Oh, fast hättet ihr mich wieder so weit gehabt! Fast hätte ich wieder angefangen mich zu fragen, was denn um Himmels Willen mit mir nicht stimmt, dass meine Flirts allesamt ein Schweigegelübde abgelegt haben und sich trotz erkennbaren Interesses partout nicht melden. Fast, aber nur fast, hätte ihr mich wieder gehabt, klein und als Bittstellerin. Zum Glück gibt es Blogs wie den von Charles Orlando. The problem with Women is- men. Als ich dieses geniale Piece http://www.theproblemismen.com/rants/abuse gelesen hatte, eher, noch während ich es las, kramte mein Hirn eine alte Erkenntnis wieder vor, die ich als braves Mädchen als arrogant und selbstverliebt abgetan und ins Reich der Mythen verbannt hatte. Ja, auch Greg mit 'Er steht einfach nicht auf dich' stößt in das Horn, dass ein Kerl, wenn er Interesse hätte, sich nicht von irgendwelchen Ängsten und Unsicherheiten abhalten lassen würde. Pffffffffff. Mr.Bickle sagte nach unserem ersten Kuss, für den er sich Mut angetrunken hatte, er hätte Angst gehabt, ich würde ihm eine scheuern. Und so sehr das auch nach Kokettieren klingt, da steckt was drin, und zwar die Wahrheit!
Denn Mr.Bickle hat auch, in dem entscheidenden Gespräch, als er blank und bloß vor mir lag und ich ihn zerlegt habe, zugegeben, dass er beileibe nicht etwa verliebt war am Anfang. Nein, sein Gedanke war nur 'Das geile Stück will ich vögeln'. Und es war wohl keiner erstaunter als der kleine Perser selbst, dass so ein geiles Stück dann auch mit ihm ins Bett will. Was er nämlich nicht gesehen hat, war mein mangelndes Bewußtsein darüber, wie Männer mich sehen. Das hat er mir dann beigebracht und ist dran Schuld, dass ich inzwischen so einige Kerben in meinem Bettpfosten habe. Und ja, ich habe mit diesem Image jetzt schon eine ganze Weile gespielt. Zeit, ernst zu machen. Denn hey, wenn die Jungs schon davon ausgehen, dass SIE keine Chance bei mir haben und ich viel zu cool und sexy bin, um mich herabzulassen, mit nem durchschnittlich begabten Lover in die Kiste zu steigen- dann sollen sie auch recht bekommen!
Wer bin ich denn, ihnen zu widersprechen? Wenn sie sich nicht die Mühe machen, rauszufinden ob ich nicht doch ne ganz normale Frau bin, die auch mit nur halb attraktiven Kerlen rummacht, dann gibt's ab jetzt halt tatsächlich nur die von Mr.Desaster an aufwärts! Also Modeltypen mit großartigem Style und Klasse. Punkt. Jemand wie der Silberrücken könnte noch mitspielen, weil er Clubchef und Szenegröße ist. Aber auch nur als weitere Kerbe, sonst wird er Schneider bleiben. Und auch nur, weil ich wieder in Schwung kommen und üben muss.
Nein meine lieben Männer, ich werde nicht mehr euer Egoboost sein, mit dem ihr flirten und euch toll vorkommen könnt, ohne etwas zu investieren! Darum geht es nämlich! Die testen aus, ob sie noch Chancen haben bei einer attraktiven Frau und wenn ja, sind sie so alt und faul, dass sie nix mehr draus machen. Zu viel Anstrengung. Too much effort. Bad Boys, dass ich nicht lache! Die Bestätigung genügt, mehr probiert man nicht, sonst könnte ja rauskommen, dass sie sich geirrt haben. oder dass sie es nicht (mehr) bringen. Ich war bis jetzt ein leichtes Date, dankbar für jeden Anruf. Ab jetzt ist es vorbei mit lieb und dankbar, gönnerhaft werde ich eure Ehrerbietungen zur Kenntnis nehmen und als Sexgöttin (ey, stammt nicht von mir!!!!!!!!!!!) möchte ich die entsprechende Verehrung erfahren. Als ich meine Verehrer noch schlecht behandelt habe, hatte ich deutlich mehr.
ICH WAR ZU NETT! Das war mein Fehler. Viel zu nett
Und heute hat mich eine Kollegin, eine Freelancerin, die mich nur ab und zu trifft, als TIEFENENTSPANNT bezeichnet. Der Rest hat sanft gelächelt, aber immerhin, Fremdwahrnehmung kann sich massiv vom eigenen Gefühl unterscheiden. Woher sollen die Kerle denn wissen, dass ich auch nur ne Frau bin, wenn ich nicht zicke?
Nein, auch darum geht es nicht. Und wenn ich sage, nur noch attraktive Männer, dann in der Hoffnung, dass die, wie Mr.Desaster, genug Selbstbewußtsein (aka Eier) haben, um sich nicht abhalten zu lassen, mich auch anzurufen. Mr. Desaster ist der erste Mann seit langem, der nicht drumrumredet, Fragen direkt und klar beantwortet und keine Spielchen spielt. Dass er gut aussieht habe ich erwähnt? Er hat Eier und macht nur, worauf er Bock hat. Und genau so jemand brauche ich, der sich nicht beeindrucken lässt und den Schwanz einzieht, wenn's hart auf hart kommt. Mann, hab ich die Schnauze voll von solchen Weicheiern. Und ja, es darf auch gern ein Netter sein. Mr.Desaster ist nämlich kein Arschloch! Ich bin nur ein Mädchen, das händchenhaltend durch den Sommer gehen möchte. Und das langsam echt sauer wird, wenn nicht bald einer den Arsch zusammenkneift und Mumm hat.
Achtung, vor Betreten dieses Blogs bitte Illusionen an der Garderobe abgeben! Romantiker müssen jetzt ganz tapfer sein. MizzLizz kämpft sich durch den Dschungel der Stadt und versucht, den Männern den Kopf zu verdrehen. Aber sie ist nicht allein! Mögen ihre Exfreunde und Cottonmouth mit ihr sein
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Dienstag, 20. Mai 2014
Samstag, 22. Juni 2013
Eine Selbstverteidigung
Normalerweise stehe ich mehr für andere ein als für mich, habe ich hier Mr.Bickle oft in Schutz genommen, aber grade habe ich das Gefühl, mich erklären zu wollen. Denn so wie es aussieht, sieht es für Aussenstehende schlimmer aus, als ich das selbst empfinde. Ob das jetzt gesund ist, normal, oder was auch immer.
Ich hol mal aus: Ich arbeite in den Medien, und das als Schminkerin sehr nah am Menschen. Und Künstler sind ja nicht grade für selische Stabilität bekannt. Genauso, wie generell die ganze Branche gern mit Drogen und Alkohol in Verbindung gebracht wird. Nicht zu Unrecht, wobei ich strikt die Finger von dem Zeug lasse. Es bringt mir schlicht nichts, zumindest die zwei mal Gras waren ein echter Schuß in den Ofen. Genau wie Alkohol zieht mich die Scheiße einfach nur runter. Bei Drehtagen von bis zu 24 Stunden ist es allerdings schwierig, sich ohne Hilfsmittel auf den Beinen und am Arbeiten zu halten. Und auch die technischen Gewerke sind meist mit Menschen besetzt, die mit einem normalen Leben nicht viel anfangen können. Alle, also zumindest die aus meiner Generation, sind nicht da, weil sie 'irgendwas mit Medien' machen wollten, sondern weil sie schlicht zu viel Leidenschaft und Kreativität in sich tragen bzw. in einem regulären Job nicht funktionieren, weil sie irgendwelche Probleme haben, die bei unständiger Beschäftigung und in extremen Situationen wie am Set einfach weniger auffallen. Als ich das erste Mal ein Filmset betrat, war mein Gedanke: Ach HIER seid ihr alle! Ich dachte, ich bin allein so verrückt. Nein, damals waren alle am Set verrückt, nonkonform, anders, ein wahrhaft bunter Haufen. Ich könnte jetzt was über die angepasst brave Praktikantengeneration heutzutage schreiben, aber das führt zu weit weg vom Thema.
Also, wir waren ein Gemischtwarenladen an irgendwie aus der Normalität gefallenen Seelen, und ich passte da rein wie Arsch auf Eimer. Was natürlich auch dazu führte, oder daher kam????, dass ich etwas andere andere Bedürfnisse habe als andere Frauen und in der Maske, und auch am Set selbst, so derartig viel und extreme Grenzübertretungen und Situationen erlebt habe, dass ein normaler Mensch nur kopfschüttelnd fragen würde, wie man sich bitte so etwas gefallen lassen kann. Ja wie? Antwort: Ich nehme es nicht als verletzend wahr. Es ist ja auch immer ein bisschen Auslegungssache, ob man sich jetzt als Opfer sieht, wenn ein fetter, alternder Schlagersänger immer noch tiefer unter die Gürtellinie geht, um mich mit seinen Sprüchen zu provozieren. Oder als Herausforderung, das Niveau noch etwas tiefer zu legen, bis er einen dann nur noch Mausi und Herzchen nennt. Ich habe Letzteres mit Freuden getan und es war mir ein Fest, wenn ich wieder einen dieser ekligen Machos kleinbekommen hatte. Und sie haben mir alle aus der Hand gefressen. Anstrengend war es, aber anstrengender sind heut meine Kollegen im normalen Beruf.
Dagegen ist Mr.Bickle ein echter Lulli. Er hat nicht einmal abfällige Bemerkungen über Frauen gemacht, wenn er bei mir war, war er respektvoll, höflich und hat sich für alles zigfach bedankt. Ich fand das etwas übertrieben, aber aus seiner Sicht war es nicht selbstverständlich, denn verdient hatte er es nicht, bekocht und umsorgt zu werden. Wenn man mal von seinen zuckersüßen Komplimenten und der Energie absieht, die er mir gegeben hat. Und ja, er hat mich oft genug enttäuscht, mir was versprochen und nicht gehalten. Aber wenn er es geschafft hat, war es natürlich toller als bei jedem anderen, weil extremer und damit aufregender. So konnte ich auch wunderbar ausblenden, dass er im besoffenen Zustand komplett zum Kaspar mutiert, dass er beim Fußball mit den Ultras rumhängt und auch sonst gern mal so Punksachen macht, die ich eher befremdlich finde. Bei mir war er der süße kleine Junge. Man könnte sagen, er weiß, was er für ein Depp ist und dass er sich wie Arsch benimmt, aber er versucht es wieder gutzumachen. Wie der Kerl, der seine Frau schlägt und dem es dann hinterher Leid tut. (DAS ist defintiv meine Grenze. EINMAL hat es ein Mann gewagt, den hab ich danach so zur sau gemacht, dass er geheult hat und danach hab ich ihn rausgeschmissen. Erzählte mir noch vor 3 Jahren, dass doch ALLES so ganz anders gekommen wäre, wenn ich ihn damals geheiratet hätte. Brüller! Scheiß Alkis...) Ich habe durch all die Jahre meine Grenzen sehr weit in die Tiefen des Raumes verschoben. Wo andere Frauen längst wütend oder verletzt sind, ist meine Geduld da sehr strapazierbar. Ich habe wirklich versucht, nachzufühlen, ob es für mich so schlimm ist, wie es eigentlich ist, Aber ist es nicht. Mag sein, dass es tatsächlich gesünder wäre, verletzter, wütender oder trauriger zu sein. Und so zwischendurch kommt das auch mal hoch. Und ja, ich bin schon echt am Boden gelegen wegen Männern, etliche Male auch wegen ihm. Die ersten beiden Male wollte ich nur sterben, aber das ist ja Quatsch. Man stirbt nicht deswegen. Muss man nicht. Der Schmerz darf nicht bestimmend werden, ich muss da nicht drin rumwühlen. Er hat es getan, ich habe es zugelassen. Und gerade seit wir doch so etwas wie eine Beziehung hinbekommen haben, habe ich es geschafft, die Grenzen, die ich habe, sehr deutlich zu machen. Es gab schon lange keine Diskussion mehr über zu wenig Nachrichten, ich musste nie mehr auf seine warten, die kamen prompt und auch Telefonieren hat er gelernt.
Und das ohne ihn 'Abzurichten', einfach nur, weil ich es ihm erklärt habe und nicht lockergelassen habe. Das war immer so meine Achillesferse. Ich dachte immer, ich schaffe es nicht, mich deutlich auszudrücken. Offensichtlich war ich sogar sehr deutlich. Er hat es kapiert. Dass er es nur bedingt umsetzen konnte, geschenkt. Hat Mutti auch nicht ersthaft erwartet. Lizzie schon, aber die Muddi in mir nicht... Wir sind immer wieder an seine Grenzen gestossen. Und auch da war er sehr klar. Und auch seine Grenzen habe ich ignoriert, wie ein paar von meinen. Aber wie gesagt, es hat mich nur weitergebracht, die Verletzungen halten sich in, jepp, Grenzen. Ich habe ihm jedes Mal wieder vertraut und ich habe auch keinen generellen Hass auf Männer entwickelt. Es gibt ein paar wirklich fiese, eklige Exemplare, aber ich bin ja Kummer gewöhnt. Und ich möchte weiterhin einfach immer das Beste annehmen. Echte Arschlöcher erkenne ich sofort, geschultes Radar, dafür stehe ich halt auf die etwas Kranken. Denn die bin ich GEWOHNT! Die hatte ich täglich um mich rum und ich kenne einfach viel zu viele von diesen schrägen Typen, männlich wie weiblich, bei denen jeder Normalsterbliche die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und sich fragt, wie man bitte sowas aushalten kann. Und ich frage mich, wie man bitte die ganzen Normalsterblichen erträgt.
Ich war immer schon bei den Freaks, immer gemobbt, immer irgendwie anders. Und ich habe sehr schnell nicht mehr versucht, zu den normalen Kindern zu gehören. Ich wusste einfach, ich bin was Besonderes, habe mich aber immer sehr allein gefühlt. die ganzen Wahnsinnigen beim Film haben mich gerettet. Mich in einen Alltag am Counter in einem Shop einzufügen hat mich wesentlich mehr Kraft gekostet, als alles andere. Und wenn ich mir die Sichtweise der Mädels da versuche zu eigen zu machen, dann verletzt mich Mr.Bickle's Art plötzlich sehr viel mehr. Es tut weh, ihn aus diesem anderen Blickwinkel zu sehen. Allerdings wieder mehr für ihn als für mich. Tut weh, zu sehen, wie wenig er umsetzen kann, von dem, was er sich wünscht. Ich hab das ja ganz gut hinbekommen. Ob ich da jetzt Gefühle unterdrücke oder sie mir einfach abgewöhnt habe, oder ob ich sie tatsächlich nicht habe, kann ich nicht sagen. Ich möchte da auch nicht extra drin rumwühlen. Es ist einfach Fakt, dass ich mich mit IHM wohler gefühlt habe als z.B. mit meinem Exverlobten, der der Inbegriff des romantischen Mannes ist und der immer Beziehungen hatte und auch braucht. Ganz gesund ist der allerdings auch nicht.
Muss ich den Schmerz fühlen? Muss ich mich im Nachhinein verletzter fühlen? Ich habe es in der jeweiligen Situation getan, und es war blöd, sich das immer wieder anzutun. Ich hatte aber auch was davon, ich hatte ihn als Stütze, hab mich an ihm festgehalten, wenn das normale Leben mich überfordert hat. Momentan scheine ich eine Balance zwischen der normalen Welt und meiner Welt zu finden. Deswegen brauche ich ihn nicht mehr. Was jetzt vielleicht wiederum ihn mehr verletzt als mich. Ich sollte wütend sein auf ihn, aber ich bin nur genervt von seiner unangemessenen Reaktion. Allerdings würde es nichts dran ändern, dass es nicht funktioniert. Also ist es völlig egal, wie und was er tut oder nicht. Hatte ich vor einem Monat noch Angst vor seinem 'Vermiss dich', kann es mich jetzt nicht mehr verletzen. Es ist etwas, das er tut. Ich muss damit gar nichts machen. Ich kann reagieren, wie immer ich mich dann grade fühle. Mutti allerdings ist weg. Mutti ist auf Urlaub und Lizzie versucht, ihr Leben zu leben und so zu gestalten, dass sie sie selbst sein kann, unabhängig dem, was um sie rum passiert. Auch das verdanke ich irgendwie ihm, der mich dazu gezwungen hat, mich da rauszuwinden. Irgendwo auf dem Weg hab ich mich gefunden.
Nein, im Moment bin ich klar traurig, weil ein Teil meines Lebens weg ist, aber was war, bleibt. Und wenn ich nicht mehr weiterweiss, kann ich dahin zurückgehen und mich von den Erinnerungen anspornen lassen. Und ja, er ist ein Arsch, der seine Ex mit mir betrogen hat, auch das gehört zu den Seiten an ihm, die ich nicht mag. Er wollte nur den Sex, oder so. Deswegen muss ich ihn auch nicht vermissen, die vernünftige Lizzie weiß, dass sie was Besseres verdient hat. Deswegen mag ich nicht Heulen, deswegen mag ich nicht Leiden. Er ist es im Prinzip nicht wert. (Ja-haaaaaa, schon gu-huuut, ich weiß es ja!!!)
So ist das, wenn man solche Dinge von Kind an erlebt. Vielleicht bin ich ein bisschen beschädigt in meinem Denken und Fühlen. Da kann aber Mr.Bickle jetzt echt nix dafür. Dafür bedanke ich mich bei meinen Eltern.
Ich hol mal aus: Ich arbeite in den Medien, und das als Schminkerin sehr nah am Menschen. Und Künstler sind ja nicht grade für selische Stabilität bekannt. Genauso, wie generell die ganze Branche gern mit Drogen und Alkohol in Verbindung gebracht wird. Nicht zu Unrecht, wobei ich strikt die Finger von dem Zeug lasse. Es bringt mir schlicht nichts, zumindest die zwei mal Gras waren ein echter Schuß in den Ofen. Genau wie Alkohol zieht mich die Scheiße einfach nur runter. Bei Drehtagen von bis zu 24 Stunden ist es allerdings schwierig, sich ohne Hilfsmittel auf den Beinen und am Arbeiten zu halten. Und auch die technischen Gewerke sind meist mit Menschen besetzt, die mit einem normalen Leben nicht viel anfangen können. Alle, also zumindest die aus meiner Generation, sind nicht da, weil sie 'irgendwas mit Medien' machen wollten, sondern weil sie schlicht zu viel Leidenschaft und Kreativität in sich tragen bzw. in einem regulären Job nicht funktionieren, weil sie irgendwelche Probleme haben, die bei unständiger Beschäftigung und in extremen Situationen wie am Set einfach weniger auffallen. Als ich das erste Mal ein Filmset betrat, war mein Gedanke: Ach HIER seid ihr alle! Ich dachte, ich bin allein so verrückt. Nein, damals waren alle am Set verrückt, nonkonform, anders, ein wahrhaft bunter Haufen. Ich könnte jetzt was über die angepasst brave Praktikantengeneration heutzutage schreiben, aber das führt zu weit weg vom Thema.
Also, wir waren ein Gemischtwarenladen an irgendwie aus der Normalität gefallenen Seelen, und ich passte da rein wie Arsch auf Eimer. Was natürlich auch dazu führte, oder daher kam????, dass ich etwas andere andere Bedürfnisse habe als andere Frauen und in der Maske, und auch am Set selbst, so derartig viel und extreme Grenzübertretungen und Situationen erlebt habe, dass ein normaler Mensch nur kopfschüttelnd fragen würde, wie man sich bitte so etwas gefallen lassen kann. Ja wie? Antwort: Ich nehme es nicht als verletzend wahr. Es ist ja auch immer ein bisschen Auslegungssache, ob man sich jetzt als Opfer sieht, wenn ein fetter, alternder Schlagersänger immer noch tiefer unter die Gürtellinie geht, um mich mit seinen Sprüchen zu provozieren. Oder als Herausforderung, das Niveau noch etwas tiefer zu legen, bis er einen dann nur noch Mausi und Herzchen nennt. Ich habe Letzteres mit Freuden getan und es war mir ein Fest, wenn ich wieder einen dieser ekligen Machos kleinbekommen hatte. Und sie haben mir alle aus der Hand gefressen. Anstrengend war es, aber anstrengender sind heut meine Kollegen im normalen Beruf.
Dagegen ist Mr.Bickle ein echter Lulli. Er hat nicht einmal abfällige Bemerkungen über Frauen gemacht, wenn er bei mir war, war er respektvoll, höflich und hat sich für alles zigfach bedankt. Ich fand das etwas übertrieben, aber aus seiner Sicht war es nicht selbstverständlich, denn verdient hatte er es nicht, bekocht und umsorgt zu werden. Wenn man mal von seinen zuckersüßen Komplimenten und der Energie absieht, die er mir gegeben hat. Und ja, er hat mich oft genug enttäuscht, mir was versprochen und nicht gehalten. Aber wenn er es geschafft hat, war es natürlich toller als bei jedem anderen, weil extremer und damit aufregender. So konnte ich auch wunderbar ausblenden, dass er im besoffenen Zustand komplett zum Kaspar mutiert, dass er beim Fußball mit den Ultras rumhängt und auch sonst gern mal so Punksachen macht, die ich eher befremdlich finde. Bei mir war er der süße kleine Junge. Man könnte sagen, er weiß, was er für ein Depp ist und dass er sich wie Arsch benimmt, aber er versucht es wieder gutzumachen. Wie der Kerl, der seine Frau schlägt und dem es dann hinterher Leid tut. (DAS ist defintiv meine Grenze. EINMAL hat es ein Mann gewagt, den hab ich danach so zur sau gemacht, dass er geheult hat und danach hab ich ihn rausgeschmissen. Erzählte mir noch vor 3 Jahren, dass doch ALLES so ganz anders gekommen wäre, wenn ich ihn damals geheiratet hätte. Brüller! Scheiß Alkis...) Ich habe durch all die Jahre meine Grenzen sehr weit in die Tiefen des Raumes verschoben. Wo andere Frauen längst wütend oder verletzt sind, ist meine Geduld da sehr strapazierbar. Ich habe wirklich versucht, nachzufühlen, ob es für mich so schlimm ist, wie es eigentlich ist, Aber ist es nicht. Mag sein, dass es tatsächlich gesünder wäre, verletzter, wütender oder trauriger zu sein. Und so zwischendurch kommt das auch mal hoch. Und ja, ich bin schon echt am Boden gelegen wegen Männern, etliche Male auch wegen ihm. Die ersten beiden Male wollte ich nur sterben, aber das ist ja Quatsch. Man stirbt nicht deswegen. Muss man nicht. Der Schmerz darf nicht bestimmend werden, ich muss da nicht drin rumwühlen. Er hat es getan, ich habe es zugelassen. Und gerade seit wir doch so etwas wie eine Beziehung hinbekommen haben, habe ich es geschafft, die Grenzen, die ich habe, sehr deutlich zu machen. Es gab schon lange keine Diskussion mehr über zu wenig Nachrichten, ich musste nie mehr auf seine warten, die kamen prompt und auch Telefonieren hat er gelernt.
Und das ohne ihn 'Abzurichten', einfach nur, weil ich es ihm erklärt habe und nicht lockergelassen habe. Das war immer so meine Achillesferse. Ich dachte immer, ich schaffe es nicht, mich deutlich auszudrücken. Offensichtlich war ich sogar sehr deutlich. Er hat es kapiert. Dass er es nur bedingt umsetzen konnte, geschenkt. Hat Mutti auch nicht ersthaft erwartet. Lizzie schon, aber die Muddi in mir nicht... Wir sind immer wieder an seine Grenzen gestossen. Und auch da war er sehr klar. Und auch seine Grenzen habe ich ignoriert, wie ein paar von meinen. Aber wie gesagt, es hat mich nur weitergebracht, die Verletzungen halten sich in, jepp, Grenzen. Ich habe ihm jedes Mal wieder vertraut und ich habe auch keinen generellen Hass auf Männer entwickelt. Es gibt ein paar wirklich fiese, eklige Exemplare, aber ich bin ja Kummer gewöhnt. Und ich möchte weiterhin einfach immer das Beste annehmen. Echte Arschlöcher erkenne ich sofort, geschultes Radar, dafür stehe ich halt auf die etwas Kranken. Denn die bin ich GEWOHNT! Die hatte ich täglich um mich rum und ich kenne einfach viel zu viele von diesen schrägen Typen, männlich wie weiblich, bei denen jeder Normalsterbliche die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und sich fragt, wie man bitte sowas aushalten kann. Und ich frage mich, wie man bitte die ganzen Normalsterblichen erträgt.
Ich war immer schon bei den Freaks, immer gemobbt, immer irgendwie anders. Und ich habe sehr schnell nicht mehr versucht, zu den normalen Kindern zu gehören. Ich wusste einfach, ich bin was Besonderes, habe mich aber immer sehr allein gefühlt. die ganzen Wahnsinnigen beim Film haben mich gerettet. Mich in einen Alltag am Counter in einem Shop einzufügen hat mich wesentlich mehr Kraft gekostet, als alles andere. Und wenn ich mir die Sichtweise der Mädels da versuche zu eigen zu machen, dann verletzt mich Mr.Bickle's Art plötzlich sehr viel mehr. Es tut weh, ihn aus diesem anderen Blickwinkel zu sehen. Allerdings wieder mehr für ihn als für mich. Tut weh, zu sehen, wie wenig er umsetzen kann, von dem, was er sich wünscht. Ich hab das ja ganz gut hinbekommen. Ob ich da jetzt Gefühle unterdrücke oder sie mir einfach abgewöhnt habe, oder ob ich sie tatsächlich nicht habe, kann ich nicht sagen. Ich möchte da auch nicht extra drin rumwühlen. Es ist einfach Fakt, dass ich mich mit IHM wohler gefühlt habe als z.B. mit meinem Exverlobten, der der Inbegriff des romantischen Mannes ist und der immer Beziehungen hatte und auch braucht. Ganz gesund ist der allerdings auch nicht.
Muss ich den Schmerz fühlen? Muss ich mich im Nachhinein verletzter fühlen? Ich habe es in der jeweiligen Situation getan, und es war blöd, sich das immer wieder anzutun. Ich hatte aber auch was davon, ich hatte ihn als Stütze, hab mich an ihm festgehalten, wenn das normale Leben mich überfordert hat. Momentan scheine ich eine Balance zwischen der normalen Welt und meiner Welt zu finden. Deswegen brauche ich ihn nicht mehr. Was jetzt vielleicht wiederum ihn mehr verletzt als mich. Ich sollte wütend sein auf ihn, aber ich bin nur genervt von seiner unangemessenen Reaktion. Allerdings würde es nichts dran ändern, dass es nicht funktioniert. Also ist es völlig egal, wie und was er tut oder nicht. Hatte ich vor einem Monat noch Angst vor seinem 'Vermiss dich', kann es mich jetzt nicht mehr verletzen. Es ist etwas, das er tut. Ich muss damit gar nichts machen. Ich kann reagieren, wie immer ich mich dann grade fühle. Mutti allerdings ist weg. Mutti ist auf Urlaub und Lizzie versucht, ihr Leben zu leben und so zu gestalten, dass sie sie selbst sein kann, unabhängig dem, was um sie rum passiert. Auch das verdanke ich irgendwie ihm, der mich dazu gezwungen hat, mich da rauszuwinden. Irgendwo auf dem Weg hab ich mich gefunden.
Nein, im Moment bin ich klar traurig, weil ein Teil meines Lebens weg ist, aber was war, bleibt. Und wenn ich nicht mehr weiterweiss, kann ich dahin zurückgehen und mich von den Erinnerungen anspornen lassen. Und ja, er ist ein Arsch, der seine Ex mit mir betrogen hat, auch das gehört zu den Seiten an ihm, die ich nicht mag. Er wollte nur den Sex, oder so. Deswegen muss ich ihn auch nicht vermissen, die vernünftige Lizzie weiß, dass sie was Besseres verdient hat. Deswegen mag ich nicht Heulen, deswegen mag ich nicht Leiden. Er ist es im Prinzip nicht wert. (Ja-haaaaaa, schon gu-huuut, ich weiß es ja!!!)
So ist das, wenn man solche Dinge von Kind an erlebt. Vielleicht bin ich ein bisschen beschädigt in meinem Denken und Fühlen. Da kann aber Mr.Bickle jetzt echt nix dafür. Dafür bedanke ich mich bei meinen Eltern.
Freitag, 21. Juni 2013
Nein, das wird nix
Da kann er mir auch ein Gedicht schicken, es ändert nichts. Genauso wenig wie sich in 5 Jahren etwas in seiner Wohnung getan hat. Immer wieder die gleiche Leier, er muss dringend aufräumen. er hätte gern eine Küche. Er braucht eine neue Garderobe. Und was ist? Schlimmer denn je ist es. Ein paar neue Regale, ja, aber die nur schnell zugemüllt und das war's dann. Er hat ja keine Zeit, für das nicht, und für eine Beziehung erst Recht nicht. Und ich könne aus zig Nachrichten am Tag und Aussagen wie 'wir haben es geschafft' bitte doch nicht darauf schließen, dass er mehr wollen würde als eine gute Freundschaft mit und guten Sex. Oh, ich könnte jetzt böse und zynisch werden. Ja, ich hatte gesagt, ich möchte das ganze etwas lockerer nehmen. Und das hat auch funktioniert. Gib dem Mann Luft, dann kommt er. Reagiere drauf, und er ist wieder weg und beschwert sich, falsch verstanden worden zu sein. Wieso nur hab ich immer wieder geglaubt, was er sagt? Vielleicht, weil ich Dinge so meine, wie ich sie sage. Dass ich gemeint habe, es wäre doch mehr, lag unter anderem an, naja, auch so was wie dem Gedicht. Was denkt er sich dabei? Ich hab ihm vorhin am Telefon sehr nüchtern gesagt, dass er sowas halt dann lassen muss. Versteht er nicht. Das, und seine Wohnung, zeigen deutlich, wie wenig erwachsen er ist. Das hatte seinen Reiz, denn ich war immer schon viel zu erwachsen und vernünftig, auch als Kind schon. Ja, er war meine Spielwiese. ich war nie rebellischer Teenager, hab nie was total Unvernünftiges getan. Immer die Konsequenzen im Blick zu haben macht etwas unspontan.
Allerdings heißt das auch, dass ich meine Grenzen kenne. Beim Trinken genauso wie im restlichen Leben. Manchmal gehe ich über diese Grenzen, aber sie sind mir bewußt. Und auch, dass es auf Dauer nicht gut tut, zu weit rauszuschwimmen. Seit Tagen war da dieses Gefühl in mir, dass es so enden könnte, dass er dann will- und ich weg bin. Innerlich war ich es wohl schon mehr, als ich mir eingestehen wollte. Und der Gedanke, ihm dann wehtun zu müssen, war nicht schön. Aber in mir wollte etwas dringend weg. Ohne ihn ist es einfacher, klarer. Und auch wenn ich gern wild und gefährlich leben würde, er ist es nicht mehr, der mich reizt. Game over. Zu oft gespielt, zu wenig Erfolg. Ich komm bei ihm nicht weiter, damit ist es dann auch nicht mehr spannend. Die Sehnsucht, die ich gespürt habe, war nicht mehr meine, sondern seine. Ich hatte ja immer Schwierigkeiten, mich davon abzugrenzen, weil ich es ja auch fühlen wollte. Aber was ist der Sinn davon, es zu fühlen, wenn es dann wieder weg ist, sobald man darauf eingeht? Was ich im letzten Post geschrieben hatte, dass nichts mehr zwischen uns steht, das ist auch das, was es jetzt beendet. Denn wenn alle äußeren Hindernisse wegfallen und immer noch nix dabei rumkommt, ausser dumme Spielchen, dann gibt es nichts mehr zu deuteln.
Ja, er hat immer wieder gesagt, dass er keine Zeit hat für Beziehung, dass auch seine letzte Beziehung genau daran gescheitert ist. So wenig Zeit allerdings ist doch ein Abtörner. Dass er sein Leben so weiterleben kann, als gäbe es mich nicht, ausserhalb des Bettes, er dann doch wieder emotional wird, wenn er es grade braucht, um mich dann wieder wegzuhalten von sich, aber eben nur auf Armlänge, das ist zu verwirrend, damit komme ich nicht klar. Jedes Mal frage ich mich dann, was das soll, und ich bin emotional zu verstrickt, um cool zu bleiben, was ich bei anderen Lovern durchaus kann. Er macht das sehr geschickt, diese Nummer hat er echt drauf, auch wenn er dann immer genervt ist, weil ich wieder was falsch verstanden habe. Ich weiß, dass er echt an mir hängt, aber das muss mir ab jetzt egal sein. Sein Problem, wenn er mich dann vermisst. Kann er mir auch gern schreiben, was er vielleicht sogar tun wird. Aber es wird nie zu dem führen, was ich brauche. Wobei brauchen und wollen hier auch wieder zwei verschiedene Dinge sind.
Was mich so sicher macht, sind meine Träume. In denen hält mich ein wirklich starker Mann fest im Arm. Ich habe dabei auch jemand vor Augen. Niemand, mit dem ich was habe, oder haben werde, aber ein sehr entspannter, Verantwortung tragender Kollege. Der ist schon letztes Jahr in einem Traum aufgetaucht und hat mir da aus der Patsche geholfen und sich um mich gekümmert. Und jetzt wieder dieser Traum vom einfach festgehalten werden. Diese Kiste, dass ich mit einer eher instabilen Beziehung besser umgehen kann, weil sie mir letztendlich auch meine Autonomie läßt, die ist irgendwie durch. Der Gedanke, dass jemand mich brauchen könnte, immer noch etwas unheimlich. Aber das andere macht mich nicht glücklich auf Dauer. Ich will mehr. und ich kann das auch.
Und dann ist da noch der sehr spießige Gedanke, dass es schon schön wäre, einen Mann zu haben, der mir in seiner Wohnung was kochen kann, der mir mal was schenkt, der mich nicht nur mit Worten spüren läßt, dass ich etwas Besonderes bin. Und jemand, mit dem ich schlicht mal mit Freunden in den Biergarten gehen kann.
Aber ehrlich war er. Meine Interpretationen sind nicht sein Problem. Oder etwa doch? Nein, dann müsste man ja Verantwortung übernehmen. Nein, ich werd nicht zynisch, ooooooooooommmmmmmmmmm
Allerdings heißt das auch, dass ich meine Grenzen kenne. Beim Trinken genauso wie im restlichen Leben. Manchmal gehe ich über diese Grenzen, aber sie sind mir bewußt. Und auch, dass es auf Dauer nicht gut tut, zu weit rauszuschwimmen. Seit Tagen war da dieses Gefühl in mir, dass es so enden könnte, dass er dann will- und ich weg bin. Innerlich war ich es wohl schon mehr, als ich mir eingestehen wollte. Und der Gedanke, ihm dann wehtun zu müssen, war nicht schön. Aber in mir wollte etwas dringend weg. Ohne ihn ist es einfacher, klarer. Und auch wenn ich gern wild und gefährlich leben würde, er ist es nicht mehr, der mich reizt. Game over. Zu oft gespielt, zu wenig Erfolg. Ich komm bei ihm nicht weiter, damit ist es dann auch nicht mehr spannend. Die Sehnsucht, die ich gespürt habe, war nicht mehr meine, sondern seine. Ich hatte ja immer Schwierigkeiten, mich davon abzugrenzen, weil ich es ja auch fühlen wollte. Aber was ist der Sinn davon, es zu fühlen, wenn es dann wieder weg ist, sobald man darauf eingeht? Was ich im letzten Post geschrieben hatte, dass nichts mehr zwischen uns steht, das ist auch das, was es jetzt beendet. Denn wenn alle äußeren Hindernisse wegfallen und immer noch nix dabei rumkommt, ausser dumme Spielchen, dann gibt es nichts mehr zu deuteln.
Ja, er hat immer wieder gesagt, dass er keine Zeit hat für Beziehung, dass auch seine letzte Beziehung genau daran gescheitert ist. So wenig Zeit allerdings ist doch ein Abtörner. Dass er sein Leben so weiterleben kann, als gäbe es mich nicht, ausserhalb des Bettes, er dann doch wieder emotional wird, wenn er es grade braucht, um mich dann wieder wegzuhalten von sich, aber eben nur auf Armlänge, das ist zu verwirrend, damit komme ich nicht klar. Jedes Mal frage ich mich dann, was das soll, und ich bin emotional zu verstrickt, um cool zu bleiben, was ich bei anderen Lovern durchaus kann. Er macht das sehr geschickt, diese Nummer hat er echt drauf, auch wenn er dann immer genervt ist, weil ich wieder was falsch verstanden habe. Ich weiß, dass er echt an mir hängt, aber das muss mir ab jetzt egal sein. Sein Problem, wenn er mich dann vermisst. Kann er mir auch gern schreiben, was er vielleicht sogar tun wird. Aber es wird nie zu dem führen, was ich brauche. Wobei brauchen und wollen hier auch wieder zwei verschiedene Dinge sind.
Was mich so sicher macht, sind meine Träume. In denen hält mich ein wirklich starker Mann fest im Arm. Ich habe dabei auch jemand vor Augen. Niemand, mit dem ich was habe, oder haben werde, aber ein sehr entspannter, Verantwortung tragender Kollege. Der ist schon letztes Jahr in einem Traum aufgetaucht und hat mir da aus der Patsche geholfen und sich um mich gekümmert. Und jetzt wieder dieser Traum vom einfach festgehalten werden. Diese Kiste, dass ich mit einer eher instabilen Beziehung besser umgehen kann, weil sie mir letztendlich auch meine Autonomie läßt, die ist irgendwie durch. Der Gedanke, dass jemand mich brauchen könnte, immer noch etwas unheimlich. Aber das andere macht mich nicht glücklich auf Dauer. Ich will mehr. und ich kann das auch.
Und dann ist da noch der sehr spießige Gedanke, dass es schon schön wäre, einen Mann zu haben, der mir in seiner Wohnung was kochen kann, der mir mal was schenkt, der mich nicht nur mit Worten spüren läßt, dass ich etwas Besonderes bin. Und jemand, mit dem ich schlicht mal mit Freunden in den Biergarten gehen kann.
Aber ehrlich war er. Meine Interpretationen sind nicht sein Problem. Oder etwa doch? Nein, dann müsste man ja Verantwortung übernehmen. Nein, ich werd nicht zynisch, ooooooooooommmmmmmmmmm
Donnerstag, 6. September 2012
Was 'Er steht einfach nicht auf mich' wirklich heißt
Eben erst hatte ich ja relativiert, versucht zu erklären, dass Einer manchmal nicht auf uns zu stehen scheint, alle von Greg's Kriterien erfüllt sind, der Kerl partout nicht anrufen oder sich gar binden will, da ist mir aufgefallen, dass er dann doch in jedem Fall Recht hat. Und ja, ich gebe dem Mann gerne Recht, ne starke Frau gibt zu, wenn sie nicht im Besitz der allein gültigen Wahrheit sich befindet.
Also, Greg hat natürlich auch bei Mr.Bickle Recht. Und nein, keine Panik, der liebt mich anscheinend wirklich. Aaaaaaaaaaber, dass er in mich verliebt ist, das hat er mir damals schon gesagt. Und es auch so gemeint. Denn ja, es gibt tatsächlich Männer, die meinen was sie sagen und die dann enttäuscht sind, wenn wir an ihnen zweifeln. Also. Er also in mich verknallt. Und so beeindruckt, dass er sich nur äußerst vorsichtig näherkommen traut. Und ich? Sobald er einen Schritt auf mich zumacht, zack, verlange ich den nächsten. Und das, obwohl ich selber nicht mehr weiß, wo vorne und hinten ist und angesichts des Gefühlswahnsinns kurz vorm Durchdrehen bin. Ja, auch wenn er nicht viel redet über das Thema (sonst schon!), das hat er mir dann doch gesagt. Vor ein paar Wochen. Und dass er sich ja auch hätte drauf einlassen können. Damals hat er es per SMS versucht zu beenden. Allerdings klang das nach einigen E-Mails nicht mehr ganz so sicher und eine Freundin mit guten Instinkten meinte damals schon, dass das so gar nicht klingen würde, als wollte er wirklich Schluß machen.
Also was kann einem Mann im Weg stehen? Was hält ihn davon ab, sich nach dem Büchern zu verhalten und das zu tun, was verliebte Männer angeblich so tun?
WIR
Ja, wir. Wir erwarten nämlich den buchstabengetreuen Ablauf und wehe, er schreibt nicht jeden Tag oder ruft nicht an oder nicht zurück. Klar gibt es Männer, die die darauf folgenden Beschwerden geduldig entgegennehmen und sich erklären. Aber es gibt eben auch die, die sich denken, ob es denn nie reichen wird, was sie uns bieten. Und genau das war wohl unser Problem. Sein Spruch immer: Ich habe dir nichts zu bieten. Untertietel: Nicht DAS, was du forderst. Oder zu fordern scheinst. Denn da liegt der Haken, manchmal fordern wir gar nicht so verdammt viel, aber es kommt so rüber. Und manchmal sind wir einfach so unklar mit unseren Forderungen, dass er überfordert ist.
Und wenn man eine Frau ist, die gut aussieht und was im Kopf hat, kann ein Mann, der nicht so selbstsicher ist wie er sich vielleicht gibt, schon mal vorbeugend den Rückzug antreten. Oder er tritt erst gar nicht an. Mit Mr.Bickle war es schon zäh anfangs. Und bis heute braucht er die Bestätigung, dass ich tatsächlich IHN meine. Ihn und keinen anderen. Eifersüchtig machen hat trotzdem funktioniert. Er hatte tierisch Schiß in der Bux, dass ich ihm mit Tommi durchbrenne, und ich mache auch keinen Hehl draus, dass da extreme Gefühle im Spiel sind, aber dass der Mann für mich nicht infrage kommt, weil er mich nie so nehmen würde wie ich bin. Und allein diese Aussage hat wohl viel in Bewegung gebracht. Auch eine Frau wie ich möchte schlicht so geliebt werden wie sie ist. So sexy und klug und exzentrisch und eigen und selbständig wie ich nun mal bin. Auch ich will einen Arm um mich. Oder wie ich es neulich formuliert habe, ich hätt auch mal gern einen zum in den Biergarten gehen.
Und da war sie: Eine konkrete Forderung! Ich will mit meinem Kerl in den Biergarten gehen. DAS ist einfach, das verstehen Männer. Ich brauch nur deine Hand, das ist zu schwammig. Ausser, ich füge hinzu, DA, auf meiner Muschi. Dann isses auch wieder klar. Aber einfach so? Wozu? Was? HÄH??? Genauso wie 'bring mir was mit'. Hm. Nein, ein 'Falls dir ein Bier übern Weg läuft, ich hab Durst' klappt viiiiiiiiiiiiel besser. Und sicher, frau kann immer versuchen, neue Denkschubladen für ihren Mann anzulegen. Mein Coach hat das so schön erklärt. Männer haben ganz wenige Schubladen fürs Denken. Und wenn frau nun mit nem Thema ankommt und sich ausheulen will und ein Problem hat, macht Mann die Schublade 'LÖSEN' auf. Und frau wird wütend, weil er immer mit so doofen Vorschlägen kommt und quasi verlangt, dass sie das Problem, naja, löst. Dabei will sie doch nur, dass er sie in den Arm nimmt, zuhört und sie tröstet. Die Chefin genauso doof findet und anbietet, dem Kollegen eine zu semmeln. Aber wie jetzt dem Kerl ne neue Schublade basteln? Schlicht, indem frau exakt ihre Erwartung formuliert. Denn GEDANKEN LESEN IS NICH! Nein, euer Mann kann, so toll er auch ist, NICHT Gedanken lesen. Oder im Zweifel verrutscht er in der Zeile. Also hilft es allen beiden, ihm genau zu sagen, dass man nur bisschen rumheulen und sich auskotzen will. Und er nichts sagen braucht und auch keine Schlägerei anfangen muss mit irgendjemand. Was Männer tatsächlich echt kapieren ist, wenn man sagt, der Tag war Scheiße, ich brauch dringend ein Bier. DANN wissen sie genau, was los ist.
So. Ach so.Ja, er steht nicht auf dich. Manchmal steht er sehr wohl auf uns, verpisst sich aber trotzdem. Dann könnte es sein, dass er einfach mit unserer Art nicht klarkommt. Frau gut, Kommunikation fehlgeschlagen, Mann denkt, er genügt nicht. Klar gibt es die, die das erst Recht anfeuert, die nicht aufgeben und uns jagen. Aber wie sagt Mr.Bickle immer so schön? I'm a lover, not a fighter. Also hat Greg doch Recht, es liegt an dem Mann, der mit unser Art nichts anfangen kann und sich dann lieber was Unkompliziertes sucht. Oder einfach eine, die ihn versteht und so nimmt wie er ist.
Denn Mann möchte auch bedingungslos geliebt werden. Und da, Ladies, da sind wir echt nicht gut drin.
Also, Greg hat natürlich auch bei Mr.Bickle Recht. Und nein, keine Panik, der liebt mich anscheinend wirklich. Aaaaaaaaaaber, dass er in mich verliebt ist, das hat er mir damals schon gesagt. Und es auch so gemeint. Denn ja, es gibt tatsächlich Männer, die meinen was sie sagen und die dann enttäuscht sind, wenn wir an ihnen zweifeln. Also. Er also in mich verknallt. Und so beeindruckt, dass er sich nur äußerst vorsichtig näherkommen traut. Und ich? Sobald er einen Schritt auf mich zumacht, zack, verlange ich den nächsten. Und das, obwohl ich selber nicht mehr weiß, wo vorne und hinten ist und angesichts des Gefühlswahnsinns kurz vorm Durchdrehen bin. Ja, auch wenn er nicht viel redet über das Thema (sonst schon!), das hat er mir dann doch gesagt. Vor ein paar Wochen. Und dass er sich ja auch hätte drauf einlassen können. Damals hat er es per SMS versucht zu beenden. Allerdings klang das nach einigen E-Mails nicht mehr ganz so sicher und eine Freundin mit guten Instinkten meinte damals schon, dass das so gar nicht klingen würde, als wollte er wirklich Schluß machen.
Also was kann einem Mann im Weg stehen? Was hält ihn davon ab, sich nach dem Büchern zu verhalten und das zu tun, was verliebte Männer angeblich so tun?
WIR
Ja, wir. Wir erwarten nämlich den buchstabengetreuen Ablauf und wehe, er schreibt nicht jeden Tag oder ruft nicht an oder nicht zurück. Klar gibt es Männer, die die darauf folgenden Beschwerden geduldig entgegennehmen und sich erklären. Aber es gibt eben auch die, die sich denken, ob es denn nie reichen wird, was sie uns bieten. Und genau das war wohl unser Problem. Sein Spruch immer: Ich habe dir nichts zu bieten. Untertietel: Nicht DAS, was du forderst. Oder zu fordern scheinst. Denn da liegt der Haken, manchmal fordern wir gar nicht so verdammt viel, aber es kommt so rüber. Und manchmal sind wir einfach so unklar mit unseren Forderungen, dass er überfordert ist.
Und wenn man eine Frau ist, die gut aussieht und was im Kopf hat, kann ein Mann, der nicht so selbstsicher ist wie er sich vielleicht gibt, schon mal vorbeugend den Rückzug antreten. Oder er tritt erst gar nicht an. Mit Mr.Bickle war es schon zäh anfangs. Und bis heute braucht er die Bestätigung, dass ich tatsächlich IHN meine. Ihn und keinen anderen. Eifersüchtig machen hat trotzdem funktioniert. Er hatte tierisch Schiß in der Bux, dass ich ihm mit Tommi durchbrenne, und ich mache auch keinen Hehl draus, dass da extreme Gefühle im Spiel sind, aber dass der Mann für mich nicht infrage kommt, weil er mich nie so nehmen würde wie ich bin. Und allein diese Aussage hat wohl viel in Bewegung gebracht. Auch eine Frau wie ich möchte schlicht so geliebt werden wie sie ist. So sexy und klug und exzentrisch und eigen und selbständig wie ich nun mal bin. Auch ich will einen Arm um mich. Oder wie ich es neulich formuliert habe, ich hätt auch mal gern einen zum in den Biergarten gehen.
Und da war sie: Eine konkrete Forderung! Ich will mit meinem Kerl in den Biergarten gehen. DAS ist einfach, das verstehen Männer. Ich brauch nur deine Hand, das ist zu schwammig. Ausser, ich füge hinzu, DA, auf meiner Muschi. Dann isses auch wieder klar. Aber einfach so? Wozu? Was? HÄH??? Genauso wie 'bring mir was mit'. Hm. Nein, ein 'Falls dir ein Bier übern Weg läuft, ich hab Durst' klappt viiiiiiiiiiiiel besser. Und sicher, frau kann immer versuchen, neue Denkschubladen für ihren Mann anzulegen. Mein Coach hat das so schön erklärt. Männer haben ganz wenige Schubladen fürs Denken. Und wenn frau nun mit nem Thema ankommt und sich ausheulen will und ein Problem hat, macht Mann die Schublade 'LÖSEN' auf. Und frau wird wütend, weil er immer mit so doofen Vorschlägen kommt und quasi verlangt, dass sie das Problem, naja, löst. Dabei will sie doch nur, dass er sie in den Arm nimmt, zuhört und sie tröstet. Die Chefin genauso doof findet und anbietet, dem Kollegen eine zu semmeln. Aber wie jetzt dem Kerl ne neue Schublade basteln? Schlicht, indem frau exakt ihre Erwartung formuliert. Denn GEDANKEN LESEN IS NICH! Nein, euer Mann kann, so toll er auch ist, NICHT Gedanken lesen. Oder im Zweifel verrutscht er in der Zeile. Also hilft es allen beiden, ihm genau zu sagen, dass man nur bisschen rumheulen und sich auskotzen will. Und er nichts sagen braucht und auch keine Schlägerei anfangen muss mit irgendjemand. Was Männer tatsächlich echt kapieren ist, wenn man sagt, der Tag war Scheiße, ich brauch dringend ein Bier. DANN wissen sie genau, was los ist.
So. Ach so.Ja, er steht nicht auf dich. Manchmal steht er sehr wohl auf uns, verpisst sich aber trotzdem. Dann könnte es sein, dass er einfach mit unserer Art nicht klarkommt. Frau gut, Kommunikation fehlgeschlagen, Mann denkt, er genügt nicht. Klar gibt es die, die das erst Recht anfeuert, die nicht aufgeben und uns jagen. Aber wie sagt Mr.Bickle immer so schön? I'm a lover, not a fighter. Also hat Greg doch Recht, es liegt an dem Mann, der mit unser Art nichts anfangen kann und sich dann lieber was Unkompliziertes sucht. Oder einfach eine, die ihn versteht und so nimmt wie er ist.
Denn Mann möchte auch bedingungslos geliebt werden. Und da, Ladies, da sind wir echt nicht gut drin.
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