Ich hoffe, er geht dafür im Real Life weiter. aber solang Prinzessin Putzig (sic) auf Twitter schreibt, dass ihr dieses Opfer-Täter Spielchen gegen den Strich ginge, ist sie halt ein wunderbares Opfer für die Kategorie Brüderle. Ich kann es nicht nachvollziehen, wieso Frauen da solidarisch mit solchen Männern sind. Denn es gibt genug andere, die, denen Anzüglichkeiten, Belästigungen und Herrenwitze genauso aufstossen wie mitdenkenden Frauen. Mein Wiener bemerkt dazu völlig richtig, er wär meistens der, der früher was sagen würde als die Frauen selbst. Grade er, der wirklich sensibel mit Sprache umgeht. Und mich damit streckenweise echt genervt hat. Aber er hat halt ein Gespür dafür, was Worte bedeuten.
Und die meisten Männer würden 'sowas' ja auch nie sagen. Nur leider lassen die Reaktionen wie 'das ist halt so' und man solle sich da nicht so aufregen, keine rechte Freude aufkommen darüber, dass sie zumindest nicht mehr selbst so denken. Sie lassen es halt nur durchgehen. Schalten genauso auf Durchzug wie die meisten Frauen und hoffen, dass es entweder von selbst aufhört oder dass es schon nicht so schlimm wäre. Dabei ist, wie die taz ganz richtig bemerkt, sexuelle Belästigung ein Straftatbestand. Also mitnichten ein Kavaliers(sic)delikt.
Auch dieses 'Diskutieren bringt doch nichts' macht mich echt sauer. DOCH! Es bringt was. Haben ja inzwischen auch echt viele Leute verstanden, dass Homosexualität keine Krankheit ist und das Frauen auch Konzerne leiten können. Es muss auch endlich aufhören, Frauen nach dem Äußeren zu beurteilen. Immer zuerst die Klamotten und dann die Leistung zu erwähnen. Ihnen neue Frisuren zu empfehlen (Brüderle's Resthaar sieht auch scheiße aus btw) oder über Falten zu lästern. Das alles zeigt, dass es immer noch nicht in den Köpfen angekommen ist, was Gleichberechtigung wirklich meint. Vielleicht müssen ja erst die Herren anfangen, sich endlich mal anständige Anzüge zuzulegen und regelmäßig zur Kosmetik zu gehen, bevor eine Frau in Führungsposition auch mal eine bunte Bluse tragen kann, ohne dass ihr dadurch die Kompetenzen abgesprochen werden. Und sie für die Sekretärin gehalten wird.
Solange aber bei Besprechungen unwidersprochen der einzig weiblichen Teilnehmerin ein Platz auf dem Schoß des Chefs angeboten werden darf, sie selbst völlig schockiert dasteht und auch noch belächelt wird, solange keiner der anwesenden Männder ihr zur Seite springt und das Verhalten offen kritisiert, solange müssen wir weiterschreien. Solange Frauen, die Kritik üben, als zickig und Männer für dieselbe Sache als durchsetzungsfähig gelten, SIND WIR NOCH NICHT LAUT GENUG!
Achtung, vor Betreten dieses Blogs bitte Illusionen an der Garderobe abgeben! Romantiker müssen jetzt ganz tapfer sein. MizzLizz kämpft sich durch den Dschungel der Stadt und versucht, den Männern den Kopf zu verdrehen. Aber sie ist nicht allein! Mögen ihre Exfreunde und Cottonmouth mit ihr sein
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Mittwoch, 30. Januar 2013
Freitag, 25. Januar 2013
#aufschrei
Heute brach auf Twitter ein Sturm los, dem so mancher Mann nicht gewachsen war. Frauen twitterten über ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung. Eine Reaktion auf den stern-Artikel über Rainer Brüderle, der im Rahmen einer Parteiveranstaltung abends an der Bar in typischer Altherrenart eine 28jährige Journalistin anbaggerte. Wie mich diese jovialen Sprüche und diese herablassende Art ankotzt! Denn bei meinem Job bin ich immer backstage ganz nah dran an den Eliten unserer Gesellschaft. Ob bei der Aufsichtsratsstitzung von Konzernen, bei denen alle im Aufsichtsrat sind, die Rang und Namen in der Wirtschaft haben über alternde Schlagerfuzzis, die den Schuß nicht gehört haben bis hin zu selbsternannten Wetterpäpsten- alle gleichermassen eklig mit ihren anzüglichen Witzen, Zoten und Sprüchen auf Fußbodenniveau. Bei so ner kleinen Blondine verlieren da so einige jegliche Contenance und werden sehr vertraut.
Und ob es jetzt die direkte Anmache oder eine nebenbei abfällige Bemerkung ist, ist dann auch schon egal. Es herrscht ein tiefsitzender Alltagssexismus, an den wir uns so gewöhnt haben, dass selbst Frauen da mitmachen. Mir wird das alle 2 Monate klar, wenn ich meine 'Emma' bekomme. Denn da schreiben tatsächlich Frauen. Und das nicht in dem Stil, auch Männern zu gefallen. Wenn frau sich die normalen Publikationen so durchliest, grade die taz ist ganz vorn dabei, wenn Frauen eifrig auf andere Frauen eindreschen, um in der Redaktion besonders progressiv zu erscheinen.
Die Tweets zu #aufschrei handeln viel von den Wixern, die sich in öffentlichen Verkehrsmitteln einfach mal gaaaaaaaaaaanz fest an eine Frau pressen müssen, über Lehrer, die eine Note verschlechtern, weil die Schülerin nicht auf ihre Anmache reagiert bis zum Turnlehrer, der beim Duschen zuschaut, damit auch alle Mädchen sauber werden. Und natürlich auch Schlimmeres. Dazwischen pseudowitzige Jungs und Mädels, die sich lustig über die emanzipierten, untervögelten Zicken machen, die das alles so bitterernst nehmen.
Mal ehrlich: Wer Ähnliches mit Dicken, Homosexuellen oder anderen Minderheiten machen würde, würde politisch korrekt sofort fertiggemacht. Nur mit Frauen kann man es machen? Die sollen sich nicht so anstellen? Ist halt so, muss man sich nicht aufregen drüber? Dies ist sogar die Meinung einiger Frauen. Worüber sich dann widerum der Mann von einer sehr gewundert hat. Vielen Männern, den netten, ist offenbar zum ersten Mal bewußt geworden, welcher Art von täglicher Anmache Frauen, auch ihre Frauen, ausgesetzt sind. Und die kläglichen Versuche, mit den wenigen Sexismen zurückzuschlagen, denen Männer manchmal gegenüberstehen, ist einfach nur lächerlich. Männer werden nun mal nur in Kriegsgebieten vergewaltigt und müssen im normalen Alltag nicht um ihr Leben oder ihre Gesundheit fürchten. Vorausgesetzt, sie sind weiß und heterosexuell.
Seit einigen Jahren gibt es die Bewegung 'Hollaback', also Zurückbrüllen. Hier geht es drum, auf blöde Anmache SOFORT und laut zu reagieren. Den Kerl zu konfrontieren und bloßzustellen. Und genau das sollten wir uns angewöhnen. Statt mitzulachen bei saudummen Herrenwitzen, den einfach mal nicht lustig finden. Bei Schlimmerem, wehren. Auch wenn es einer anderen passiert, die grade zu baff ist, um zu reagieren. Ich hab mich erst kürzlich am Bahnsteig demonstrativ aber wortlos zwischen eine junge Frau und einen besoffenen Alten gestellt, der sie permanent verbal angegriffen hat. Der Arsch saß dann auch mit mir im Waggon und hat weiter vor sich hingepöbelt. Ich hab ihn dann immer böse angeschaut, das hat ihm nicht gefallen und er war ruhig. So einfach kann es sein. Ich musste nichts sagen, habe nur sehr deutlich gemacht, dass ich sein Verhalten scheiße finde. Alle anderen haben nur weggeschaut.
Warum ist es uns peinlich, jemand für Fehlverhalten ins Abseits zu stellen? 20 Leute fühlten sich belästigt, aber er macht weiter. Was ist dabei, ihn in seine Schranken zu verweisen? Wieso darf er weiter etwas falsch machen, wenn wir aber das Richtige tun, dann ist es irgendwie merkwürdig. Tut man doch nicht, mit dem Finger auf jemand zu zeigen??? Doch, ich schon. Und ich werde das auch weiter tun. Fragen , ob man die Polizei rufen soll, dazwischenstellen, Aufmerksamkeit schaffen, laut werden. Ja, LAUT. auch wenn man das nicht macht. Man belästigt aber auch keine Frauen! Damit muss endlich Schluß sein!
Und ob es jetzt die direkte Anmache oder eine nebenbei abfällige Bemerkung ist, ist dann auch schon egal. Es herrscht ein tiefsitzender Alltagssexismus, an den wir uns so gewöhnt haben, dass selbst Frauen da mitmachen. Mir wird das alle 2 Monate klar, wenn ich meine 'Emma' bekomme. Denn da schreiben tatsächlich Frauen. Und das nicht in dem Stil, auch Männern zu gefallen. Wenn frau sich die normalen Publikationen so durchliest, grade die taz ist ganz vorn dabei, wenn Frauen eifrig auf andere Frauen eindreschen, um in der Redaktion besonders progressiv zu erscheinen.
Die Tweets zu #aufschrei handeln viel von den Wixern, die sich in öffentlichen Verkehrsmitteln einfach mal gaaaaaaaaaaanz fest an eine Frau pressen müssen, über Lehrer, die eine Note verschlechtern, weil die Schülerin nicht auf ihre Anmache reagiert bis zum Turnlehrer, der beim Duschen zuschaut, damit auch alle Mädchen sauber werden. Und natürlich auch Schlimmeres. Dazwischen pseudowitzige Jungs und Mädels, die sich lustig über die emanzipierten, untervögelten Zicken machen, die das alles so bitterernst nehmen.
Mal ehrlich: Wer Ähnliches mit Dicken, Homosexuellen oder anderen Minderheiten machen würde, würde politisch korrekt sofort fertiggemacht. Nur mit Frauen kann man es machen? Die sollen sich nicht so anstellen? Ist halt so, muss man sich nicht aufregen drüber? Dies ist sogar die Meinung einiger Frauen. Worüber sich dann widerum der Mann von einer sehr gewundert hat. Vielen Männern, den netten, ist offenbar zum ersten Mal bewußt geworden, welcher Art von täglicher Anmache Frauen, auch ihre Frauen, ausgesetzt sind. Und die kläglichen Versuche, mit den wenigen Sexismen zurückzuschlagen, denen Männer manchmal gegenüberstehen, ist einfach nur lächerlich. Männer werden nun mal nur in Kriegsgebieten vergewaltigt und müssen im normalen Alltag nicht um ihr Leben oder ihre Gesundheit fürchten. Vorausgesetzt, sie sind weiß und heterosexuell.
Seit einigen Jahren gibt es die Bewegung 'Hollaback', also Zurückbrüllen. Hier geht es drum, auf blöde Anmache SOFORT und laut zu reagieren. Den Kerl zu konfrontieren und bloßzustellen. Und genau das sollten wir uns angewöhnen. Statt mitzulachen bei saudummen Herrenwitzen, den einfach mal nicht lustig finden. Bei Schlimmerem, wehren. Auch wenn es einer anderen passiert, die grade zu baff ist, um zu reagieren. Ich hab mich erst kürzlich am Bahnsteig demonstrativ aber wortlos zwischen eine junge Frau und einen besoffenen Alten gestellt, der sie permanent verbal angegriffen hat. Der Arsch saß dann auch mit mir im Waggon und hat weiter vor sich hingepöbelt. Ich hab ihn dann immer böse angeschaut, das hat ihm nicht gefallen und er war ruhig. So einfach kann es sein. Ich musste nichts sagen, habe nur sehr deutlich gemacht, dass ich sein Verhalten scheiße finde. Alle anderen haben nur weggeschaut.
Warum ist es uns peinlich, jemand für Fehlverhalten ins Abseits zu stellen? 20 Leute fühlten sich belästigt, aber er macht weiter. Was ist dabei, ihn in seine Schranken zu verweisen? Wieso darf er weiter etwas falsch machen, wenn wir aber das Richtige tun, dann ist es irgendwie merkwürdig. Tut man doch nicht, mit dem Finger auf jemand zu zeigen??? Doch, ich schon. Und ich werde das auch weiter tun. Fragen , ob man die Polizei rufen soll, dazwischenstellen, Aufmerksamkeit schaffen, laut werden. Ja, LAUT. auch wenn man das nicht macht. Man belästigt aber auch keine Frauen! Damit muss endlich Schluß sein!
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