Normalerweise stehe ich mehr für andere ein als für mich, habe ich hier Mr.Bickle oft in Schutz genommen, aber grade habe ich das Gefühl, mich erklären zu wollen. Denn so wie es aussieht, sieht es für Aussenstehende schlimmer aus, als ich das selbst empfinde. Ob das jetzt gesund ist, normal, oder was auch immer.
Ich hol mal aus: Ich arbeite in den Medien, und das als Schminkerin sehr nah am Menschen. Und Künstler sind ja nicht grade für selische Stabilität bekannt. Genauso, wie generell die ganze Branche gern mit Drogen und Alkohol in Verbindung gebracht wird. Nicht zu Unrecht, wobei ich strikt die Finger von dem Zeug lasse. Es bringt mir schlicht nichts, zumindest die zwei mal Gras waren ein echter Schuß in den Ofen. Genau wie Alkohol zieht mich die Scheiße einfach nur runter. Bei Drehtagen von bis zu 24 Stunden ist es allerdings schwierig, sich ohne Hilfsmittel auf den Beinen und am Arbeiten zu halten. Und auch die technischen Gewerke sind meist mit Menschen besetzt, die mit einem normalen Leben nicht viel anfangen können. Alle, also zumindest die aus meiner Generation, sind nicht da, weil sie 'irgendwas mit Medien' machen wollten, sondern weil sie schlicht zu viel Leidenschaft und Kreativität in sich tragen bzw. in einem regulären Job nicht funktionieren, weil sie irgendwelche Probleme haben, die bei unständiger Beschäftigung und in extremen Situationen wie am Set einfach weniger auffallen. Als ich das erste Mal ein Filmset betrat, war mein Gedanke: Ach HIER seid ihr alle! Ich dachte, ich bin allein so verrückt. Nein, damals waren alle am Set verrückt, nonkonform, anders, ein wahrhaft bunter Haufen. Ich könnte jetzt was über die angepasst brave Praktikantengeneration heutzutage schreiben, aber das führt zu weit weg vom Thema.
Also, wir waren ein Gemischtwarenladen an irgendwie aus der Normalität gefallenen Seelen, und ich passte da rein wie Arsch auf Eimer. Was natürlich auch dazu führte, oder daher kam????, dass ich etwas andere andere Bedürfnisse habe als andere Frauen und in der Maske, und auch am Set selbst, so derartig viel und extreme Grenzübertretungen und Situationen erlebt habe, dass ein normaler Mensch nur kopfschüttelnd fragen würde, wie man sich bitte so etwas gefallen lassen kann. Ja wie? Antwort: Ich nehme es nicht als verletzend wahr. Es ist ja auch immer ein bisschen Auslegungssache, ob man sich jetzt als Opfer sieht, wenn ein fetter, alternder Schlagersänger immer noch tiefer unter die Gürtellinie geht, um mich mit seinen Sprüchen zu provozieren. Oder als Herausforderung, das Niveau noch etwas tiefer zu legen, bis er einen dann nur noch Mausi und Herzchen nennt. Ich habe Letzteres mit Freuden getan und es war mir ein Fest, wenn ich wieder einen dieser ekligen Machos kleinbekommen hatte. Und sie haben mir alle aus der Hand gefressen. Anstrengend war es, aber anstrengender sind heut meine Kollegen im normalen Beruf.
Dagegen ist Mr.Bickle ein echter Lulli. Er hat nicht einmal abfällige Bemerkungen über Frauen gemacht, wenn er bei mir war, war er respektvoll, höflich und hat sich für alles zigfach bedankt. Ich fand das etwas übertrieben, aber aus seiner Sicht war es nicht selbstverständlich, denn verdient hatte er es nicht, bekocht und umsorgt zu werden. Wenn man mal von seinen zuckersüßen Komplimenten und der Energie absieht, die er mir gegeben hat. Und ja, er hat mich oft genug enttäuscht, mir was versprochen und nicht gehalten. Aber wenn er es geschafft hat, war es natürlich toller als bei jedem anderen, weil extremer und damit aufregender. So konnte ich auch wunderbar ausblenden, dass er im besoffenen Zustand komplett zum Kaspar mutiert, dass er beim Fußball mit den Ultras rumhängt und auch sonst gern mal so Punksachen macht, die ich eher befremdlich finde. Bei mir war er der süße kleine Junge. Man könnte sagen, er weiß, was er für ein Depp ist und dass er sich wie Arsch benimmt, aber er versucht es wieder gutzumachen. Wie der Kerl, der seine Frau schlägt und dem es dann hinterher Leid tut. (DAS ist defintiv meine Grenze. EINMAL hat es ein Mann gewagt, den hab ich danach so zur sau gemacht, dass er geheult hat und danach hab ich ihn rausgeschmissen. Erzählte mir noch vor 3 Jahren, dass doch ALLES so ganz anders gekommen wäre, wenn ich ihn damals geheiratet hätte. Brüller! Scheiß Alkis...) Ich habe durch all die Jahre meine Grenzen sehr weit in die Tiefen des Raumes verschoben. Wo andere Frauen längst wütend oder verletzt sind, ist meine Geduld da sehr strapazierbar. Ich habe wirklich versucht, nachzufühlen, ob es für mich so schlimm ist, wie es eigentlich ist, Aber ist es nicht. Mag sein, dass es tatsächlich gesünder wäre, verletzter, wütender oder trauriger zu sein. Und so zwischendurch kommt das auch mal hoch. Und ja, ich bin schon echt am Boden gelegen wegen Männern, etliche Male auch wegen ihm. Die ersten beiden Male wollte ich nur sterben, aber das ist ja Quatsch. Man stirbt nicht deswegen. Muss man nicht. Der Schmerz darf nicht bestimmend werden, ich muss da nicht drin rumwühlen. Er hat es getan, ich habe es zugelassen. Und gerade seit wir doch so etwas wie eine Beziehung hinbekommen haben, habe ich es geschafft, die Grenzen, die ich habe, sehr deutlich zu machen. Es gab schon lange keine Diskussion mehr über zu wenig Nachrichten, ich musste nie mehr auf seine warten, die kamen prompt und auch Telefonieren hat er gelernt.
Und das ohne ihn 'Abzurichten', einfach nur, weil ich es ihm erklärt habe und nicht lockergelassen habe. Das war immer so meine Achillesferse. Ich dachte immer, ich schaffe es nicht, mich deutlich auszudrücken. Offensichtlich war ich sogar sehr deutlich. Er hat es kapiert. Dass er es nur bedingt umsetzen konnte, geschenkt. Hat Mutti auch nicht ersthaft erwartet. Lizzie schon, aber die Muddi in mir nicht... Wir sind immer wieder an seine Grenzen gestossen. Und auch da war er sehr klar. Und auch seine Grenzen habe ich ignoriert, wie ein paar von meinen. Aber wie gesagt, es hat mich nur weitergebracht, die Verletzungen halten sich in, jepp, Grenzen. Ich habe ihm jedes Mal wieder vertraut und ich habe auch keinen generellen Hass auf Männer entwickelt. Es gibt ein paar wirklich fiese, eklige Exemplare, aber ich bin ja Kummer gewöhnt. Und ich möchte weiterhin einfach immer das Beste annehmen. Echte Arschlöcher erkenne ich sofort, geschultes Radar, dafür stehe ich halt auf die etwas Kranken. Denn die bin ich GEWOHNT! Die hatte ich täglich um mich rum und ich kenne einfach viel zu viele von diesen schrägen Typen, männlich wie weiblich, bei denen jeder Normalsterbliche die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und sich fragt, wie man bitte sowas aushalten kann. Und ich frage mich, wie man bitte die ganzen Normalsterblichen erträgt.
Ich war immer schon bei den Freaks, immer gemobbt, immer irgendwie anders. Und ich habe sehr schnell nicht mehr versucht, zu den normalen Kindern zu gehören. Ich wusste einfach, ich bin was Besonderes, habe mich aber immer sehr allein gefühlt. die ganzen Wahnsinnigen beim Film haben mich gerettet. Mich in einen Alltag am Counter in einem Shop einzufügen hat mich wesentlich mehr Kraft gekostet, als alles andere. Und wenn ich mir die Sichtweise der Mädels da versuche zu eigen zu machen, dann verletzt mich Mr.Bickle's Art plötzlich sehr viel mehr. Es tut weh, ihn aus diesem anderen Blickwinkel zu sehen. Allerdings wieder mehr für ihn als für mich. Tut weh, zu sehen, wie wenig er umsetzen kann, von dem, was er sich wünscht. Ich hab das ja ganz gut hinbekommen. Ob ich da jetzt Gefühle unterdrücke oder sie mir einfach abgewöhnt habe, oder ob ich sie tatsächlich nicht habe, kann ich nicht sagen. Ich möchte da auch nicht extra drin rumwühlen. Es ist einfach Fakt, dass ich mich mit IHM wohler gefühlt habe als z.B. mit meinem Exverlobten, der der Inbegriff des romantischen Mannes ist und der immer Beziehungen hatte und auch braucht. Ganz gesund ist der allerdings auch nicht.
Muss ich den Schmerz fühlen? Muss ich mich im Nachhinein verletzter fühlen? Ich habe es in der jeweiligen Situation getan, und es war blöd, sich das immer wieder anzutun. Ich hatte aber auch was davon, ich hatte ihn als Stütze, hab mich an ihm festgehalten, wenn das normale Leben mich überfordert hat. Momentan scheine ich eine Balance zwischen der normalen Welt und meiner Welt zu finden. Deswegen brauche ich ihn nicht mehr. Was jetzt vielleicht wiederum ihn mehr verletzt als mich. Ich sollte wütend sein auf ihn, aber ich bin nur genervt von seiner unangemessenen Reaktion. Allerdings würde es nichts dran ändern, dass es nicht funktioniert. Also ist es völlig egal, wie und was er tut oder nicht. Hatte ich vor einem Monat noch Angst vor seinem 'Vermiss dich', kann es mich jetzt nicht mehr verletzen. Es ist etwas, das er tut. Ich muss damit gar nichts machen. Ich kann reagieren, wie immer ich mich dann grade fühle. Mutti allerdings ist weg. Mutti ist auf Urlaub und Lizzie versucht, ihr Leben zu leben und so zu gestalten, dass sie sie selbst sein kann, unabhängig dem, was um sie rum passiert. Auch das verdanke ich irgendwie ihm, der mich dazu gezwungen hat, mich da rauszuwinden. Irgendwo auf dem Weg hab ich mich gefunden.
Nein, im Moment bin ich klar traurig, weil ein Teil meines Lebens weg ist, aber was war, bleibt. Und wenn ich nicht mehr weiterweiss, kann ich dahin zurückgehen und mich von den Erinnerungen anspornen lassen. Und ja, er ist ein Arsch, der seine Ex mit mir betrogen hat, auch das gehört zu den Seiten an ihm, die ich nicht mag. Er wollte nur den Sex, oder so. Deswegen muss ich ihn auch nicht vermissen, die vernünftige Lizzie weiß, dass sie was Besseres verdient hat. Deswegen mag ich nicht Heulen, deswegen mag ich nicht Leiden. Er ist es im Prinzip nicht wert. (Ja-haaaaaa, schon gu-huuut, ich weiß es ja!!!)
So ist das, wenn man solche Dinge von Kind an erlebt. Vielleicht bin ich ein bisschen beschädigt in meinem Denken und Fühlen. Da kann aber Mr.Bickle jetzt echt nix dafür. Dafür bedanke ich mich bei meinen Eltern.
Achtung, vor Betreten dieses Blogs bitte Illusionen an der Garderobe abgeben! Romantiker müssen jetzt ganz tapfer sein. MizzLizz kämpft sich durch den Dschungel der Stadt und versucht, den Männern den Kopf zu verdrehen. Aber sie ist nicht allein! Mögen ihre Exfreunde und Cottonmouth mit ihr sein
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Samstag, 22. Juni 2013
Sonntag, 20. Mai 2012
Tut mir was Gut?
Im Moment tut mir eher alles weh, zweimal in 3 Tagen stundenlang auf ner Bierbank sitzen mag mein Rücken nicht. Aber was tu ich nicht alles für Freunde?
Und da sind wir beim Punkt. Ich tu gern was, für andere. Und wie mein Coach weiß, hab ich auch schon dran gearbeitet, rauszufinden was ICH tun möchte. Zumindest hab ich schon mal die Verweigerungshaltung abgelegt. Wenn mein Lieblingstürke sagt, wir kickern, dann kickert Lizzie. Und gewinnt sogar. Mit ihm, dem Meister, und ohne Ahnung was sie da grade tut. Aber lustig isses. Die Frau, die alles kontrollieren, alles können muss. Keine Blöße geben. Sowas kommt von der Mobberei in der Kindheit. Wenn alle nur drauf warten, dass sie dich auslachen können, ziehst du dich so weit zurück, dass sie nicht rankönnen. Und machst keine Fehler. Ich kann nicht einfach so mal machen. Das hat mir der Perser gezeigt, wie das gehen könnte, und seitdem übe ich. Auch einfach mal die Geliebte sein. Was soll ich mich da wehren, wenns mir in den Schoß fällt?
Kontrolle, haha. Ich würde ja sogar gerne die Gefühle der anderen kontrollieren. Also die, die sie für mich haben. Sollten. Oder nicht. Ich habe immer eher auf Abschreckung gesetzt als auf Anziehung. Zum Date besonders schräge Klamotten angezogen zum Beispiel. Damit ich sicher sein kann, der Typ meint mich. Und will mich wirklich. Und hat sich auch nicht getäuscht, sondern wollte tatsächlich mit MIR ausgehen. Wenn er da nicht weggelaufen war, hab ich ihn auch gerne noch Mal weggeschickt. Da erzählt mir der Ex, er möchte gerne 5 Kinder und ich sag nur trocken, dafür musst du dir ne Andere suchen, ich bin zu alt für Kinder. Und er widerspricht. Meint, eine Freundin hätte grade mit 42 noch...Aber nein, ich lasse nicht locker und betone meine Unwilligkeit.
Oder mache mich selber klein, indem ich sage, er bräuchte doch eher so ne Partymaus. Und er sagt wieder, nein, er wolle nicht mit ner Partymaus, er möchte mit mir zusammen sein. Immer wieder mache ich sowas, bei jedem Mann hau ich von Anfang an so ne Macke rein. Immer in der Hoffnung, auf der sicheren Seite zu sein, wenn er dann trotzdem bleibt. Und wundere mich, wenn sie doch auf mich hören und gehen.
Ich kann es nicht annehmen, wenn jemand mich mag. Ich muss es kaputtmachen, um mich wieder wie gewohnt fühlen zu können- Als Einzelkämpferin, Lizzie allein gegen die Welt. Ich weiß ja eh, wie's laufen wird, also erledige ich es gleich. Dann bin ich wieder unbehelligt und kann meine Depression pflegen. Obwohl ich in den letzten Jahren die Taktik leicht verändert habe. Ich schmore nicht mehr allein, sondern versuch's mit neuen Leuten. Alles Tarnung. Im Prinzip fühl ich mich selbst unter ganz vielen Menschen immer sehr isoliert. Je mehr Menschen, desto isolierter! Ich habe keine Clique, keine Truppe, zu der ich gehöre und an die ich mich halten kann. Freunde sind verstreut und nicht untereinander vernetzt. Immer nur Einzelwesen. Keine Truppe, die mich mitzieht. Im Gegenteil, bei manchen muss dann ich ziehen, obwohl ich dafür eigentlich keine Kraft habe. Mir fehlt so ein Kreis, der mich auffängt, obwohl Facebook da schon gute Dienste leistet.
Und da sind wir auch schon wieder bei den Ansprüchen, die ich nicht stelle. Den Erwartungen, die ich nicht habe. Nichts fordern bedeutet, ich kann nicht enttäuscht werden. Erspart die Frustration, nichts zu bekommen. Und ich biete keine Angriffsfläche, bin nicht greifbar. Mogle mich durch. Ist aber blöd für jemand, der mir was Gutes tun will. Nein, Lizzie macht alles selbst.
Nur Gutes tun für mich selber mach ich ja auch nicht. Immer nur, was getan werden muss. Oder darf. DAS ist dann wieder ein neues Thema
Und da sind wir beim Punkt. Ich tu gern was, für andere. Und wie mein Coach weiß, hab ich auch schon dran gearbeitet, rauszufinden was ICH tun möchte. Zumindest hab ich schon mal die Verweigerungshaltung abgelegt. Wenn mein Lieblingstürke sagt, wir kickern, dann kickert Lizzie. Und gewinnt sogar. Mit ihm, dem Meister, und ohne Ahnung was sie da grade tut. Aber lustig isses. Die Frau, die alles kontrollieren, alles können muss. Keine Blöße geben. Sowas kommt von der Mobberei in der Kindheit. Wenn alle nur drauf warten, dass sie dich auslachen können, ziehst du dich so weit zurück, dass sie nicht rankönnen. Und machst keine Fehler. Ich kann nicht einfach so mal machen. Das hat mir der Perser gezeigt, wie das gehen könnte, und seitdem übe ich. Auch einfach mal die Geliebte sein. Was soll ich mich da wehren, wenns mir in den Schoß fällt?
Kontrolle, haha. Ich würde ja sogar gerne die Gefühle der anderen kontrollieren. Also die, die sie für mich haben. Sollten. Oder nicht. Ich habe immer eher auf Abschreckung gesetzt als auf Anziehung. Zum Date besonders schräge Klamotten angezogen zum Beispiel. Damit ich sicher sein kann, der Typ meint mich. Und will mich wirklich. Und hat sich auch nicht getäuscht, sondern wollte tatsächlich mit MIR ausgehen. Wenn er da nicht weggelaufen war, hab ich ihn auch gerne noch Mal weggeschickt. Da erzählt mir der Ex, er möchte gerne 5 Kinder und ich sag nur trocken, dafür musst du dir ne Andere suchen, ich bin zu alt für Kinder. Und er widerspricht. Meint, eine Freundin hätte grade mit 42 noch...Aber nein, ich lasse nicht locker und betone meine Unwilligkeit.
Oder mache mich selber klein, indem ich sage, er bräuchte doch eher so ne Partymaus. Und er sagt wieder, nein, er wolle nicht mit ner Partymaus, er möchte mit mir zusammen sein. Immer wieder mache ich sowas, bei jedem Mann hau ich von Anfang an so ne Macke rein. Immer in der Hoffnung, auf der sicheren Seite zu sein, wenn er dann trotzdem bleibt. Und wundere mich, wenn sie doch auf mich hören und gehen.
Ich kann es nicht annehmen, wenn jemand mich mag. Ich muss es kaputtmachen, um mich wieder wie gewohnt fühlen zu können- Als Einzelkämpferin, Lizzie allein gegen die Welt. Ich weiß ja eh, wie's laufen wird, also erledige ich es gleich. Dann bin ich wieder unbehelligt und kann meine Depression pflegen. Obwohl ich in den letzten Jahren die Taktik leicht verändert habe. Ich schmore nicht mehr allein, sondern versuch's mit neuen Leuten. Alles Tarnung. Im Prinzip fühl ich mich selbst unter ganz vielen Menschen immer sehr isoliert. Je mehr Menschen, desto isolierter! Ich habe keine Clique, keine Truppe, zu der ich gehöre und an die ich mich halten kann. Freunde sind verstreut und nicht untereinander vernetzt. Immer nur Einzelwesen. Keine Truppe, die mich mitzieht. Im Gegenteil, bei manchen muss dann ich ziehen, obwohl ich dafür eigentlich keine Kraft habe. Mir fehlt so ein Kreis, der mich auffängt, obwohl Facebook da schon gute Dienste leistet.
Und da sind wir auch schon wieder bei den Ansprüchen, die ich nicht stelle. Den Erwartungen, die ich nicht habe. Nichts fordern bedeutet, ich kann nicht enttäuscht werden. Erspart die Frustration, nichts zu bekommen. Und ich biete keine Angriffsfläche, bin nicht greifbar. Mogle mich durch. Ist aber blöd für jemand, der mir was Gutes tun will. Nein, Lizzie macht alles selbst.
Nur Gutes tun für mich selber mach ich ja auch nicht. Immer nur, was getan werden muss. Oder darf. DAS ist dann wieder ein neues Thema
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