen besser als die Rumsitzerei an irgendwelchen Sets für reichlich dämliche Fernsehsendungen mit Drehbüchern, Dialogen und Bedingungen, die jeder Beschreibung spotten. Eine Beleidigung meiner Intelligenz. Nur um weiter irgendwas in den Medien zu machen? Nein danke. Ich brauch's nicht mehr. Ich bin und war auch schon immer, eine schillernde Person, schwer zu fassen für die meisten, sehr einfach und simpel für alle, die anders denken. und die gibt es auch ausserhalb der Medienbranche. Unter meinen KollegInnen, meinen FreundInnen und sogar Kunden tragen zu meiner absoluten Unterhaltung bei und ich stelle erleichtert fest: Ich bin nicht allein! Ich habe einen Platz, wo ich hingehöre und kann endlich entspannt auf den Mann zugehen, den ich liebe und habe (fast) keine Angst mehr. Klar fühle ich manchmal noch einen Ansatz von Beklemmung bei der Vorstellung, jemand wirklich an mich heranzulassen. Aber die Notwendigkeit, mich zwanghaft zu etwas Besonderem zu erhöhen, die Show, die kann ich weglassen. Ich sehe jetzt, dass die anderen es schon sehen. Bisschen verrückt, die Kleine, aber echt was aufm Kasten. Ich kann Leute zum Lachen bringen und dazu, mir zuzuhören. Meine Meinung zählt. Und Lizzie steht da und staunt, wie leicht das Leben sein kann. Keine Mauern mehr, die ich einrennen muss. Ich muss nix mehr beweisen. Ich nehm jetzt die Tür.

Auch mir selbstmuss ich nichts mehr beweisen. Und alle haben mich gern. Naja, fast alle, ausser den frustrierten SpießerInnen, die mit meiner guten Laune nicht umgehen können. Aber die sind mir herzlich egal. Ich mag Menschen. Per se. Und auch die dürfen gerne um mich rum sein. Sie können nur nicht an mich ran, das hat ja schon meine Exchefin in den Wahnsinn getrieben. Und die ist nach einem massiven Vorfall mit einer unserer ruhigsten und nettesten Kolleginnen von einem Kunden bei der Geschäftsführung angezeigt worden. Und ist degradiert. Aus dem Laden verbannt. In irgeneine Abteilung Bekleidung ins hinterste Eck. Ich habe sie seitdem auch nicht mehr gesehen. Hat sie sich krankschreiben lassen oder hat sie aufgegeben? Das hätte sie verdient!