Ja, Muster können ganz hübsch sein, bringen einen im Leben aber nicht weiter ;)
http://jessmccann.hcibooks.com/2012/03/21/am-i-just-not-good-enough-why-he-chose-her-over-you/
Jess McCann erklärt in ihrem Blogbeitrag, dass sich Männer oft mit 'schlimmeren' Frauen wohler fühlen als mit einer, die besser für sie wäre. Nicht anders als wir Frauen auch. Es ist ein Weiterspielen dessen, was wir von unseren Eltern gelernt haben. Deswegen funktionieren Beziehungen wie die meiner ehemaligen Freundin und ihrem Mann. Sie nörgelt, schimpft, meckert und raunzt ihn an, er verzieht sich hinter sein Laptop, blüht aber auf, sobald sie den Raum verläßt und wird gesprächig. Bei der Hochzeit der beiden habe ich seine Mutter kennengelernt. Und er hat seine Mutter in einer jüngeren Form geheiratet. Das kennt er, das ist die Comfort Zone, die aber nichts mit wirklich Wohlfühlen zu tun hat. Es ist das Bekannte, Bequeme.
Da geht es uns Frauen doch genauso. Wir treffen jemand, der angenehm ist. Mit dem wir uns wohlfühlen. Und statt uns darüber zu freuen, dass mal was rund läuft, beklagen wir mangelnde Dramatik und fehlende Schmetterlinge. Die Mädels, mit denen mein Ex vor mir und in der Zwischenzeit zusammen war, waren jung und ziemlich durchgeknallt. Vor einer wollte er wieder zu mir flüchten, die hat ihn mit Erpressung, Telefonterror und Stalking echt fertiggemacht. Trotzdem hatte er mit ihr eine proklamierte Beziehung. Wie es derzeit läuft weiß ich nicht, das Thema klammere ich bewußt aus, ich möchte mich damit nicht belasten. Ich war theoretisch also nicht verrückt genug, nicht dramatisch genug. Mein Gefühl, dass er zu mir kommt um sich von seinem ganzen Wahnsinn auszuruhen und dann tapfer wieder in die Welt zu ziehen, scheint nicht ganz falsch zu sein. Ähnlich geht es mir auch, war er da, haben wir Kontakt, kann ich mich der Welt wieder gestärkt stellen.
Wie kommt man aber aus dieser antrainierten Nummer raus? Wie durchbricht man die Muster und kann jemand lieben, der anders ist als das Gewohnte? Wie geht man dann damit um, wenn die eingefahrenen Reaktionen nicht mehr greifen sollen, sondern eine neue Umgangsform gefunden werden muss? Denn wider besseren Wissens tappt man ja doch immer wieder in die gleichen Fallen. Bekommt dieselbe Quittung ausgestellt. Funktioniert das wie bei Ernährungsumstellung? Einfach machen, testen, nachspüren, feststellen, dass es mir mit dem Salat besser geht oder doch lieber müde werden vom Schweinsbraten? Mit dem im Bauch habe ich eine Entschuldigung, mich nicht mehr bewegen zu müssen, ich bleibe auf der Couch liegen und jammere leise vor mich hin, im Prinzip aber fühlt es sich gemütlich an. Und Schuld ist der böse böse Braten, denn er ist ja so lecker!
Die 14 Jahre seit meiner letzten richtigen Beziehung hab ich eigentlich alles getan, um genau das zu vermeiden. Mit dem Erfolg, dass ich Single geblieben bin. Ich traue mir selbst nicht über den Weg und möchte nicht in so einem Ding enden wie meine Eltern. Die zwar seit 44 Jahren verheiratet sind, aber nicht glücklich mit der ganzen Sache. Liebe ist da, aber so wirklich passen tun die beiden nicht zusammen. Im Prinzip ja, allein, in den Details hakt es gewaltig. Nur kann die Antwort darauf nicht sein, nie einen Menschen in mein Leben zu lassen aus Angst, mich dann zu verlieren. Ich weiß aber auch, dass ich mich schnell eingeschränkt fühle und dann mit allen Mitteln um meine Freiheit kämpfe. Ich sehe auch um mich herum keine Beziehung, die mich überzeugen würde, dass es doch geht. Keine einzige davon möchte ich leben. Die Mechanismen, die sich bilden zwischen Partnern sind mir zutiefst suspekt und ich bin von Anfang an überkritisch, lauere auf Zeichen, dass irgendwas nicht in die richtige Richtung laufen könnte.
Das nimmt den Spaß an der Sache, das ist nicht gut. Es macht auf der einen Seite distanziert, auf der anderen bremse ich mein Gegenüber ein, weil ich sofort die perfekte Verbindung erwarte, die perfekten Reaktionen, das perfekte Verhalten. Und meine sehr niedrige Toleranzgrenze ist anstrengend. Ich kann mich nicht auf was einlassen, das ich nicht kontrollieren kann? Vielleicht gerate ich deswegen genau an DIE Männer, die sich jeder Kontrolle brutalstmöglich entziehen. Die imponieren mir, die kann ich respektieren. Denn einen, der sich brav einfügt, den würde ich nicht wollen.
Also, wie kommt man raus aus dem Muster? Ich kann nur sagen, zum einen durch Erkenntnis (in diesem Sinne mal wieder Danke fürs Zuhören, ich hatte gerade beim Schreiben wieder eine neue). zum anderen schätze ich professionelle Hilfe. Mein Coach hat mich schon mal viel weitergebracht. Und mein Ex ist als Boxer der perfekte Sparringspartner, er nimmt's sportlich. Ihm wieder nahe zu kommen, festzustellen WIE unperfekt er ist und ihn trotzdem weiter zu mögen, mich dabei nicht schlecht zu fühlen sondern es als Teil unserer merkwürdigen Beziehung akzeptieren zu können macht mir Mut. Kann ich mich doch mal irgendwann wirklich auf was einlassen? So richtig? die Chancen stehen immer besser. Den perfekten Mann gibt es nicht, muss nur einer her, mit dem ich nicht mehr das Gefühl habe, einen billigen Kompromiss einzugehen, nur um nicht allein zu sein. DAS könnte ich mir selber nicht durchgehen lassen.
Achtung, vor Betreten dieses Blogs bitte Illusionen an der Garderobe abgeben! Romantiker müssen jetzt ganz tapfer sein. MizzLizz kämpft sich durch den Dschungel der Stadt und versucht, den Männern den Kopf zu verdrehen. Aber sie ist nicht allein! Mögen ihre Exfreunde und Cottonmouth mit ihr sein
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Dienstag, 26. Juni 2012
Sonntag, 24. Juni 2012
Wer die Macht hat...
...muss sich nicht verweigern?
Die Dynamik in der Beziehung mit meinem Ex (NICHT Beziehung im partnerschaftlichen Sinn natürlich) ist ein gutes Beispiel für passiv-aggressive Machtspielchen. Es geht eine Zeit ganz gut, er fühlt sich zu mir hingezogen, wir haben großartigen Spaß im Bett, er denkt viel an mich und läßt mich näher und näher an sich ran. Dann merkt er, dass ich emotionaler werde und ihm fällt wieder ein, dass er ja keine Beziehung (im partnerschaftlichen Sinn) mit mir möchte. Und er zieht sich zurück. Blockt. Denkt er, das ist besser als es aussprechen? Oder schlicht, dass ich dann schon merken würde, dass wir wieder zuviel Gas gegeben haben und ich wieder zuviel will? Egal. Es passiert jedenfalls immer das gleiche, er reagiert nicht mehr auf Nachrichten. Und es passiert IMMER, wenn er wieder irgendwelche Dinge machen wollte (mit mir auswandern, Urlaub, mich Gesundpflegen), die er dann doch nicht machen kann. Will. Warum auch immer er meint, sowas sagen zu müssen, einhalten kann er es nicht und dann verschwindet er vom Radar.
Auch das fällt unter die Kategorie 'Lernen von den Kerlen'. Er hat immer gesagt, also, nach der ersten Wiedervereinigung und der nächsten Trennung, dass ich nicht die Eine wäre. Und nicht nur meine Mädels fragen sich, wie sich diese Aussage damit vereinen läßt, dass er seit 4 Jahren doch nicht von mir lassen kann. Aber nun gut, die Aussage steht. Nun habe ich diese seine Grenze wohl wieder etwas überschritten, indem ich meine Begeisterung über die wunderbare Magie zwischen uns kundgetan habe. Aber wer bin ich denn, mir von seinen Befindlichkeiten meine Freude verbieten zu lassen? Also bitte. Aber ich werde in die Schranken gewiesen. Passiv. Und falls ich mich beschweren würde, würde er wiederum seinem Unverständnis Ausdruck verleihen und sauer werden. Aggressiv. Doch, wir waren auch schon mal soweit, dass er sich dafür entschuldigt hat, aber das war letztes Jahr unser bester Versuch. Da haben wir tatsächlich erstaunlich viel geredet. Für unsere Verhältnisse. Also lerne ich. Wenn es zuviel wird, haut er ab, da muss frau auch nicht nachfragen oder hinterherlaufen, erstmal ist er nicht erreichbar. Lass mich in Ruhe sagt das. Ich will das nicht sagt das. Wenn er wollte, würde er antworten. Kein Kommentar, alles klar. Denn einmal ausgesprochen gilt für immer. Gut, Lektion verstanden.
Was das mit Macht zu tun hat? Mein Gefühl möchte mir unterjubeln, dass er Angst hat. Dass er wieder an den Punkt kommt, wo er eine Küche in seine Wohnung einbauen will, damit er mir auch so schön Frühstück machen kann, wie ich das früher bei mir für ihn getan habe. Das war meine erste Erfahrung mit ihm. Haufenweise Nachrichten pro Tag, Lippenbekenntnisse, die Küche-und dann ZACK. Weg war er. Nein, er möchte dann doch keine Beziehung. Es gibt immer so einen Peak, an dem er aussteigt. Dinge verspricht und eigentlich schon weiß, dass er sie nicht halten wird. Weil er es nicht hinkriegt. Nach eigener Aussage, weil er mir nichts zu geben hätte. Und dann bin ich doch immer da, es ist toll und ich bekomme wieder die Macht über seine Gedanken. Bin in seinem Kopf. Das muss er verhindern.
Eigentlich bekommen wir immer gesagt, dass ein Mann sich nicht traue, gäbe es nicht. Die Gefühle müßten nur groß genug sein, dann käme er schon. In den Büchern von Cheryl Benard und Edith Schlaffer wird die Theorie 'Er steht einfach nicht auf dich' insofern abgemildert, dass es durchaus Frauen gibt, die Männer ein bisschen einschüchtern, bei denen er sich fragt, was diese tolle Frau denn an ihm finden würde. Richtig ist, dass die mit ein wenig Ermutigung doch Versuche starten. Aber manche trauen sich tatsächlich nicht mehr zu, als einen Flirt oder eine Affäre mit ihr. Manche versuchen dann auch, die Frau kleiner zu machen. Und da kommen wir zu den passiv-aggressiven Machtspielchen. Sie bringen die Frau dazu, sich zu verlieben und rächen sich für eine gefühlte Unterlegenheit mit Entzug, sobald sie sie da haben, wo sie sie wollten.
Szenario: der Kerl will sie so sehr, dass er nicht mehr weiß, was er tut, sie verdreht ihm total den Kopf. Nachzuhören bei den Toten Hosen in 'Alles aus Liebe': Ich bin kurz davor durchzudrehn, aus Angst dich zu verliern. Komm ich zeig dir wie groß meine Liebe ist und bringe mich für dich um.
Mein Gefühl sagt mir also, dass ich grade wieder auf meinen Platz verwiesen werde. Zurück ins Körbchen, husch husch. Was deutlich zeigt, dass ein Beziehung mit ihm nicht wirklich wünschenswert ist weil viel zu kompliziert. Früher hatte er mit dieser Methode auch Erfolg. Brav habe ich immer nachgesetzt, versucht ihn zur Kommunikation zu zwingen und mir tatsächlich zu SAGEN, dass er nicht will. Kann. Egal, der Effekt ist der Gleiche. Ich befand mich in der Rolle der Bittstellerin. Was ihn zwar genervt hat, aber das Machtgefüge zu seinen Gunsten verschoben hat. Pech für ihn, dass ich mir aber inzwischen meiner Macht bewußt geworden bin. ICH sitze ja am längeren Hebel, denn sein Schwanz braucht mich. So sehr, dass er dafür seit Monaten seine Beziehung aufs Spiel setzt. Damit hat seine Verweigerung keine Wirkung mehr. Ich ärgere mich natürlich ein bisschen, dass man immer so alberne Spielchen spielen muss, aber ich bin ja ausgezogen, diese zu durchschauen und selber unschlagbar zu werden, auf dass mich nie wieder Einer so in die Verzweiflung treiben kann, wie das in den letzten 20 Jahren die Bad Boys meiner Sammlung geschafft haben. Nie wieder! Denn auch das können wir von den Männern lernen. Wir Frauen sind lange nicht so ohnmächtig, wie sie uns gerne glauben lassen. Oh nein. Wir machen ihnen Angst mit unserer Stärke. Denn ich bin tatsächlich so stark, wie ich wirke und nicht so schwach, wie ich mich habe machen lassen. Ich bin jetzt auf der dunklen Seite der Macht, die Seite die weiß, dass es hier keine Kekse gibt!
Und damit komme ich zu meiner neuen Strategie. Jetzt mach ich halt einfach ohne ihn weiter. Kümmere mich nicht weiter um ihn, keine Nachrichten. Als wäre es das Normalste von der Welt, dass er nicht da ist. und ist es auch. Problem erkannt, hat nix mit mir und meiner Attraktivität zu tun, also, schon, aber halt eher, dass ich zu toll bin...Ich muss mich nicht ärgern, ich kenn's ja. und wenn er wieder ankommt, und das wird er, dann werde ich der Liebreiz in Person sein. Nur ganz so viele Komplimente wird er nicht mehr bekommen. Ich werde mit keiner Silbe erwähnen, dass er sich vielleicht mal hätte melden sollen. Und damit seiner Strategie den Nährboden entziehen.
Es könnte auch sein, dass er Angst hat, ich wäre zu schwach und damit nicht als Partnerin geeignet für so nen Wahnsinnigen wie ihn. Er braucht schon eine, die cool und gelassen bleibt. Das wäre dann ein netter Nebeneffekt. Denn ich hab auch oft genug den Mund voll genommen und behauptet, ich würde das schon hinkriegen mit ihm und dann doch wieder verkackt. Auch das. Wäre möglich. Und dann kann ich auch nur gewinnen, wenn ich endlich anfange, an meine eigene Stärke zu glauben!
Macht ist Gewinn. Nicht gewinnen.
Die Dynamik in der Beziehung mit meinem Ex (NICHT Beziehung im partnerschaftlichen Sinn natürlich) ist ein gutes Beispiel für passiv-aggressive Machtspielchen. Es geht eine Zeit ganz gut, er fühlt sich zu mir hingezogen, wir haben großartigen Spaß im Bett, er denkt viel an mich und läßt mich näher und näher an sich ran. Dann merkt er, dass ich emotionaler werde und ihm fällt wieder ein, dass er ja keine Beziehung (im partnerschaftlichen Sinn) mit mir möchte. Und er zieht sich zurück. Blockt. Denkt er, das ist besser als es aussprechen? Oder schlicht, dass ich dann schon merken würde, dass wir wieder zuviel Gas gegeben haben und ich wieder zuviel will? Egal. Es passiert jedenfalls immer das gleiche, er reagiert nicht mehr auf Nachrichten. Und es passiert IMMER, wenn er wieder irgendwelche Dinge machen wollte (mit mir auswandern, Urlaub, mich Gesundpflegen), die er dann doch nicht machen kann. Will. Warum auch immer er meint, sowas sagen zu müssen, einhalten kann er es nicht und dann verschwindet er vom Radar.
Auch das fällt unter die Kategorie 'Lernen von den Kerlen'. Er hat immer gesagt, also, nach der ersten Wiedervereinigung und der nächsten Trennung, dass ich nicht die Eine wäre. Und nicht nur meine Mädels fragen sich, wie sich diese Aussage damit vereinen läßt, dass er seit 4 Jahren doch nicht von mir lassen kann. Aber nun gut, die Aussage steht. Nun habe ich diese seine Grenze wohl wieder etwas überschritten, indem ich meine Begeisterung über die wunderbare Magie zwischen uns kundgetan habe. Aber wer bin ich denn, mir von seinen Befindlichkeiten meine Freude verbieten zu lassen? Also bitte. Aber ich werde in die Schranken gewiesen. Passiv. Und falls ich mich beschweren würde, würde er wiederum seinem Unverständnis Ausdruck verleihen und sauer werden. Aggressiv. Doch, wir waren auch schon mal soweit, dass er sich dafür entschuldigt hat, aber das war letztes Jahr unser bester Versuch. Da haben wir tatsächlich erstaunlich viel geredet. Für unsere Verhältnisse. Also lerne ich. Wenn es zuviel wird, haut er ab, da muss frau auch nicht nachfragen oder hinterherlaufen, erstmal ist er nicht erreichbar. Lass mich in Ruhe sagt das. Ich will das nicht sagt das. Wenn er wollte, würde er antworten. Kein Kommentar, alles klar. Denn einmal ausgesprochen gilt für immer. Gut, Lektion verstanden.
Was das mit Macht zu tun hat? Mein Gefühl möchte mir unterjubeln, dass er Angst hat. Dass er wieder an den Punkt kommt, wo er eine Küche in seine Wohnung einbauen will, damit er mir auch so schön Frühstück machen kann, wie ich das früher bei mir für ihn getan habe. Das war meine erste Erfahrung mit ihm. Haufenweise Nachrichten pro Tag, Lippenbekenntnisse, die Küche-und dann ZACK. Weg war er. Nein, er möchte dann doch keine Beziehung. Es gibt immer so einen Peak, an dem er aussteigt. Dinge verspricht und eigentlich schon weiß, dass er sie nicht halten wird. Weil er es nicht hinkriegt. Nach eigener Aussage, weil er mir nichts zu geben hätte. Und dann bin ich doch immer da, es ist toll und ich bekomme wieder die Macht über seine Gedanken. Bin in seinem Kopf. Das muss er verhindern.
Eigentlich bekommen wir immer gesagt, dass ein Mann sich nicht traue, gäbe es nicht. Die Gefühle müßten nur groß genug sein, dann käme er schon. In den Büchern von Cheryl Benard und Edith Schlaffer wird die Theorie 'Er steht einfach nicht auf dich' insofern abgemildert, dass es durchaus Frauen gibt, die Männer ein bisschen einschüchtern, bei denen er sich fragt, was diese tolle Frau denn an ihm finden würde. Richtig ist, dass die mit ein wenig Ermutigung doch Versuche starten. Aber manche trauen sich tatsächlich nicht mehr zu, als einen Flirt oder eine Affäre mit ihr. Manche versuchen dann auch, die Frau kleiner zu machen. Und da kommen wir zu den passiv-aggressiven Machtspielchen. Sie bringen die Frau dazu, sich zu verlieben und rächen sich für eine gefühlte Unterlegenheit mit Entzug, sobald sie sie da haben, wo sie sie wollten.
Szenario: der Kerl will sie so sehr, dass er nicht mehr weiß, was er tut, sie verdreht ihm total den Kopf. Nachzuhören bei den Toten Hosen in 'Alles aus Liebe': Ich bin kurz davor durchzudrehn, aus Angst dich zu verliern. Komm ich zeig dir wie groß meine Liebe ist und bringe mich für dich um.
Mein Gefühl sagt mir also, dass ich grade wieder auf meinen Platz verwiesen werde. Zurück ins Körbchen, husch husch. Was deutlich zeigt, dass ein Beziehung mit ihm nicht wirklich wünschenswert ist weil viel zu kompliziert. Früher hatte er mit dieser Methode auch Erfolg. Brav habe ich immer nachgesetzt, versucht ihn zur Kommunikation zu zwingen und mir tatsächlich zu SAGEN, dass er nicht will. Kann. Egal, der Effekt ist der Gleiche. Ich befand mich in der Rolle der Bittstellerin. Was ihn zwar genervt hat, aber das Machtgefüge zu seinen Gunsten verschoben hat. Pech für ihn, dass ich mir aber inzwischen meiner Macht bewußt geworden bin. ICH sitze ja am längeren Hebel, denn sein Schwanz braucht mich. So sehr, dass er dafür seit Monaten seine Beziehung aufs Spiel setzt. Damit hat seine Verweigerung keine Wirkung mehr. Ich ärgere mich natürlich ein bisschen, dass man immer so alberne Spielchen spielen muss, aber ich bin ja ausgezogen, diese zu durchschauen und selber unschlagbar zu werden, auf dass mich nie wieder Einer so in die Verzweiflung treiben kann, wie das in den letzten 20 Jahren die Bad Boys meiner Sammlung geschafft haben. Nie wieder! Denn auch das können wir von den Männern lernen. Wir Frauen sind lange nicht so ohnmächtig, wie sie uns gerne glauben lassen. Oh nein. Wir machen ihnen Angst mit unserer Stärke. Denn ich bin tatsächlich so stark, wie ich wirke und nicht so schwach, wie ich mich habe machen lassen. Ich bin jetzt auf der dunklen Seite der Macht, die Seite die weiß, dass es hier keine Kekse gibt!
Und damit komme ich zu meiner neuen Strategie. Jetzt mach ich halt einfach ohne ihn weiter. Kümmere mich nicht weiter um ihn, keine Nachrichten. Als wäre es das Normalste von der Welt, dass er nicht da ist. und ist es auch. Problem erkannt, hat nix mit mir und meiner Attraktivität zu tun, also, schon, aber halt eher, dass ich zu toll bin...Ich muss mich nicht ärgern, ich kenn's ja. und wenn er wieder ankommt, und das wird er, dann werde ich der Liebreiz in Person sein. Nur ganz so viele Komplimente wird er nicht mehr bekommen. Ich werde mit keiner Silbe erwähnen, dass er sich vielleicht mal hätte melden sollen. Und damit seiner Strategie den Nährboden entziehen.
Es könnte auch sein, dass er Angst hat, ich wäre zu schwach und damit nicht als Partnerin geeignet für so nen Wahnsinnigen wie ihn. Er braucht schon eine, die cool und gelassen bleibt. Das wäre dann ein netter Nebeneffekt. Denn ich hab auch oft genug den Mund voll genommen und behauptet, ich würde das schon hinkriegen mit ihm und dann doch wieder verkackt. Auch das. Wäre möglich. Und dann kann ich auch nur gewinnen, wenn ich endlich anfange, an meine eigene Stärke zu glauben!
Macht ist Gewinn. Nicht gewinnen.
Sonntag, 20. Mai 2012
Tut mir was Gut?
Im Moment tut mir eher alles weh, zweimal in 3 Tagen stundenlang auf ner Bierbank sitzen mag mein Rücken nicht. Aber was tu ich nicht alles für Freunde?
Und da sind wir beim Punkt. Ich tu gern was, für andere. Und wie mein Coach weiß, hab ich auch schon dran gearbeitet, rauszufinden was ICH tun möchte. Zumindest hab ich schon mal die Verweigerungshaltung abgelegt. Wenn mein Lieblingstürke sagt, wir kickern, dann kickert Lizzie. Und gewinnt sogar. Mit ihm, dem Meister, und ohne Ahnung was sie da grade tut. Aber lustig isses. Die Frau, die alles kontrollieren, alles können muss. Keine Blöße geben. Sowas kommt von der Mobberei in der Kindheit. Wenn alle nur drauf warten, dass sie dich auslachen können, ziehst du dich so weit zurück, dass sie nicht rankönnen. Und machst keine Fehler. Ich kann nicht einfach so mal machen. Das hat mir der Perser gezeigt, wie das gehen könnte, und seitdem übe ich. Auch einfach mal die Geliebte sein. Was soll ich mich da wehren, wenns mir in den Schoß fällt?
Kontrolle, haha. Ich würde ja sogar gerne die Gefühle der anderen kontrollieren. Also die, die sie für mich haben. Sollten. Oder nicht. Ich habe immer eher auf Abschreckung gesetzt als auf Anziehung. Zum Date besonders schräge Klamotten angezogen zum Beispiel. Damit ich sicher sein kann, der Typ meint mich. Und will mich wirklich. Und hat sich auch nicht getäuscht, sondern wollte tatsächlich mit MIR ausgehen. Wenn er da nicht weggelaufen war, hab ich ihn auch gerne noch Mal weggeschickt. Da erzählt mir der Ex, er möchte gerne 5 Kinder und ich sag nur trocken, dafür musst du dir ne Andere suchen, ich bin zu alt für Kinder. Und er widerspricht. Meint, eine Freundin hätte grade mit 42 noch...Aber nein, ich lasse nicht locker und betone meine Unwilligkeit.
Oder mache mich selber klein, indem ich sage, er bräuchte doch eher so ne Partymaus. Und er sagt wieder, nein, er wolle nicht mit ner Partymaus, er möchte mit mir zusammen sein. Immer wieder mache ich sowas, bei jedem Mann hau ich von Anfang an so ne Macke rein. Immer in der Hoffnung, auf der sicheren Seite zu sein, wenn er dann trotzdem bleibt. Und wundere mich, wenn sie doch auf mich hören und gehen.
Ich kann es nicht annehmen, wenn jemand mich mag. Ich muss es kaputtmachen, um mich wieder wie gewohnt fühlen zu können- Als Einzelkämpferin, Lizzie allein gegen die Welt. Ich weiß ja eh, wie's laufen wird, also erledige ich es gleich. Dann bin ich wieder unbehelligt und kann meine Depression pflegen. Obwohl ich in den letzten Jahren die Taktik leicht verändert habe. Ich schmore nicht mehr allein, sondern versuch's mit neuen Leuten. Alles Tarnung. Im Prinzip fühl ich mich selbst unter ganz vielen Menschen immer sehr isoliert. Je mehr Menschen, desto isolierter! Ich habe keine Clique, keine Truppe, zu der ich gehöre und an die ich mich halten kann. Freunde sind verstreut und nicht untereinander vernetzt. Immer nur Einzelwesen. Keine Truppe, die mich mitzieht. Im Gegenteil, bei manchen muss dann ich ziehen, obwohl ich dafür eigentlich keine Kraft habe. Mir fehlt so ein Kreis, der mich auffängt, obwohl Facebook da schon gute Dienste leistet.
Und da sind wir auch schon wieder bei den Ansprüchen, die ich nicht stelle. Den Erwartungen, die ich nicht habe. Nichts fordern bedeutet, ich kann nicht enttäuscht werden. Erspart die Frustration, nichts zu bekommen. Und ich biete keine Angriffsfläche, bin nicht greifbar. Mogle mich durch. Ist aber blöd für jemand, der mir was Gutes tun will. Nein, Lizzie macht alles selbst.
Nur Gutes tun für mich selber mach ich ja auch nicht. Immer nur, was getan werden muss. Oder darf. DAS ist dann wieder ein neues Thema
Und da sind wir beim Punkt. Ich tu gern was, für andere. Und wie mein Coach weiß, hab ich auch schon dran gearbeitet, rauszufinden was ICH tun möchte. Zumindest hab ich schon mal die Verweigerungshaltung abgelegt. Wenn mein Lieblingstürke sagt, wir kickern, dann kickert Lizzie. Und gewinnt sogar. Mit ihm, dem Meister, und ohne Ahnung was sie da grade tut. Aber lustig isses. Die Frau, die alles kontrollieren, alles können muss. Keine Blöße geben. Sowas kommt von der Mobberei in der Kindheit. Wenn alle nur drauf warten, dass sie dich auslachen können, ziehst du dich so weit zurück, dass sie nicht rankönnen. Und machst keine Fehler. Ich kann nicht einfach so mal machen. Das hat mir der Perser gezeigt, wie das gehen könnte, und seitdem übe ich. Auch einfach mal die Geliebte sein. Was soll ich mich da wehren, wenns mir in den Schoß fällt?
Kontrolle, haha. Ich würde ja sogar gerne die Gefühle der anderen kontrollieren. Also die, die sie für mich haben. Sollten. Oder nicht. Ich habe immer eher auf Abschreckung gesetzt als auf Anziehung. Zum Date besonders schräge Klamotten angezogen zum Beispiel. Damit ich sicher sein kann, der Typ meint mich. Und will mich wirklich. Und hat sich auch nicht getäuscht, sondern wollte tatsächlich mit MIR ausgehen. Wenn er da nicht weggelaufen war, hab ich ihn auch gerne noch Mal weggeschickt. Da erzählt mir der Ex, er möchte gerne 5 Kinder und ich sag nur trocken, dafür musst du dir ne Andere suchen, ich bin zu alt für Kinder. Und er widerspricht. Meint, eine Freundin hätte grade mit 42 noch...Aber nein, ich lasse nicht locker und betone meine Unwilligkeit.
Oder mache mich selber klein, indem ich sage, er bräuchte doch eher so ne Partymaus. Und er sagt wieder, nein, er wolle nicht mit ner Partymaus, er möchte mit mir zusammen sein. Immer wieder mache ich sowas, bei jedem Mann hau ich von Anfang an so ne Macke rein. Immer in der Hoffnung, auf der sicheren Seite zu sein, wenn er dann trotzdem bleibt. Und wundere mich, wenn sie doch auf mich hören und gehen.
Ich kann es nicht annehmen, wenn jemand mich mag. Ich muss es kaputtmachen, um mich wieder wie gewohnt fühlen zu können- Als Einzelkämpferin, Lizzie allein gegen die Welt. Ich weiß ja eh, wie's laufen wird, also erledige ich es gleich. Dann bin ich wieder unbehelligt und kann meine Depression pflegen. Obwohl ich in den letzten Jahren die Taktik leicht verändert habe. Ich schmore nicht mehr allein, sondern versuch's mit neuen Leuten. Alles Tarnung. Im Prinzip fühl ich mich selbst unter ganz vielen Menschen immer sehr isoliert. Je mehr Menschen, desto isolierter! Ich habe keine Clique, keine Truppe, zu der ich gehöre und an die ich mich halten kann. Freunde sind verstreut und nicht untereinander vernetzt. Immer nur Einzelwesen. Keine Truppe, die mich mitzieht. Im Gegenteil, bei manchen muss dann ich ziehen, obwohl ich dafür eigentlich keine Kraft habe. Mir fehlt so ein Kreis, der mich auffängt, obwohl Facebook da schon gute Dienste leistet.
Und da sind wir auch schon wieder bei den Ansprüchen, die ich nicht stelle. Den Erwartungen, die ich nicht habe. Nichts fordern bedeutet, ich kann nicht enttäuscht werden. Erspart die Frustration, nichts zu bekommen. Und ich biete keine Angriffsfläche, bin nicht greifbar. Mogle mich durch. Ist aber blöd für jemand, der mir was Gutes tun will. Nein, Lizzie macht alles selbst.
Nur Gutes tun für mich selber mach ich ja auch nicht. Immer nur, was getan werden muss. Oder darf. DAS ist dann wieder ein neues Thema
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