Samstag, 22. Dezember 2012

Der innere Kern

Von außen betrachtet war es lächerlich wenig, was wir miteinander hatten. Unsere 'schönen Stunden' hat er es genannt. Und die waren so schön, dass es sich wie viel mehr angefühlt hat. Leidenschaftlich, intensiv, und zuletzt auch eine tiefere Verbundenheit, gemeinsam Lachen, Reden. Was wollte ich nochmal mehr? Ach ja. Seine Freundin...

Und allein seine Existenz hat mir in den vergangenen 4 Jahren soviel Mut und Kraft und Energie gegeben. Nur zu wissen, da ist einer, der mich versteht. Allein das. Und jetzt soll das alles weg sein? Ich möchte die Hoffnung nicht aufgeben müssen. Ohne die kann ich kaum weitermachen. Ich weiß nicht, was ich tun soll, was ich kann, ohne ihn in meinem Leben. Ich habe Angst, nie wieder jemand so lieben zu können und will keinen von den normalen Männern da draußen. Da passiert mir zuwenig. Und es geht nicht um Drama, es geht um Leben, sich lebendig fühlen miteinander und durch einander.

Es war alles so schön, er hat mich ja glücklich gemacht. Und stark. So stark, dass ich den Mut zu mehr hatte. Schade. Vielleicht habe ich ihm nicht genug Mut zurückgeben können. Den Mut zu UNS. Wie gern würde ich ihn glücklich machen. Ich weiß nicht, ob es für ihn überhaupt um sowas wie ein Miteinander ging. Keine Ahnung, was er mit Liebe meinte. Er hat mir seine geheimen Wünsche anvertraut. Das hat ihn verletzbar gemacht. Und jetzt hab ich ihm das alles weggenommen. Bin davon mit all meinem Wissen über seine Fantasien und Träume. Und er schlägt um sich, um mich loszuwerden. Nicht weil er mich nicht mag.

Das soll ich jetzt verstehen und akzeptieren? Natürlich bringt es nichts, da weiterzubohren und ihn zu nerven. Er will weg. Ich will einmal so nah an ihn ran, dass er keine halbwegs kontrollierten Mails mehr schreiben und sich hinter sortierten Worten verstecken kann. Einmal so nah an ihn ran wie im Bett. Ihn anschreien, und hören, was er wirklich fühlt. Einmal. Nur ein einziges Mal den echten Mr.Bickle spüren.
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Kommentare:

  1. All die interessantesten, tollsten Frauen, die ich kenne, sind früher oder später und dann meistens länger oder immer ohne feste Beziehung. Das scheint fast ein Naturgesetz zu sein, dass Durchschnittlichkeit Frauen bei der Partnersuche eher erfolgreich sein lässt. Aber es lässt sich wohl kaum etwas schlechter langfristig vorspielen als Durchschnittlichkeit. ; )

    Ich selbst habe zwar vor, mich aus Spaß und sozusagen wissenschaftlichen Gründen (fürs Blog) im kommenden Jahr mal wieder aufs Datingparkett zu begeben - bin auf Abgründe bereits vorbereitet.

    Also, das steht mir eigentlich gar nicht zu, mich hier so zu äußern, und es klingt jetzt sicher auch, als wäre ich eiskalt aus der Schwesternschaft ausgetreten und so - aber nachdem ich deine letzten Posts gelesen habe: was diese FREUNDIN angeht - die loszuwerden und aus dem Bild zu vertreiben, ist das denn wirklich völlig unmöglich? Oder hast du daran aus lauter Anständigkeit noch gar nicht gedacht? ; )

    Na, ich geh mal lieber zurück zum Weihnachtsputz, eh ich hier noch mehr zweifelhafte Weisheiten verbreite!

    Bleib stark und frohe Weihnachten!

    Nicola



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  2. Freundin vertreiben, tja. Mehr als ihm genau das zu geben, was sie nicht gibt? Er hat sie nie zum Thema gemacht, hat mir nie das Gefühl gegeben, dass SIE eine Rolle spielt zwischen uns und hat auch nichts über sie erzählt. Und sie schlecht zu machen erzeugt nur Gegenreaktion, heißt, er müsste sie dann verteidigen. Natürlich könnte ich ihr stecken, dass ihr Kerl sie bescheißt. Aber dann haben wir beide nichts mehr davon. Er ist ja auch immer davongelaufen, all die Jahre davor. Ich glaube, sie ist nur seine Ausrede. Diesmal. Oder er hat sie so gern, dass er sie lieber betrügt als verläßt. Wie auch immer, momentan will er weg. Ist er weg. Und ich kämpfe nicht mehr

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  3. Und dir viel Spaß beim Daten, ich freu mich schon auf deine Berichte! Geh mal in meiner Blogliste weit zurück. Anfang 2010 habe ich mich im Joyclub angemeldet und die Männerwelt systematisch abgeklappert *gg

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